Masterarbeit, 2023
122 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Erkenntnisinteresse
1.2 Absicht und Inhalt
2 Kontextualisierung
2.1 Rettungsdienstlicher Kontext
2.1.1 Intension des Ausbildungsziels
2.1.2 Durchführung der Ausbildung
2.1.3 Ausprägung in Prüfungen
2.2 Lerntheoretischer Kontext „Agiles Sprintlernen“
2.2.1 Zielorientierung und Zielverfolgung
2.2.2 Klarheit und Transparenz
2.2.3 Planung des Lernens
2.2.4 Eigenaktivität und Eigenverantwortung
2.2.5 Feedback
2.2.6 Selbstreflexion
2.2.7 Autonomie
2.2.8 Kompetenzerleben
2.2.9 Soziale Eingebundenheit
2.3 Bildungswissenschaftlich-theoretischer Kontext
2.3.1 Konstruktivismus als theoretischer Begründungsrahmen
2.3.2 Konstruktivistische Ansätze in der Ausbildung von Gesundheitsberufen
2.4 Erkenntnisgewinn zur Kontextualisierung
3 Methodik
3.1 Relevanz und Einordnung der Forschungsmethodik
3.2 Methodische Konzeption
3.2.1 Theoretische Konzepte
3.2.2 Hermeneutische Verfahren
3.2.3 Artefakt-Analyse
3.3 Forschungsstand und Forschungslücke
3.4 Herleitung Forschungsfragen
4 Dekontextualisierung
4.1 High Responsibility Teams
4.2 Agiles Lernen
4.2.1 Agilität als Werteorientierung
4.2.2 Lernen als Umweltorientierung
4.2.3 Agile Methoden und „Scrumifizierung“
4.3 Kompetenzentwicklung
5 Rekontextualisierung
5.1 Beurteilung agiles Lernen
5.2 Verschränkung Kompetenz und Entwicklung
5.3 SWOT-Analyse des agilen Lernens
6 Conclusio
6.1 Beantwortung der Forschungsfrage
6.2 Diskussion und Limitierung
6.3 Erkenntnisse und Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Eignung des Konzepts „Agiles Lernen“ für die Kompetenzentwicklung in High Responsibility Teams (HRT) im Rettungsdienst. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine theoretische und konzeptionelle Analyse zu klären, inwiefern agile Lernmethoden – wie sie vornehmlich im Projektmanagement und der IT etabliert sind – auf die spezifischen Anforderungen und die hochverantwortungsvolle Tätigkeit im Rettungsdienst転 übertragen werden können, um eine kompetenzorientierte Ausbildung zu unterstützen.
Begriffseinordnung Kompetenz
Um eine Erkenntnis vorwegzunehmen: Der Begriff der Kompetenz entspringt nicht dem kultur- und sozialwissenschaftlichen Sprachgebrauch. Ursprünglich lag der Bedeutungszusammenhang auf der Befähigung zum beruflichen Handeln und bot eine pragmatische Orientierung an tatsächlichen, i.S. der wirklichen gesellschaftlichen (wirtschaftlichen, politischen und industriellen) Herausforderungen. Insofern spiegelt die Einführung des Kompetenzbegriffes die Forderung der Gesellschaft nach Individualität und deren Problem-Lösungsfähigkeit wider und geht hierbei auf Veränderungen der Arbeitswelt ein. Diese entwickelte sich weg von Industrialisierung, hin zu einer digitalen Arbeitswelt. Die heutige Verwendung ist der Versuch einer wirtschaftlichen und pädagogischen (fortbildungsorientierten) Zusammenführung. Bedarf und Bedürfnis nach formaler und informeller (Weiter-) Bildung sind wahrzunehmen und in konkreten Bildungsangeboten umzusetzen, wobei die Subjektorientierung im Vordergrund steht.
