Diplomarbeit, 2003
141 Seiten, Note: 1,7
1 PROBLEMSTELLUNG
2 EINLEITUNG
2.1 Einführung ins Thema
2.2 Gang der Untersuchung
3 GRUNDLAGEN DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
3.1 Supply Chain Management zwischen Transaktionskostentheorie und Principal-Agent Theorie
3.1.1 Transaktionskostentheorie
3.1.2 Principal-Agent-Theorie
3.2 Der Bullwhip-Effekt
3.3 Supply Chain Operations Reference-Modell (SCOR)
3.4 Kollaborationsszenarien im Beziehungsverhältnis zwischen Unternehmen
3.5 Supply Chain Management
3.5.1 Supply Chain Management – Definition und Beschreibung
3.5.2 Ziele des Supply Chain Management
3.5.3 Integrationsstufen des Supply Chain Management
3.5.4 Probleme bei der Integration der Supply Chain
4 MANAGEMENTANSÄTZE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
4.1 Kooperative Ansätze
4.1.1 E-Procurement
4.1.2 Electronic Data Interchange (EDI)
4.2 Koordinierte Ansätze
4.2.1 Just-In-Time (JIT)
4.2.2 Vendor Managed Inventory (VMI)
4.2.3 Efficient Consumer Response (ECR)
4.3 Kollaborative Ansätze
4.3.1 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR)
4.3.2 Collaborative Supply Chain Management
4.3.3 Advanced Planning and Scheduling (APS)
5 SUPPLY CHAIN MANAGEMENT STUDIE
5.1 Studien Design
5.2 Datenbasis
5.3 Fragebogendesign
5.4 Datenanalyse
6 STUDIENERGEBNISSE
6.1 Instrumentalisierung der SCM-Ansätze und Definition der Erfolgskennzahlen
6.2 Deskriptive Betrachtung der Studienergebnisse
6.3 Erfolgsfaktorenanalyse
6.3.1 Korrelationsanalyse
6.3.1.1 Vorgehensweise und Durchführung der Korrelationsanalyse
6.3.1.2 Empirische Ergebnisse der Untersuchung
6.3.1.2.1 E-Procurement
6.3.1.2.2 Electronic Data Interchange
6.3.1.2.3 Just-in-Time
6.3.1.2.4 Vendor Managed Inventory
6.3.1.2.5 Collaborative Supply Chain Management
6.3.1.2.6 Advanced Planning and Scheduling
6.3.2 Regressionsanalyse
6.3.2.1 Vorgehensweise und Durchführung der Regressionsanalyse
6.3.2.2 Empirische Ergebnisse der Untersuchung
6.4 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen
6.5 Grenzen der Untersuchung und zukünftige Forschung
7 SCHLUSSBETRACHTUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und Verbreitung des Supply Chain Managements (SCM) und der zugehörigen Managementansätze in europäischen produzierenden Unternehmen zu analysieren. Dabei wird untersucht, welche Erfolgsfaktoren existieren und wie ausgewählte SCM-Ansätze die Unternehmensleistung beeinflussen, um eine wissenschaftliche Lücke bezüglich der empirischen Identifizierung dieser Faktoren zu schließen.
3.1.1 Transaktionskostentheorie
Ursprünglich wurde die Transaktionskostentheorie zur Erklärung der Entstehung von Unternehmen entwickelt (vgl. Coase, R.H., 1937 und vgl. Williamson, O.E., 1975). Coase zeigte 1937, dass die Koordinationsform der Unternehmung wegen der Existenz von Transaktionskosten unter Umständen effizienter arbeitet, als eine marktliche Koordinationsform (vgl. Coase, R., 1937 und vgl. Bohr, K., et al., 1981). Zur Beurteilung der Effizienz der unterschiedlichen Koordinationsformen legt die Transaktionskostentheorie als zu minimierendes Effizienzkriterium die Summe der jeweils anfallenden Produktionskosten und Transaktionskosten zugrunde (vgl. Williamson, O.E., 1985, Seite 22), dabei ist diejenige Koordinationsform auszuwählen, die die vergleichsweise geringsten Transaktionskosten verursacht.
