Examensarbeit, 2022
25 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
Aufbau und Beweggrund
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Klientenzentrierter Ansatz nach C. Rogers
2.2 Aktualisierungstendenz und Selbstaktualisierung
2.3 Selbstkonzept und Inkongruenz
2.4 Die drei Grundhaltungen
2.4.1 Kongruenz
2.4.2 Unbedingte Wertschätzung
2.4.3 Empathie
2.5 Selbstexploration
3. Heilpädagogische Praxis
3.1 Klientenbeschreibung
3.2 Institutionsanalyse
3.3 Anfangsphase
3.4 Hypothesenbildung I
3.5 Mittelphase
3.6 Endphase
3.7 Hypothesenbildung II
4. Gesamtreflexion der heilpädagogischen Praxis
4.1 Entwicklung des Klienten
4.2 Eigenreflexion
Die vorliegende Arbeit beschreibt die einjährige heilpädagogische Praxis in einem Familienzentrum und fokussiert dabei die Einzelbegleitung eines vierjährigen Jungen. Das primäre Ziel ist es, den klientenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers als Methode einzusetzen, um das Selbstkonzept des Kindes zu stärken, seine soziale Integration zu fördern und ihm zu ermöglichen, eigene Bedürfnisse sowie Emotionen angstfrei zu explorieren.
3.3 Anfangsphase
Unmittelbar vor Beginn meiner HPP habe ich ein Wochenpraktikum in der gleichen Einrichtung absolvieren dürfen. Am vorletzten Tag des Wochenpraktikums habe ich mich einem Erzieher der „Mondscheingruppe“, die Gruppe meines zukünftigen Klienten vorgestellt. Dabei erfuhr ich, dass sich die Kinder, die Gruppenleitung und der Rest der Fachkräfte gegenwärtig in Quarantäne befinden und kommende Woche wieder zurück sein werden. Im gegenseitigen und einvernehmlichen Informationsaustausch einigten wir uns vorab darauf, dass ich mir vorerst einen Einblick machen werde und ich mir gegebenenfalls ein potentielles Kind für die Einzelbetreuung aussuchen werde. Allerdings hat mir der Erzieher einen Jungen, (A., 4,4 Jahre) empfohlen, dem eine Einzelbetreuung im heilpädagogischen Kontext guttun würde, so der Erzieher. Ich habe seine Empfehlung und gleichzeitige Wunschäußerung erstmal, unter Vorbehalt, dankend angenommen.
Während der pandemiebedingten Abwesenheit meines potentiellen Klienten A., habe ich die Zeit bzw. zwei Termine dafür nutzen können, mir ein Bild von der Gruppe zu machen. Durch verschiedene Fragen zu der Person A., habe ich es geschafft das „Eis zu brechen“. Auf der einen Seite habe ich viele wertvolle Informationen, Erfahrungsberichte, Ansichten und Einschätzungen über A. erhalten, auf der anderen Seite habe ich habe die Chance genutzte und eine Vertrauensvolle, kooperative Zusammenarbeit in die „Wiege zu legen“. Mein erstes Treffen mit dem Klienten fand am dritten Einrichtungsbesuch in Form eines „Kennenlernspiels“ mit einem Baseball statt. A. befindet sich, wie vermutet im Toberaum und begebe mich mit langsamen Schritten dorthin. Ich erkenne A. und beobachte ihn vorerst aus der Entfernung. Der Ersteindruck bestätigt meine Vermutung, basierend auf meinen Vorinformationen, dass A. oft allein spielt und vermutlich Schwierigkeiten hat mit anderen Kindern gemeinsam zu spielen.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Rahmen der heilpädagogischen Praxis, stellt den Klienten A. vor und begründet die Wahl des klientenzentrierten Ansatzes.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel führt in den Ansatz von Carl Rogers ein, beschreibt die Aktualisierungstendenz, das Selbstkonzept sowie die Grundhaltungen Empathie, Kongruenz und unbedingte Wertschätzung.
3. Heilpädagogische Praxis: Der Hauptteil dokumentiert die konkrete Begleitung, angefangen bei der Beschreibung des Klienten und der Institution über die verschiedenen Phasen (Anfangs-, Mittel-, Endphase) bis hin zur fortlaufenden Hypothesenbildung.
4. Gesamtreflexion der heilpädagogischen Praxis: Das Fazit reflektiert die Entwicklung des Kindes im Verlauf der Begleitung sowie die eigene professionelle Haltung und methodische Arbeitsweise.
Heilpädagogische Praxis, Klientenzentrierter Ansatz, Carl Rogers, Selbstkonzept, Selbstaktualisierung, Empathie, Kongruenz, Unbedingte Wertschätzung, Selbstexploration, Beziehungsgestaltung, Kindheit, Sozialkompetenz, Heilpädagogik, Einzelförderung, Institutionsanalyse.
In dieser Projekthausarbeit wird die heilpädagogische Begleitung eines vierjährigen Klienten in einem Familienzentrum beschrieben und reflektiert.
Die Kernthemen sind der klientenzentrierte Beratungsansatz von Carl Rogers, die praktische Beziehungsarbeit mit einem Kind und die Bedeutung heilpädagogischer Grundhaltungen.
Das Hauptziel besteht darin, das Selbstkonzept des Klienten zu stärken und seine Selbstaktualisierungstendenzen zu unterstützen, um ihm eine bessere soziale Teilhabe in der Kindergruppe zu ermöglichen.
Der Autor verwendet den personzentrierten bzw. klientenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers, ergänzt durch phasenorientierte Prozessbegleitung nach Sue Culley.
Der Hauptteil gliedert sich in die Beobachtungs- und Anfangsphase, die durchführungsstarke Mittelphase sowie die gezielte Vorbereitung auf das Ende der Begleitung (Endphase).
Wichtige Begriffe sind Klientenzentrierung, Empathie, Kongruenz, Selbstexploration, heilpädagogische Praxis und Beziehungsdynamik.
„Momo“ dient als heilpädagogisches Medium, das als „Sprachrohr“ agiert und es dem Klienten erleichtert, Emotionen und Bedürfnisse zu verbalisieren und in Beziehung zum Berater zu treten.
Da der Klient eine starke Bindung aufgebaut hat, wird der Abschied als Verlust erlebt, weshalb der Autor Strategien wählt, um den Trennungsprozess behutsam und für das Kind bewältigbar zu gestalten.
In überfordernden Situationen zeigt sich der Klient oft durch Wut, Aggression oder Rückzug in reizarme Bereiche, um sich zu schützen, was auf eine geringere Frustrationstoleranz hinweist.
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