Die Gründe, die zu der Einführung von Kompetenzen führten, sind dreigeteilt (Fröhlich-Gildhoff 2014):
1. Während des im Jahr 1999 eingeleiteten Bologna-Prozesses wurde das Ziel formuliert, die Vergleichbarkeit der Studienabschlüsse in Europa zu ermöglichen. Abschlüsse und Qualifikationen sollten unter den Mitgliedsstaaten gegenseitige Anerkennung erfahren, die wiederum die Notwendigkeit zur Vereinheitlichung, bzw. Entsprechung der Abschlüsse und Qualifikationen bedeutet. Zudem sollten Abschlüsse, die als „niedrig“ interpretiert wurden, auf Bestandteile von „höheren“ Qualifikationen anerkannt werden. Dieses ging mit dem Gedanken einher, non-formale Kompetenzen im Qualifikationsprozess anerkennenswert zu gestalten.
2. Die Art der Qualifikationsvermittlung wurde von einer Input-orientierten zu einer zeitgemäßen Outcome-Orientierung verändert.
3. Die individuelle Bildungsbiografie löste die tradierten Ansätze einer gesamtbildenden Betrachtung ab. Hierbei wurde davon ausgegangen, dass alle Individuen mindestens ähnliche, wenn nicht gleiche Inhalte zu vermitteln zu bekommen haben.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz agilen Lernens in dynamischen Arbeitsumgebungen ein und begründet die Untersuchung im Kontext von High Responsibility Teams im Rettungsdienst.
2 Kontextualisierung: Das Kapitel verortet den Rettungsdienst und agile Lernansätze sowohl theoretisch als auch bildungswissenschaftlich, um ein Verständnis für die Ausgangslage zu schaffen.
3 Methodik: Hier wird das gewählte Forschungsdesign, basierend auf einer literaturbasierten Konzeptarbeit und sozialwissenschaftlicher Hermeneutik, dargelegt und begründet.
4 Dekontextualisierung: In diesem Teil werden HRT, agiles Lernen sowie Kompetenzentwicklung als eigenständige Konzepte analysiert, um eine Basis für deren Verschränkung zu bilden.
5 Rekontextualisierung: Die Konzepte werden zusammengeführt, beurteilt und anhand einer SWOT-Analyse im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit im Rettungsdienst evaluiert.
6 Conclusio: Abschließend werden die Forschungsfragen beantwortet, die Limitierungen diskutiert und der Mehrwert des agilen Lernens für High Responsibility Teams reflektiert.
Agilität, agiles Lernen, Ausbildung, High Responsibility Teams, Kompetenz, Kompetenzentwicklung, Scrum, Rettungsdienst, Notfallsanitäter, systemischer Konstruktivismus, Konstruktion, Rekonstruktion, Dekonstruktion, Lernfeld
Die Arbeit untersucht, ob und wie das pädagogische Konzept des „agilen Lernens“ dazu beitragen kann, notwendige Kompetenzen für High Responsibility Teams (HRT) im rettungsdienstlichen Umfeld effektiv zu entwickeln.
Die Arbeit behandelt die Schnittmengen zwischen agiler Methodik, der Ausbildung von Notfallsanitätern und anderen hochverantwortungsvollen Berufsgruppen sowie modernen lerntheoretischen Modellen.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwiefern das Konstrukt des agilen Lernens zur Kompetenzentwicklung in Situationen geeignet ist, in denen Handlungen unumkehrbar sind und Fehler vermieden werden müssen.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Forschungsarbeit, die auf hermeneutischen Verfahren, der Artefakt-Analyse und der Anwendung von SWOT-Analysen basiert, um einen theoretischen Transfer zwischen verschiedenen Disziplinen zu leisten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Kontextualisierung (Lehr-Lern-Modelle), eine Dekontextualisierung (Analyse von HRT und agilem Lernen) sowie eine Rekontextualisierung (Zusammenführung und Bewertung der Erkenntnisse).
Die zentralen Begriffe sind Agilität, agiles Lernen, High Responsibility Teams, Kompetenzentwicklung sowie professionelle Ausbildung und Qualitätssicherung.
Kompetenz wird hier definiert als die individuelle Bereitschaft, Operationen auf ausbildungsrechtlichen Grundlagen zu planen, deren Wirkung zu angemessenem und brauchbarem Handeln führt, um Transformationsbarrieren vom unerwünschten zum erwünschten Zustand zu überwinden.
Sie dient als Instrument, um den Lernfortschritt über die Zeit greifbar zu machen und durch Funktionen sowie Integrale beispielhaft zu visualisieren, wie Kompetenzentwicklung als kontinuierlicher Prozess betrachtet werden kann.
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