Bachelorarbeit, 2023
45 Seiten, Note: 1,0
1 EU-TAXONOMIE-VERORDNUNG
1.1 POLITISCHER HINTERGRUND
1.2 TIMELINE
1.3 INHALT
2 GRÜNES WACHSTUM
2.1 HINTERGRUND
2.2 GRUNDLAGEN DES GRÜNEN WACHSTUMS
2.3 KRITIK AM GRÜNEN WACHSTUM
2.4 GRÜNES WACHSTUM IM RAHMEN DER EU-TAXONOMIE
3 LOBBYISMUS UND GREENWASHING
3.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG LOBBYISMUS
3.2 BEGRIFFSERKLÄRUNG GREENWASHING
3.3 EINFLUSSNAHME AUF DIE EU-TAXONOMIE WÄHREND IHRES ENTSTEHUNGSPROZESSES
4 FAZIT
Diese Arbeit untersucht die Effektivität der EU-Taxonomie-Verordnung bei der Förderung eines nachhaltigen Wachstums. Dabei liegt der Fokus insbesondere darauf, wie potenzielle Herausforderungen und externe Einflussnahmen – wie Lobbyismus und Greenwashing – die Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele beeinflussen könnten und ob die Verordnung ihr Potenzial als Lenkungsinstrument für Investitionen voll entfalten kann.
3.2 Begriffserklärung Greenwashing
Der Delegierte Rechtsakt 2202/1214 erlaubt, bestimmte Kernenergie- und Gastätigkeiten in die Taxonomie aufzunehmen und als ökologisch nachhaltig einzustufen. Kritiker sehen hierin ein „Greenwashing“ von Atomenergie und Erdgas und bezweifeln die Befugnis der Kommission, eine solche Entscheidung treffen zu dürfen (vgl. Achleitner 2022: 455). Damit im weiteren Verlauf geprüft werden kann, ob diese Anschuldigungen auf einer legitimen Grundlage basieren, wird der folgende Abschnitt den Begriff des „Greenwashings“ näher erläutern.
Der Programmdirektor für nachhaltiges Design, Jason Pearson, schreibt den Begriff des „Greenwashings“ dem Aktivisten Jay Westerveld zu. Pearson zufolge beschwerte der Aktivist sich im Jahr 1986 über Hotels, die ihre Gäste aufforderten, Handtücher wiederzuverwenden. Dies sollte der Unterstützung des Umweltschutzes dienen (vgl. Pearson 2010: 39). Mittels dieser Vorgehensweise hätten die Hotels Geld eingespart, sich als nachhaltig dargestellt, ohne sich jedoch an anderer Stelle für den Klimaschutz einzusetzen (vgl. ebd.). Pearson beschreibt die „Handtuchwiederverwendungsprogramme“ (ebd.) der Hotels als eine Möglichkeit ihren ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen zu verbessern. Dabei vermeiden sie jedoch, sich mit schwerwiegenderen Umweltauswirkungen des Gastgewerbes auseinanderzusetzen (vgl. ebd.).
1 EU-TAXONOMIE-VERORDNUNG: Dieses Kapitel liefert den politischen Kontext, die historische Einordnung und erläutert die Kriterien sowie die Funktionsweise der EU-Taxonomie als Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten.
2 GRÜNES WACHSTUM: Hier werden theoretische Grundlagen des „Grünen Wachstums“ diskutiert, kritische Perspektiven beleuchtet und untersucht, inwieweit die Taxonomie die notwendige ökonomische Transformation hin zu mehr ökologischer Nachhaltigkeit unterstützen kann.
3 LOBBYISMUS UND GREENWASHING: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Interessengruppen und den Einfluss von Lobbyismus auf den Entstehungsprozess der EU-Taxonomie, wobei insbesondere die Kontroverse um die ökologische Einstufung von Erdgas und Kernkraft als potenzielles Greenwashing reflektiert wird.
4 FAZIT: Das Fazit fasst die Analyse zusammen, bewertet das Potenzial der Verordnung trotz identifizierter Herausforderungen durch politische Einflussnahme und formuliert Verbesserungsvorschläge für eine wissenschaftsbasierte Umsetzung.
EU-Taxonomie, Grünes Wachstum, Klimapolitik, Nachhaltigkeit, Lobbyismus, Greenwashing, EU-Kommission, Klassifizierungssystem, nachhaltige Investitionen, ökologische Transformation, Kernenergie, Erdgas, Technical Screening Criteria, Transparenz, Umweltschutz.
Die Arbeit analysiert kritisch die EU-Taxonomie-Verordnung als EU-weites Klassifizierungssystem zur Förderung nachhaltiger Investitionen und untersucht deren Potenzial zur Realisierung eines „Grünen Wachstums“.
Die zentralen Felder umfassen die Klimapolitik der EU, das theoretische Konzept des Grünen Wachstums sowie die Problematiken von Lobbyismus und Greenwashing im Kontext regulatorischer Prozesse.
Ziel ist es zu untersuchen, wie effektiv die EU-Taxonomie Grüne Investitionen lenkt und welche Herausforderungen – insbesondere durch politische Interessen und externe Einflussnahme – ihre Zielerreichung gefährden könnten.
Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse, die Primärquellen der Europäischen Union (Verordnungen und Berichte) sowie ökonomische Fachliteratur und wissenschaftliche Artikel heranzieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Taxonomie-Verordnung, eine theoretische Einordnung des „Grünen Wachstums“ sowie eine detaillierte Analyse, wie Interessengruppen und Lobbyisten den Entstehungsprozess beeinflusst haben.
Schlüsselwörter sind unter anderem EU-Taxonomie, Grünes Wachstum, Greenwashing, nachhaltige Finanzen, ökologische Transformation und Lobbyismus.
Die Aufnahme dieser Energieträger wird als kontrovers eingestuft, da sie den wissenschaftlichen Empfehlungen widerspricht und die Glaubwürdigkeit der Taxonomie als „grünes“ Label schwächen oder Greenwashing begünstigen könnte.
Der Autor führt dies auf unterschiedliche nationale Interessen der EU-Mitgliedsstaaten sowie eine mangelnde pluralistische Repräsentation der Wissenschaft in den beratenden Expertengremien zurück.
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