Bachelorarbeit, 2023
43 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Das Fresko Zug der heiligen drei Könige
2.1. Beschreibung
2.2. Der Künstler Benozzo Gozzoli
2.3. Zwischenfazit
3. Palazzo Medici Riccardi
3.1. Architektur des Palastes
3.2. Die Kapelle
3.3. Zwischenfazit
4. Die Medici
4.1. Cosimo de Medici
4.2. Politischer und sozialer Aspekt künstlerischer Repräsentation
4.3. Zwischenfazit
5. Der Zug der heiligen drei Könige – Symbol für Cosimos Politik?
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die politisch-repräsentative Bedeutung des Fresko-Zyklus "Zug der heiligen drei Könige" von Benozzo Gozzoli in der Kapelle des Palazzo Medici Riccardi. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die bewusste Einbindung von Porträts der Medici-Familie in das biblische Bildprogramm als gezieltes Symbol für politische und soziale Machtausübung durch Cosimo de' Medici interpretiert werden kann.
2. Der Zug der Heiligen Drei Könige
Wie einleitend erwähnt wurde, hat das Fresko von Benozzo Gozzoli einen hohen Stellenwert in den Darstellungen des Zuges der Heiligen Drei Könige auf ihrem Weg von Jerusalem nach Bethlehem. Geht es um die Selbstdarstellung der Medici in Malereien, kann dieses Werk häufig als Referenz gefunden werden, u.a. in Texten von Steffi Roettgen, Dale Kent und Christina Acidini Luchinat. Insbesondere der Fakt, dass es sich hier um eine Wandmalerei handelt, trägt dazu bei, denn diese hatte im Quattrocento mehrere wichtige Funktionen. Steffi Roettgen führt diese in Wandmalerei der Frührenaissance in Italien – Band 1 im Einzelnen auf. Laut Roettgen waren Wandmalereien in hohem Maße an die Bedürfnisse der Gesellschaft angepasst.
Sie sollen den Stiftern einen Platz im Jenseits garantiert haben und nebenbei auch den Einfluss und die Wichtigkeit der Stifter aufzeigen. Roettgen beschreibt den Unterschied zwischen Wandmalerei und Tafelmalerei, der darin bestehe, dass die Wandmalerei direkt auf die Wand aufgetragen werde und somit an die Architektur gebunden sei, Tafelmalerei könne hingegen verschickt und verkauft werden, wobei die Gefahr des Verlustes oder Zerstörung größer sei. Des Weiteren beschäftigt sie sich mit der Technik, die sich stark von der eines Gemäldes auf Leinwand unterscheidet: statt allein in einer Werkstatt habe der Künstler direkt auf der Wand gearbeitet, die zunächst mit Putz verkleidet worden sei. Für diese Verkleidung habe man zwei Schichten aufgetragen, Rauputz und Feinputz, auf die dann eine erste Zeichnung in roter Farbe angebracht worden sei. Bei der endgültigen Ausführung der Malerei habe es drei Techniken gegeben, die Freskotechnik, Temperatechnik und die Verwendung von Ölfarben.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung des Feiertags der Heiligen Drei Könige ein und stellt die Forschungsfrage zur politischen Intention hinter Benozzo Gozzolis Fresko im Palazzo Medici Riccardi.
2. Das Fresko Zug der heiligen drei Könige: Dieses Kapitel analysiert das Bildprogramm, die Technik sowie die spezifischen Dargestellten im Fresko und ordnet diese in den Kontext kunsthistorischer Diskurse ein.
3. Palazzo Medici Riccardi: Der Fokus liegt hier auf der Architektur des Palazzo als einem Ort der Macht und dessen funktionale Bedeutung für die Medici sowie der Rolle der Kapelle als privatem und öffentlichem Raum.
4. Die Medici: Es wird die historische Herkunft und der Aufstieg der Medici-Familie sowie die zentrale Bedeutung von Cosimo de' Medici für das Mäzenatentum im Florenz des 15. Jahrhunderts beleuchtet.
5. Der Zug der heiligen drei Könige – Symbol für Cosimos Politik?: In diesem Hauptteil werden die gegensätzlichen kunsthistorischen Positionen bezüglich einer möglichen politischen Deutung der ikonographischen Darstellung argumentativ gegenübergestellt.
6. Fazit: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Intention der Auftraggeber letztlich eine individuelle Auslegungssache bleibt, da keine expliziten Primärquellen existieren.
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Die Arbeit befasst sich mit dem Fresko "Zug der Heiligen Drei Könige" von Benozzo Gozzoli in der Kapelle des Palazzo Medici Riccardi und untersucht, ob dieses Werk als Instrument zur Machtrepräsentation der Medici-Familie verstanden werden kann.
Zu den Schwerpunkten gehören die Geschichte der Medici-Familie, die Architektur des Palazzo Medici Riccardi, kunsthistorische Analysen von Quattrocento-Wandmalerei und die Debatte um die Intention von Kunstaufträgen in der Renaissance.
Die zentrale Frage ist, ob die bewusste Einbringung der Familie durch Porträts in das Fresko durch Cosimo de' Medici als Symbol für seine politische sowie soziale Macht interpretiert werden kann.
Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische Deskription und Analyse kombiniert mit einer Literaturrecherche, um verschiedene Forschungspositionen (u.a. Steffi Roettgen, Dale Kent, Michael Wiemers) gegenüberzustellen und kritisch zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung des Freskos, eine Untersuchung der historischen und architektonischen Rahmenbedingungen des Standorts sowie eine tiefgehende Diskussion zu den politischen Intentionen des Auftraggebers.
Sie zeichnet sich durch die interdisziplinäre Verbindung von Familien- und Bankengeschichte der Medici mit ikonographischen und sozio-politischen Deutungsansätzen der italienischen Renaissance-Kunst aus.
Der Palast dient nicht nur als physischer Ort des Kunstwerks, sondern wird als Instrument der Macht verstanden, das durch seine Lage, Architektur und die Funktion der Kapelle aktiv die politische Stellung Cosimos untermauerte.
Es fehlen schriftliche Dokumente, in denen der Auftraggeber persönlich seine Absichten erläutert hat. Daher sind alle Interpretationen hinsichtlich einer "politischen Intention" auf indirekte Beweise und kunsthistorische Vermutungen angewiesen.
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