Examensarbeit, 2009
48 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitende Betrachtung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Handlungsorientierter Unterricht
2.2 Spielbegriff
2.2.1 Merkmale eines Spiels
2.2.2 Beziehung zwischen „Spielen“ und „Lernen“
2.2.3 Spielpädagogik
2.2.4 Der Versuch einer eigenen Definition von ‚Spiel’
2.3 Ergebnissicherung
2.4 Die Lehrerfunktionen
3. Das Spiel „Die fünf Wissenstempel der Bankkaufleute“
4. Anforderungen an ein handlungsorientiertes Lernspiel
4.1 Vermittlung und Förderung von Handlungskompetenz
4.1.1 Fachkompetenz
4.1.2 Sozialkompetenz
4.1.3 Methodenkompetenz
4.2 Reflexion über den Einsatz des Lernspiels
4.2.1 Die Spielgruppe
4.2.2 Überprüfung der Lernspielanforderungen
4.2.3 Der Einsatz des Spiels im Unterricht
4.2.4 Ablauf der Stunde
4.2.5 Eindeutigkeit der Vorgaben
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Einsatz eines selbst entwickelten, handlungsorientierten Lernspiels im Fach Bankbetriebslehre an einem Berufskolleg, um Unterrichtsinhalte effektiv zu wiederholen und zu sichern. Ziel ist es, die fachliche Ergebnissicherung motivierender zu gestalten und gleichzeitig die Handlungskompetenz der Auszubildenden zu fördern.
Die Lehrerfunktionen
„Seine Tätigkeit setzt neben der Beherrschung des Lehrstoffs pädagogische Fähigkeiten voraus.“ Diese pauschale Beschreibung der von der Lehrkraft vorzuweisenden Kenntnisse und Fähigkeiten greift auf die verschiedenen Aufgaben zurück, denen ein Lehrer sich gegenübersieht und die er zu bewältigen hat. Erstmals wurden die Lehrerfunktionen im Jahr 1970 vom Deutschen Bildungsrat wie folgt zusammengetragen: Lehren, Erziehen, Beurteilen, Beraten und Innovieren. Und ähnlich haben sie auch heute noch Geltung: Im Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder aus dem Jahr 2004 sind sie als „unterrichten, erziehen, diagnostizieren und fördern, beraten, Leistung messen und beurteilen, organisieren und verwalten, evaluieren, innovieren und kooperieren“ als Rahmenvorgabe für die Lehrerausbildung definiert. Aus diesem Kanon der Aufgaben und Funktionen eines Lehrers möchte ich die des Unterrichtens, Erziehens, des Innovierens und des Evaluierens für die Unterrichtsgestaltung mit Hilfe des von mir entwickelten Lernspiels herausstellen.
Unterrichten bedeutet „grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Methoden adressatenorientiert (zu) vermitteln“ und umfasst neben der tatsächlichen Umsetzung auch die vorgelagerten Planungsüberlegungen und Entscheidungen zur Unterrichtsplanung und –durchführung. Diese Planungsüberlegungen und Entscheidungen werden hauptsächlich jetzt in der Entwicklung des Lernspiels geschehen, müssen aber in der jeweiligen Klasse verfeinert und eventuell angepasst werden, um der Zielgruppe gerecht zu werden. Ein Lernspiel stellt eine Art von Unterrichtsform und –methode dar, die fachlich, didaktisch und pädagogisch-psychologisch begründet sein muss.
1. Einleitende Betrachtung: Der Autor erläutert die Motivation für das Projekt, insbesondere die Notwendigkeit, Wiederholungsphasen in verkürzten Bankausbildungen attraktiver zu gestalten.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft die Konzepte des handlungsorientierten Unterrichts mit spielpädagogischen Theorien und klärt die Rolle der Ergebnissicherung sowie spezifische Lehrerfunktionen.
3. Das Spiel „Die fünf Wissenstempel der Bankkaufleute“: Es wird das konkrete Spielkonzept vorgestellt, das sich an „Trivial Pursuit“ orientiert und fachliche Inhalte für das Fach Bankbetriebslehre aufbereitet.
4. Anforderungen an ein handlungsorientiertes Lernspiel: Hier analysiert der Autor die Vermittlung von Kompetenzen und reflektiert den praktischen Unterrichtseinsatz sowie die Spielregeln und deren Eindeutigkeit.
5. Schlussbetrachtung: Der Autor zieht ein Fazit über den erfolgreichen Einsatz des Spiels, identifiziert Verbesserungsmöglichkeiten und diskutiert die Übertragbarkeit auf andere Fachbereiche.
Bankbetriebslehre, Berufskolleg, Handlungsorientierung, Lernspiel, Ergebnissicherung, Spielpädagogik, Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Lehrerfunktionen, Motivation, Unterrichtsentwicklung, Wiederholung, Bankausbildung.
Die Arbeit dokumentiert den Versuch, durch ein selbst entwickeltes, handlungsorientiertes Lernspiel den Unterricht im Fach Bankbetriebslehre lebendiger zu gestalten und eine effektive Ergebnissicherung zu ermöglichen.
Die Arbeit behandelt handlungsorientierten Unterricht, Spieltheorie und Spielpädagogik, die Vermittlung von Kompetenzen im Berufsunterricht sowie die konkrete Anwendung eines Lernspiels in der Klasse.
Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch ein Lernspiel die Möglichkeit zu geben, Unterrichtsinhalte motivierend zu wiederholen, Wissenslücken zu schließen und sich auf Prüfungen vorzubereiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Theorie und der reflexiven Praxisanalyse des Autors, ergänzt durch Schülerevaluationen des eingesetzten Lernspiels.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Handlungstheorie, Spielbegriff, Lehrerfunktionen) dargelegt, gefolgt von der Vorstellung des Spiels, der Analyse der Kompetenzanforderungen und einer Reflexion des tatsächlichen Unterrichtseinsatzes.
Die zentralen Schlagworte sind Bankbetriebslehre, Handlungsorientierung, Lernspiel, Ergebnissicherung, Kompetenzförderung und Berufsausbildung.
Es handelt sich um ein Brettspiel, das optisch und in den Regeln an „Trivial Pursuit“ angelehnt ist. Die Schüler treten in Gruppen an, um durch die korrekte Beantwortung von Fragen aus verschiedenen Lernfeldern „Fähnchen“ für ihr Spielbrett zu sammeln.
Da die Ausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau am Berufskolleg Siegburg verkürzt ist, mangelt es an Zeit für Wiederholungsphasen. Das Spiel soll diese Phase effektiver und lustbetonter gestalten.
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