Diplomarbeit, 2009
110 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Das Internet
2.1 Die Entwicklung des Internets
2.2 Differenzierungsmerkmale des Neuen Mediums
2.2.1 Konvergenz und Digitalisierung der Übertragung
2.2.2 Digitalität und Ubiquität
2.2.3 Aktualität und „immediacy“
2.2.4 Multimedialität
2.2.5 Interaktivität
2.2.6 Hypertextualität
2.3 Neue Dimensionen der Internetnutzung
2.3.1 Fernsehen im Internet
2.3.2 Video on demand über das Internet
2.3.3 Videoportale
2.3.4 Podcast
2.4. Fazit
3. Print-, Audio-visuelle-Medien und das Internet in der Detailanalyse
3.1 Jugendliche
3.1.1 Warum ein Blick auf Jugendliche wichtig ist
3.1.2 Wie informieren sich Jugendliche?
3.1.2.1 Entwicklungen des Informationsverhaltens und Wechselwirkungen mit anderen Medien
3.2 Allgemeine Angaben zur Mediennutzung: Medienbesitz, Medienzeit und Medienbindung
3.2.1 Medienbesitz
3.2.2 Medienzeit
3.2.3 Medienbindung
3.3 Printmedien: ein detaillierter Blick auf die Nutzung von Zeitungen und Nachrichtenmagazine
3.3.1 Informationsfunktion der Printmedien: Zeitungen als Informationsmedium Jugendlicher
3.3.2 Glaubwürdigkeit von Printmedien
3.4 Audio-visuelle-Medien: Ein detaillierter Blick auf die Fernsehnutzung Jugendlicher
3.4.1 Nutzungszeit
3.4.2 Nutzungsmotive
3.4.3 Unterhaltungsfunktion des Fernsehens
3.4.4 Informationsfunktion des Fernsehens
3.5 Das Internet: ein detaillierter Blick auf die Nutzung des Internets
3.5.1 Nutzungszeit
3.5.2 Nutzungsmotive
3.5.2.1 Kommunikationsfunktionen des Internets
3.5.2.2 Informationsfunktion des Internets
3.5.2.3 Unterhaltungsfunktionenen des Internets
3.5.2.4 Multifunktionalität
3.5.3 Internet und Glaubwürdigkeit
3.6 Fazit
4. Die Folgen des Internets für die privaten Printmedien und öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland
4.1 Die Medienordnung der Bundesrepublik Deutschland
4.1.1 Spezielle Richtlinien für den Journalismus
4.1.2 Die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten und der Auftrag zur Grundversorgung
4.1.3 Die Einführung und Etablierung des privaten Rundfunks und Fernsehens
4.1.3.1 Die Auswirkungen des privaten Rundfunks und Fernsehens auf die Printmedien
4.1.3.2 Die Auswirkungen des privaten Rundfunks auf öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen
4.1.5 Zwischenfazit
4.2 Die Folgen des Internets für die privaten Printmedien
4.2.1 Reichweitenverluste
4.2.2 Entwicklungen bei den Rubriken- und Werbeanzeigen
4.2.2.1 Rubrikenanzeigen
4.2.2.2 Werbeanzeigen
4.2.3 Fusionen
4.2.4 Darstellung der Printmedien im Internet
4.2.4.1 Entwicklungen und Aufbau von Online-Zeitungen
4.2.4.2 Internetfernsehen von Tagezeitungen
4.2.4.3 Neue Konkurrenten im Internet
4.2.4.3 Page Impressions - Der Quotendruck im Netz und seine Folgen
4.2.5 Perspektiven
4.2.6 Zwischenfazit
4.3 Folgen des Internets für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und das öffentlich-rechtliche Fernsehen
4.3.1 Quote und Qualität - Der Status quo der Öffentlich-Rechtlichen
4.3.2 Online-Aktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen - Interne Zielsetzungen
4.3.3 Das Beihilfeverfahren und der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag
4.3.4 Die Umsetzungen im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag
5.3.4.1 Die Erneuerung des Entwicklungs- und Bestandsgarantie
4.3.4.2 Die Konkretisierung des bestehenden Auftrages
4.3.4.3 Redaktionelle Tätigkeiten
4.3.4.4 Die Nachweispflicht des publizistischen Mehrwertes für neue Angebote
4.3.5 Perspektiven
4.3.5.1 Exkurs: Der Public Value Ansatz der BBC
4.3.6 Zwischenfazit
4.4 Exkurs: Ausblick: Massenmedien im Internet: Qualität, Orientierung, Vertrauen
5. Ergebnisse und Ausblick
Die Arbeit untersucht den durch die Etablierung des Internets ausgelösten Medienwandel und dessen spezifische Folgen für die Konkurrenzsituation zwischen privaten Printmedien und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland, wobei ein besonderer Fokus auf dem Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen als Vorreitergeneration liegt.
