Diplomarbeit, 2009
162 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsfrage und Zielsetzung der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Beratungsdiebstahl am österreichischen Markt für Consumer Electronics
2.1. Beratungsdiebstahl
2.1.1. Begriffsdefinition
2.1.2. Begriffsabgrenzung
2.1.3. Gründe für das Aufkommen von Beratungsdiebstahl
2.1.4. Voraussetzungen für ein Stattfinden von Beratungsdiebstahl
2.1.4.1. Einzelhandel als Distributionsmittler
2.1.4.2. Betriebsformenmerkmale
2.1.4.3. Vorkommende Betriebsformen im Beratungsdiebstahl
2.1.4.3.1. Fachgeschäft
2.1.4.4.2. Diskonter
2.1.4.4.3. Fachmarkt
2.1.4.4.4. Online-Shop
2.2. Consumer Electronics
2.2.1. Gründe für die Fokussierung auf Consumer Electronics
2.2.2. Begriffsdefinition
2.2.3. Marktbetrachtung
2.2.4. Betrachtung von Kundenfaktoren
2.2.5. Substitutionsgefahr
2.3. Besonderheit des Preisfaktors im Bereich Consumer Electronics
2.3.1. Stellenwert der Preispolitik
2.3.2. Preisniveau im E-Commerce
2.3.3. Preissuche via Preisagenturen
2.4. Ausgewählte empirische Ergebnisse
3. Relevante Aspekte des Konsumentenverhalten in Hinblick auf Beratungsdiebstahl
3.1. Grundlagen des Konsumentenverhaltens
3.2. Aktivierende Prozesse
3.2.1. Grundlagen der Aktivierung
3.2.2. Emotion
3.2.3. Motivation
3.2.3.1. Motivationstheoretische Grundlagen
3.2.3.2. Motive
3.2.3.3. Bedürfnisse
3.2.4. Einstellung
3.3. Kognitive Prozesse
3.3.1. Wissen und seine Entstehung
3.3.2. Informationsaufnahme
3.3.3. Informationsverarbeitung
3.3.4. Informationsspeicherung
3.4. Einflussfaktoren
3.4.1. Persönliche Merkmale
3.4.2. Soziale und kulturelle Aspekte
4. Kaufentscheidungsprozesse
4.1. Das Kaufentscheidungsmodell
4.2. Phasen des Kaufentscheidungsprozesses
4.2.1. Bedarfserkennung
4.2.2. Informationssuche
4.2.3. Bewertung von Alternativen
4.2.4. Die Kaufentscheidung mit anschließendem Kauf
4.2.5. Konsum und Nachkaufevaluierung
4.2.6. Entsorgung
4.2.7. Teilprozesse des Kaufentscheidungsprozesses mit besonderer Relevanz für Beratungsdiebstahl
4.3. Involvement
4.4. Arten von Kaufentscheidungen
4.4.1. Extensive Kaufentscheidung
4.4.2. Limitierte Kaufentscheidung
4.4.3. Impulsive Kaufentscheidung
4.4.4. Habitualisierte Kaufentscheidung
4.4.5. Für Beratungsdiebstahl relevante Arten von Kaufentscheidungen
5. Empirie
5.1. Aufstellen der Hypothesen
5.2. Darstellung des Forschungsdesigns und der Methodik
5.2.1. Methodik der Datengewinnung
5.2.2. Grundgesamtheit und Stichprobe
5.2.3. Erstellung des Fragebogens
5.3. Ergebnisse und Hypothesenprüfung
5.3.1. Beschreibung der Stichprobe
5.3.2. Prüfung der Hypothese 1
5.3.3. Prüfung der Hypothese 2
5.3.4. Prüfung der Hypothese 3
5.3.5. Prüfung der Hypothese 4
5.3.6. Prüfung der Hypothese 5
5.3.7. Prüfung der Hypothese 6
5.3.8. Prüfung der Hypothese 7
5.3.9. Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Conclusio
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Beratungsdiebstahls im Bereich Consumer Electronics. Ziel ist es, Gründe und Gesetzmäßigkeiten für dieses Verhalten zu identifizieren, indem Konsumenten, die Beratungsdiebstahl begehen, hinsichtlich ihres Entscheidungsverhaltens und ihrer demografischen Merkmale mit jenen verglichen werden, die dieses Verhalten nicht zeigen.
2.1. Beratungsdiebstahl
Vorab kann erwähnt werden, dass sich der Begriff Beratungsdiebstahl in der Praxis geprägt hat und ein bestimmtest Informations- und anschließendes Kaufverhalten der Kunden beschreibt. Der Begriff Beratungsdiebstahl findet sich daher in der Fachliteratur äußerst selten. Beratungsdiebstahl und Beratungsklau sind jedoch analog zu verstehen.
