Diplomarbeit, 2009
135 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Ausgewählte Migrationstheorien
2.1 Neoklassisch
2.2 New Economics of Migration
2.3 Dualer Arbeitsmarkt
2.4 Die globale Perspektive
2.4.1 Systemisch
2.4.2 Netzwerke & transnationale Räume
2.4.3 Global City-Konzept
2.4.4 Zusammenfassung der globalen Perspektive
3. Die Globalisierung
3.1 Was ist Globalisierung
3.1.1 Wachsende soziale Ungleichheit im Zeichen der Globalisierung
3.1.2 Globalisierung der Migration
3.1.3 Kommunikation über Globalisierung
3.2 Der Globalisierungsdiskurs
3.3 Die ökonomische Dimension der Globalisierung als Bezugspunkt zur internationalen Migration
3.4 Die Ursachen des globalen ökonomischen Strukturwandels
4. Der kausale Zusammenhang zwischen Globalisierung und Migration
4.1 Die Freisetzung von Arbeitskräften durch die Globalisierung
4.2 Der Bedarf nach freigesetzten, marginalisierten Arbeitskräften auf Grund der Globalisierung
4.3 Die internationale Migration als Triebfeder der Globalisierung
4.4 Fallbeispiele
4.4.1 Mexiko
4.4.2 China
4.4.3 Brasilien
5. Die Feminisierung der Migration
5.1 Die Ausblendung der Frauenmigration in der Migrationsforschung
5.2 Begründung der These, dass die Migration feminisiert wird
5.3 Bedingungen der Frauenmigration
5.3.1 Der ökonomische Strukturwandel
5.3.2 Patriarchalische Gesellschaftsstrukturen in den Aufnahmeländern
5.3.3 Beitrag der Migration zur ökonomischen Entwicklung
5.4 Der durch den Strukturwandel bedingte Bedarf nach Frauenarbeitskräften
5.4.1 Im informellen Sektor
5.4.2 Im formellen Sektor
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den systematischen Zusammenhang zwischen Globalisierungsprozessen und der zunehmenden Feminisierung der internationalen Migration. Dabei wird analysiert, inwieweit ökonomischer Strukturwandel und die Neuordnung der Arbeitsteilung spezifische Migrationsbewegungen initiieren und verstärken.
3.1 Was ist Globalisierung
Die Spannbreite der Bedeutungen des Begriffes Globalisierung ist sehr weit gefasst und abhängig von denjenigen, die den Begriff verwenden. Eine allgemeine Definition von Globalisierung ist die „einer Intensivierung weltweiter sozialer Beziehungen, durch die entfernte Orte in solcher Weise miteinander verbunden, daß Ereignisse an einem Ort durch Vorgänge geprägt werden, die sich an einem viele Kilometer entfernten Ort abspielen, und umgekehrt."
Ökonomisch betrachtet ist unter der Globalisierung, im Rahmen einer Verflechtung wirtschaftlicher Beziehungen, die zunehmende Integration von Volkswirtschaften in das Weltwirtschaftssystem zu verstehen. Sie ist hauptsächlich geprägt durch den Kapital- und Technologietransfer, den an Einfluss gewinnenden transnationalen Unternehmen, der Expansion des Welthandels und der Entkopplung der Finanzmärkte von den Warenmärkten.
Die messbaren Indikatoren der Globalisierung sind der Außenhandel, die Auslandsdirektinvestitionen und der weltweite Kapitaltransfer. „Die grenzüberschreitenden Transaktionen umfassen nicht nur Rohstoffe und Fertigprodukte von Waren und Dienstleistungen, sondern auch Vorleistungen und Produktionsfaktoren wie Arbeit (Migration), Kapital, Technologie, Wissen und Informationen.“ Dass das Prinzip einer zunehmenden weltwirtschaftlichen Integration nicht neu ist, belegen die ökonomischen Trends und Daten aus dem 19. Jahrhundert.
Die neue Qualität der Globalisierung ist allerdings daran zu erkennen, dass die Globalisierung schneller als je zuvor verläuft, weltumspannender ist, der Fertigungsprozess von Waren in einem stetig internationalisierteren Rahmen verläuft, Wirtschaftsräume entgrenzt werden, die Finanzmärkte sich der politischen Kontrolle immer mehr entziehen, dadurch Nationalstaaten und dem Wohlfahrtstaat auf Grund höherer sozialer Kosten der Bedeutungsverlust bzw. der Rückbau droht und nun auf Grund der verdichteten Kommunikation tatsächlich der direkte und weltweite Zugriff auf Wissen ermöglicht wird.
1 Einleitung: Die Einleitung etabliert die Fragestellung nach dem systemischen Zusammenhang zwischen Globalisierung und der Feminisierung der internationalen Migration als wissenschaftliches Phänomen.
2 Ausgewählte Migrationstheorien: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch eine Komposition aus Neoklassik, New Economics of Migration, Dualem Arbeitsmarkt und der globalen Perspektive.
3 Die Globalisierung: Es werden die Ursachen und ökonomischen Grundlagen der Globalisierung untersucht, wobei ein Fokus auf dem ökonomischen Strukturwandel seit den 1970er Jahren liegt.
4 Der kausale Zusammenhang zwischen Globalisierung und Migration: Dieses Kapitel belegt die These, dass Globalisierungsprozesse durch die Freisetzung von Arbeitskräften und Bedarf in den Zentren neue Formen der Migration generieren.
5 Die Feminisierung der Migration: Die spezifischen Bedingungen der Frauenmigration werden analysiert, wobei der Fokus auf geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung und dem ökonomischen Strukturwandel liegt.
6 Fazit: Das Fazit bestätigt den systematischen Zusammenhang zwischen Globalisierung und Migration und fasst die ökonomischen Ursachen und Folgen zusammen.
Globalisierung, Migration, Feminisierung, Weltwirtschaft, Arbeitsmigration, Strukturwandel, Peripherie, Zentrum, Transnationalismus, Migrationsnetzwerke, Kapitalismus, Global City, Informeller Sektor, Rimessen, Ökonomie.
Die Arbeit untersucht den systematischen Zusammenhang zwischen der Globalisierung und der Feminisierung der internationalen Migration.
Zentrale Themen sind Migrationstheorien, ökonomische Globalisierungsprozesse, die Rolle von transnationalen Unternehmen und die geschlechtsspezifische Segmentierung des Arbeitsmarktes.
Die zentrale Frage lautet, ob ein systematischer Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Globalisierung und der zunehmenden Feminisierung der internationalen Migration besteht.
Es wird eine theoretische Analyse auf Basis bestehender Migrations- und Globalisierungstheorien durchgeführt, ergänzt durch eine Auswertung empirischer Daten und regionaler Fallbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Herleitung der Globalisierung, eine Analyse der kausalen Zusammenhänge zwischen Globalisierung und Migration sowie eine vertiefende Betrachtung der Feminisierung der Migration.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Globalisierung, Migration, Feminisierung, Weltwirtschaftssystem, ökonomischer Strukturwandel und transnationale Räume.
Das Konzept dient dazu, die Prozesse der Globalisierung und deren Bedarf nach billigen, marginalisierten Arbeitskräften in urbanen Zentren verdichtet darzustellen.
Rimessen werden als Bestandteil der Überlebensstrategien von Haushalten und als ökonomisches Interesse peripherer Staaten an der Migrationsexportstrategie analysiert.
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