1. Einleitung
Das rasante Heranwachsen und die Etablierung des Internets wirken sich auch signifikant auf die Medienbranche aus. Bereits etablierte Medien, wie die Zeitungen, das Radio oder das Fernsehen müssen sich auf neue Technologien und ein neues Rezipienten- und Konsumentenverhalten einstellen. Zudem entsteht ein neuer Wettbewerb in der Medienbranche in dem die etablierten Medien auf neue Konkurrenten und ein neues Umfeld stoßen. Ein Medienwandel ist im vollen Gange und fordert die Medienbranche heraus: „Wer sich in der Geschichte der Kommunikationstechniken ein wenig auskennt, weiß, dass jede neue Technik des Denkens Umschichtungen im Gefüge der vorhandenen Instrumente mit sich bringt.“ […] Ein Medienwandel führt nicht unbedingt zu einem Gleichgewicht. Manchmal schafft er mehr als er zerstört. Manchmal ist es umgekehrt.“ So Neil Postman in seinem Buch „Wir amüsieren uns zu Tode.“ Diese Aussage belegt Postman in seinem Buch mit der Erfindung Druckerpresse und zeigt damit, dass bereits vor vielen Jahrzehnten eine neue Technologie einen Medienwandel herbeiführte und zu starken Veränderungen führte: Der Buchdruck förderte und ermöglichte auf der einen Seite die Individualität, die Entwicklung der Prosa und die modernen Naturwissenschaften, auf der anderen Seite wurde der mittelalterliche Gemeinschaftssinn zerstört, die Poesie konnte anfangs nur von einem kleinen elitären Kreis von Lesenden genutzt werden und durch die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse wurde die Stellung der Religion in Frage gestellt. Nach der Entwicklung des Buchdrucks sorgten technische Neuerungen, wie die Entwicklung des Hörfunks, des Fernsehens oder die Etablierung des dualen Rundfunks in den 1980er Jahren erneut für einen Wandel in der Medienbranche. Aktuell erfolgt durch die Etablierung des neuen Mediums Internet ein neuer Wandel, der die bisherige Medienordnung verändert.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Medienwandel durch das Internet und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf die Medienordnung und die Konkurrenz zwischen privaten Verlagen und öffentlich-rechtlichen Anstalten.
2. Das Internet: Dieses Kapitel beschreibt die technische Entwicklung des Internets und definiert dessen Differenzierungsmerkmale wie Konvergenz, Digitalität, Aktualität und Interaktivität, die neue Nutzungsmöglichkeiten schaffen.
3. Print-, Audio-visuelle-Medien und das Internet in der Detailanalyse: Das Kapitel analysiert das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen, ihr Informationsinteresse und die Bedeutung von Medienbesitz sowie Medienbindung für die Nutzung von Printmedien, Fernsehen und Internet.
4. Die Folgen des Internets für die privaten Printmedien und öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland: Es wird die Medienordnung untersucht, der Wettbewerb zwischen Printmedien und Rundfunk analysiert und die rechtliche Auseinandersetzung um Internetaktivitäten (z. B. 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag) thematisiert.
5. Ergebnisse und Ausblick: Die Schlussfolgerung fasst zusammen, dass das Internet traditionelle Medien ergänzt statt sie zu verdrängen und fordert eine neue medienpolitische Gestaltung für ein faires Gleichgewicht zwischen kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Akteuren.
Medienwandel, Internetnutzung, Jugendliche, Medienordnung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Zeitungsverlage, Anzeigenmarkt, Digitalisierung, Medienkonvergenz, Rundfunkänderungsstaatsvertrag, Medienbindung, Informationsverhalten, Online-Medien, Qualitätsjournalismus, Wettbewerbsverzerrung
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Internets auf die deutsche Medienlandschaft, insbesondere im Hinblick auf den Wettbewerb zwischen privaten Zeitungsverlagen und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.
Zentrale Themen sind die veränderte Mediennutzung der Heranwachsenden, die wirtschaftliche Lage privater Printmedien, der öffentlich-rechtliche Auftrag und die medienrechtlichen Auseinandersetzungen im Zuge der Digitalisierung.
Ziel ist es, die Interessen der betroffenen Akteure im digitalen Wettbewerb offenzulegen und zu analysieren, ob wirtschaftliche Interessen der Verlage oder publizistische Qualität die Debatten um den öffentlich-rechtlichen Auftrag prägen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer fundierten Auswertung bestehender Studien (z. B. JIM-Studien, ACTA-Studien, ARD/ZDF-Langzeitstudien), um den Medienwandel theoretisch und empirisch zu begründen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Mediennutzung Jugendlicher, eine historische Betrachtung der Medienordnung sowie eine Untersuchung der Folgen des Internets für Printmedien und öffentlich-rechtliche Sender.
Zu den prägenden Begriffen gehören Medienwandel, Medienkonvergenz, Rundfunkänderungsstaatsvertrag, Jugendmediennutzung, ökonomische Anzeigenkrise und der öffentlich-rechtliche Funktionsauftrag.
Jugendliche dienen als Fokusgruppe, da sie als „Early Adopter“ mit dem Internet aufwachsen und ihr Mediennutzungsverhalten die Zukunftsfähigkeit traditioneller Medienangebote maßgeblich beeinflusst.
Private Verlage sehen in den gebührenfinanzierten Online-Angeboten von ARD und ZDF eine Wettbewerbsverzerrung, da sie ihre eigenen digitalen Angebote kommerziell gegen die „gebührenfinanzierte Presse“ behaupten müssen.
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