Die KMU Forschung Austria (vgl. 2007, S. 105) definiert den Begriff Beratungsdiebstahl als ein Informationsverhalten von Internet-Käufern, bei dem sich die Käufer vor dem Kauf im Internet-Einzelhandel im stationären Einzelhandel Informationen einholen und beraten lassen. Laut Müller-Hagedorn / Wierich (vgl. 2002, S. 109) erfährt der Einzelhandel, der seine Kunden mittels Verkaufspersonal berät, oftmals keinen Kauf als Abschluss des Verkaufsgespräches. Einer der Gründe, neben der Nichterfüllung der Erwartungen des Kunden, ist dass der Nachfrager sich nur informieren wollte um den Kauf später an anderer Stelle zu realisieren. In der Praxis wird dieses Phänomen als Beratungsklau bezeichnet.
Durch einen Mehrkanalvertrieb von Markenprodukten über verschiedene Distributionswege, wie zum Beispiel Fachhandel und Diskonter fördert ein Unternehmen das Auftreten von Beratungsklau - man lässt sich ausführlich beim Fachhändler beraten und kauft dann beim billigeren Diskonter (vgl. Schiller et al. 2005, S. 178). Auch Willenbrock (vgl. 2003, S. 58) weist darauf hin, dass die Fachhändler mit kompetentem und erfahrenem Verkaufspersonal derzeit auf ein gravierendes Problem treffen. Viele Kunden kommen in den stationären Handel und nehmen das Service der persönlichen Beratung in Anspruch, tätigen den Kauf jedoch nicht dort, sondern beziehen die Ware über einen anderen Distributionskanal, in welchem die Produkte günstiger zu erwerben sind, zumeist weil in diesem Kanal die Beratung nicht angeboten wird.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Beratungsdiebstahl ein, definiert das Phänomen und begründet die Relevanz der Untersuchung für den stationären Einzelhandel.
2. Beratungsdiebstahl am österreichischen Markt für Consumer Electronics: Hier werden Definitionen und Voraussetzungen des Beratungsdiebstahls sowie die spezifischen Rahmenbedingungen des CE-Marktes in Österreich behandelt.
3. Relevante Aspekte des Konsumentenverhalten in Hinblick auf Beratungsdiebstahl: Dieses Kapitel beleuchtet theoretische Grundlagen des Konsumentenverhaltens, wie aktivierende und kognitive Prozesse, die für die Kaufentscheidung relevant sind.
4. Kaufentscheidungsprozesse: Dieser Abschnitt beschreibt die Phasen des Kaufentscheidungsprozesses und analysiert, welche Schritte eine besondere Relevanz für das Auftreten von Beratungsdiebstahl aufweisen.
5. Empirie: Hier wird das Forschungsdesign dargestellt, die Hypothesen aufgestellt, die Befragung ausgewertet und die Ergebnisse kritisch geprüft.
6. Conclusio: Im abschließenden Kapitel werden die zentralen Ergebnisse interpretiert und Handlungsempfehlungen für betroffene Handelsbetriebe abgeleitet.
Beratungsdiebstahl, Beratungsklau, Consumer Electronics, Kaufentscheidungsprozess, Konsumentenverhalten, stationärer Handel, Online-Shopping, Preissensibilität, Informationssuche, Betriebsformen, Preisvergleichsdienste, Involvement, Marktforschung, Handelsmanagement, Multi-Channel-Effekte.
Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Beratungsdiebstahls", bei dem Kunden sich im stationären Handel ausführlich beraten lassen, das Produkt dann aber bei einem günstigeren Anbieter, beispielsweise einem Online-Shop, erwerben.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Konsumentenforschung (Kaufentscheidungsprozesse, Motivation, Einstellung) mit betriebswirtschaftlichen Analysen des Einzelhandelsmarktes für Consumer Electronics.
Das Ziel ist es, Unterschiede zwischen Kunden, die Beratungsdiebstahl begehen, und solchen, die dies nicht tun, zu identifizieren, um dem Fachhandel fundierte Handlungsgrundlagen zu bieten.
Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen empirischen Erhebung. Es wurden 282 Personen mittels schriftlicher Fragebögen und einer Online-Befragung befragt, wobei die Daten anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der theoretische Teil analysiert die psychologischen und kaufprozessbezogenen Hintergründe des Konsumentenverhaltens, während der empirische Teil die Hypothesen zum Beratungsdiebstahl anhand der erhobenen Daten prüft.
Die zentralen Begriffe sind Beratungsdiebstahl, Consumer Electronics, Kaufentscheidungsprozess, Informationssuche und Preispolitik.
Produkte aus diesem Bereich sind oft erklärungsbedürftig (hohe Beratung) und weisen gleichzeitig starke Preisunterschiede sowie eine hohe Online-Verfügbarkeit auf, was Beratungsdiebstahl begünstigt.
Die Untersuchung zeigt, dass bei Produkten ab einem Preis von 200 Euro die Wahrscheinlichkeit für Beratungsdiebstahl signifikant ansteigt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

