Bachelorarbeit, 2022
58 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition und konzeptionelle Grundlagen
2.1. Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern
2.2. Epidemiologische Prävalenzdaten
3. Zur Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern
3.1. Auswirkungen
3.2. Belastungsfaktoren
3.3. Tabuisierung und Parentifizierung als zentrale subjektive Belastungsfaktoren
3.4. Auswirkungen auf die Gesundheitskompetenz
4. Soziale Arbeit und Gesundheit
4.1. Relevanz der Gesundheitskompetenz in der Sozialen Arbeit
4.2. Schnittmenge der Sozialen Arbeit und dem Konzept Gesundheitskompetenz
5. Stärkung der Gesundheitskompetenz durch die Soziale Arbeit
5.1. Allgemeiner Handlungsbedarf
5.2. Konkrete Handlungsmöglichkeiten
5.2.1. Resilienz
5.2.2. Empowerment und Partizipation
5.2.3. Psychoedukation
6. Diskussion und Ausblick
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Diese Bachelor-Thesis untersucht, wie die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen, die mit psychisch kranken Eltern zusammenleben, durch Angebote und Interventionen der Sozialen Arbeit gezielt gestärkt werden kann. Angesichts der besonderen Belastungs- und Risikofaktoren dieser Zielgruppe zielt die Arbeit darauf ab, konkrete Handlungsmöglichkeiten innerhalb der Sozialen Arbeit zu identifizieren und den Bedarf für eine explizite konzeptionelle Verankerung dieses Themas in der Profession aufzuzeigen.
3.1. Auswirkungen
Bereits in den 80er Jahren konnte festgestellt werden, dass eine elterliche psychische Erkrankung Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder hat und die Entwicklung einer eigenen psychischen Erkrankung begünstigt. Die Untersuchungen legen dar, dass ca. ein Drittel der Kinder psychisch kranker Eltern eine langfristige psychische Krankheit entwickelt. Bei einem weiteren Drittel waren die psychischen Auffälligkeiten vorübergehend und bei dem restlichen Drittel wurden keine psychischen Störungen vermerkt (Rutter & Quinton, 1984, zitiert nach Lenz 2021, S. 16). Dieser Befund hat weiterhin Bestand, was durch weitere Studien belegt werden kann (z.B. Wiegand-Grefe et al., 2019).
Dabei ist stets mitzudenken in welchem Alter und Entwicklungsstadium sich die Betroffenen befinden. Im Kleinkindalter befinden sich Kinder in einem Modus der Umwelterkundung und entwickeln ein Bedürfnis nach Balance zwischen Routine und dem Erfahren von Neuem. Ebenfalls nimmt das Sprachverständnis und -vermögen zu, sodass sich in der Interaktion mit ihren Mitmenschen erste verbale Konzepte bilden können. Für Kleinkinder, mit psychisch erkrankten Eltern bedeutet das zunächst, dass sie in einer krankheitsgeprägten Umwelt aufwachsen und von jener beeinflusst werden. Die Neugier, der Erkundungsdrang und das aufkommende Streben nach Autonomie der Kleinkinder werden ggf. von den Ängsten der erkrankten Person gehemmt und eingeschränkt. Darüber hinaus beeinflussen die Verhaltensmuster der Eltern die Entwicklung der Bewertungssysteme der Kinder. Sind die elterlichen Entscheidungen und Bewertungen aufgrund einer Angststörung stets durch Angst geleitet, kann sich im Kleinkindalter ebenfalls ein ängstliches Verhaltensmuster entwickeln, was die weitere Entwicklung prägt (Wiegand-Grefe, Halverscheid & Plass, 2011, S. 69-70).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Lebenssituation von Millionen Kindern psychisch kranker Eltern in Deutschland und begründet die Relevanz der Stärkung ihrer Gesundheitskompetenz durch die Soziale Arbeit.
2. Begriffsdefinition und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel führt das Konzept der Gesundheitskompetenz ein und definiert die spezifische Zielgruppe sowie die epidemiologische Datenlage.
3. Zur Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern: Das Kapitel analysiert die psychosozialen Belastungen, Auswirkungen auf die Entwicklung sowie die zentralen Faktoren Tabuisierung und Parentifizierung.
4. Soziale Arbeit und Gesundheit: Hier wird die gesundheitssensible Perspektive der Sozialen Arbeit dargelegt und die Schnittmenge zum Konzept der Gesundheitskompetenz theoretisch sowie praktisch verortet.
5. Stärkung der Gesundheitskompetenz durch die Soziale Arbeit: Dieses Kapitel widmet sich dem Handlungsbedarf und konkreten Methoden wie Resilienzförderung, Empowerment und Psychoedukation.
6. Diskussion und Ausblick: Der Autor diskutiert die Ergebnisse und weist auf die Notwendigkeit einer expliziten konzeptionellen Gestaltung von Gesundheitskompetenz innerhalb der Sozialen Arbeit hin.
7. Fazit: Das Fazit resümiert die wesentlichen Erkenntnisse und betont die Wirksamkeit der vorgestellten Ansätze bei der Begleitung vulnerabler junger Menschen.
8. Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Gesundheitskompetenz, Soziale Arbeit, Psychisch kranke Eltern, Kinder und Jugendliche, Resilienz, Empowerment, Partizipation, Psychoedukation, Tabuisierung, Parentifizierung, Gesundheitsförderung, Vulnerabilität, Kindeswohl, Mental Health Literacy.
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, die Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen zu stärken, deren Eltern psychisch erkrankt sind.
Im Zentrum stehen die psychosozialen Belastungsfaktoren der Zielgruppe, die Bedeutung von Resilienz, Empowerment und Partizipation sowie der Aufklärungsbedarf durch Psychoedukation.
Die leitende Fragestellung lautet: „Wie kann die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern durch die Soziale Arbeit gestärkt werden?“
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Forschungsarbeit, die den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand systematisch sichtet und zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Lebensrealität betroffener Kinder, die Einordnung der Sozialen Arbeit im gesundheitlichen Kontext sowie die Identifikation konkreter Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung der Gesundheitskompetenz.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitskompetenz, Soziale Arbeit, Resilienzförderung, Empowerment und die spezifische Situation von Kindern psychisch kranker Eltern geprägt.
Die elterliche Erkrankung führt oft zu einer krankheitsgeprägten Umwelt, kann die kindliche Entwicklung durch Stressfaktoren und Desorientierung belasten und bis zur Herausbildung eigener psychischer Probleme führen.
Viele betroffene Kinder leiden unter Unwissenheit und Schuldgefühlen. Professionelle Psychoedukation kann hier aufklären, Ängste abbauen und ein Verständnis für die elterliche Krankheit sowie das eigene Befinden schaffen.
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