Die Höhe der Transaktionskosten hängt von bestimmten Eigenschaften der zu erbringenden Leistung, von Verhaltensmerkmalen der ökonomischen Akteure und von der gewählten Organisationsform ab (vgl. Picot, A. und Franck, E., 1993, Seite 188). Williamson betrachtet als entscheidende Einflussgrößen auf die Transaktionskosten die drei Charakteristika (1) transaktionsspezifische Investitionen (Spezifität), (2) Unsicherheit einer Transaktion und (3) die Häufigkeit einer Transaktion (vgl. Williamson, O.E., 1985, Seite 52ff.), wobei nach Picot die Spezifität die stärkste Wirkung auf die Transaktionskosten hat. Insbesondere in Zusammenhang mit der Verhaltensannahme des Opportunismus wird Spezifität zum Problem (vgl. Picot, A., et al., 1996a, Seite 43). Unter dieser Annahme wird der eine Kooperationspartner die Bindung, die durch Investitionen in Form von „sunk costs“ in die Beziehung entsteht, opportunistisch ausnutzen, wenn er sich dadurch einen höheren Nutzen als durch ein kooperatives Verhalten verspricht.
1 PROBLEMSTELLUNG: Einführung in das Thema Supply Chain Management und Aufzeigen der Relevanz einer empirischen Analyse von Erfolgsfaktoren.
2 EINLEITUNG: Erläuterung der Motivation für SCM-Projekte, bedingt durch Outsourcing und steigenden Wettbewerbsdruck, sowie Darstellung des methodischen Vorgehens.
3 GRUNDLAGEN DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT: Theoretische Fundierung von SCM unter Einbezug von Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie sowie Vorstellung des SCOR-Modells.
4 MANAGEMENTANSÄTZE DES SUPPLY CHAIN MANAGEMENT: Systematische Gliederung der SCM-Ansätze in kooperative, koordinierte und kollaborative Instrumente.
5 SUPPLY CHAIN MANAGEMENT STUDIE: Beschreibung des Studiendesigns, der Datenbasis und der angewandten Analysemethodik zur Untersuchung der Erfolgsfaktoren.
6 STUDIENERGEBNISSE: Detaillierte Auswertung der empirischen Daten mittels Korrelations- und Regressionsanalyse zur Identifikation von Erfolgsfaktoren.
7 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Diskussion der Grenzen der Untersuchung und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Supply Chain Management, Transaktionskostentheorie, Principal-Agent-Theorie, Bullwhip-Effekt, SCOR-Modell, Collaboration, Erfolgsfaktoren, Regressionsanalyse, Korrelationsanalyse, E-Procurement, Just-in-Time, Vendor Managed Inventory, Fertigungsflexibilität, Wertschöpfungskette.
Die Diplomarbeit untersucht empirisch die Erfolgsfaktoren für produzierende Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung des Supply Chain Management (SCM) Ansatzes, um deren Wirkung auf den Unternehmenserfolg zu analysieren.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des SCM (u.a. Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie), die verschiedenen SCM-Ansätze (wie JIT, VMI, EDI) sowie die praktische Untersuchung deren Wirksamkeit in produzierenden Unternehmen.
Das primäre Ziel ist es, die Verbreitung von SCM-Ansätzen zu analysieren und empirisch zu belegen, welche dieser Ansätze als Erfolgsfaktoren für eine effizientere Wertschöpfungskette dienen können.
Der Autor führt eine empirische Studie in 75 Geschäftsbereichen durch. Die Daten werden anschließend mittels Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet, um Zusammenhänge zwischen den eingesetzten SCM-Instrumenten und Erfolgskennzahlen zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der SCM-Konzepte, eine detaillierte Vorstellung der Managementansätze (von E-Procurement bis Collaborative Supply Chain Management) und die anschließende empirische Erfolgsfaktorenanalyse anhand der erhobenen Primärdaten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Supply Chain Management, Erfolgsfaktoren, Wertschöpfungskette, Transaktionskostentheorie, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, Collaboration und verschiedene SCM-Instrumente wie EDI oder VMI.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die bloße Präsenz eines Supply Chain Executives in einem Unternehmen nach aktuellem Stand noch keine signifikanten Leistungsverbesserungen zur Folge hat.
Dies liegt daran, dass der Lieferant als upstream-party bei der autonomen Lagerverwaltung für den Kunden Sicherheitsbestände aufbaut, um Lieferfähigkeit zu garantieren, was den Lagerumschlag reduziert, obwohl dies für den Kunden Vorteile in der Logistik bietet.
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