Bachelorarbeit, 2007
84 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Forschungsstand
1.3. Aufbau und Gliederung
2. Vergleichskriterien
2.1. Historische Aspekte
2.2. Wähler
2.3. Personelle und strategische Aspekte
2.4. Entwicklung des Verhältnisses
3. Die Parteien
3.1. Die SPD
3.1.1. Strategische Ausgangslage
3.1.2. Mitgliederstruktur und Führungsebene
3.1.3. Wahlen
3.2. Die Linkspartei.PDS
3.2.1. Strategische Ausgangslage
3.2.2. Mitgliederstruktur und Führungsebene
3.2.3. Wahlen
4. Die Parteien im Spannungsfeld weiterer Einflüsse
4.1. Regionale Besonderheiten
4.2. Ursachen und Entwicklungen
5. Fazit und Ausblick
5.1. Auswertung und Analyse
5.2. Perspektiven und Prognosen
Diese Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis zwischen der SPD und der Linkspartei.PDS in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Ziel ist es, die personellen, strategischen und historischen Unterschiede in der parteipolitischen Entwicklung beider Länder zu analysieren und zu erklären.
3.1.1. Strategische Ausgangslage
In Mecklenburg-Vorpommern startete die SPD mit einer Mischung aus agrarpolitischem Profil und Sozialpolitik in den Wahlmarathon 1990, insgesamt vier Wahlen waren zu bestreiten. Mitte des Jahres 1990 öffnete sich die Partei auch für ehemalige Parteimitglieder der DDR-Parteien und versuchte auf diesem Wege neue Mitglieder zu rekrutieren, bzw. für diese wählbar zu werden. In den Wahlkämpfen griff die SPD nicht primär die PDS an, sondern attackierte die CDU. Diese Maßnahmen erwiesen sich als notwendig, da die SPD in Vorpommern weniger Wahlchancen besaß. Hier war die CDU von Beginn an stark, in Mecklenburg konnte die SPD diesen Nachteil teilweise kompensieren. Insgesamt versuchte die Partei nach außen hin, als moralisch-integer und nicht mit der DDR verhaftet zu erscheinen.
Gleichzeitig gelang eine gewisse Distanz zur Bundes-SPD, so daß die einheitskritischen Aussagen vom SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine sich nicht in dem Maße negativ auswirkten. Hier wirkten die bereits erwähnten Einheitsbestrebungen der SPD in Mecklenburg-Vorpommern zu DDR-Zeiten mit großer Sicherheit kompensierend. Als Spitzenkandidat wurde mit dem schleswig-holsteinischen Justizminister Klaus Klingner ein Landeskind nominiert, der zwar Bürger der Bundesrepublik Deutschland war, jedoch in Mecklenburg seine Jugend erlebt hatte, so daß der politische Gegner keine Chance hatte, ihn als „Westimport“ zu diskreditieren, zumal das Schattenkabinett komplett aus Bürgern Mecklenburg-Vorpommerns bestand und dazu noch aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns paritätisch zusammengesetzt war.
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage, der Forschungsfragen und des Forschungsstands zur Thematik des Verhältnisses von SPD und Linkspartei.PDS.
2. Vergleichskriterien: Festlegung der vier zentralen Analysebereiche: Historische Aspekte, Wähler, personelle/strategische Aspekte sowie die Entwicklung des Verhältnisses.
3. Die Parteien: Detaillierte Untersuchung der SPD und Linkspartei.PDS bezüglich ihrer Strategien, Mitgliederstrukturen und Wahlerfolge in den jeweiligen Bundesländern.
4. Die Parteien im Spannungsfeld weiterer Einflüsse: Analyse regionaler Besonderheiten und historischer Ursachen für die unterschiedlichen Entwicklungen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Auswertung der Analyseergebnisse und Prognose der weiteren politischen Perspektiven für beide Parteien.
SPD, Linkspartei.PDS, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Landtagswahlen, Parteiensystem, Koalition, Regierungsverantwortung, politische Strategie, Mitgliederentwicklung, Wählerverhalten, DDR-Vergangenheit, Hostility-Hypothese, Opposition, Politikwissenschaft.
Die Arbeit analysiert das komplexe und ambivalente Verhältnis zwischen der SPD und der Linkspartei.PDS in den ostdeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.
Zentrale Themen sind die historische Genese der Parteien, deren strategische Ausrichtung, die Mitgliederstruktur, die Rolle von Führungspersonal sowie die Wahlergebnisse seit der Wiedervereinigung.
Ziel ist es, die Unterschiede im parteipolitischen Umgang miteinander in beiden Bundesländern herauszuarbeiten und zu erklären, warum sich diese Landesverbände so unterschiedlich entwickelt haben.
Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem ein Kriterienkatalog auf die beiden untersuchten Bundesländer angewendet wird, um vergleichbare Daten und Fakten zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Einzelbetrachtung der Parteien (Strategie, Personal, Wahlen) und eine anschließende Analyse der regionalen sowie historisch bedingten Einflüsse.
Wichtige Begriffe sind Parteienkooperation, Regierungsbeteiligung, historische Aufarbeitung, Wählerdynamik und landespolitischer Pragmatismus.
Die Arbeit identifiziert pragmatische Führungskräfte in Mecklenburg-Vorpommern und ein anderes historisches Umfeld als Faktoren, die eine konstruktivere Zusammenarbeit ermöglichten, während in Sachsen Fundamentalismus und mangelnde Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten dominierten.
Die DDR-Vergangenheit, insbesondere die Zwangsvereinigung zur SED, belastet das Verhältnis beider Parteien bis heute, wobei der Umgang damit – von der Aufarbeitung bis zur Verleugnung – maßgeblich die strategischen Spielräume beeinflusst.
Der Autor prognostiziert, dass eine ernsthafte Zusammenarbeit langfristig von einer personellen Neuausrichtung (insbesondere bei der Linkspartei/PDS) und der Bereitschaft zur inhaltlichen Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit abhängt.
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