Bachelorarbeit, 2021
36 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
2. Framing als sprachwissenschaftliches Konzept
2.1. Ideologisches Framing
2.2. Value Framing
2.3. Methodisches Vorgehen
3. Wahlplakat Bündnis 90/Die Grünen
4. Wahlplakat AfD
4.1. Visuelles Framing
5. Wahlplakat CDU
5.1. Metapherframing
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie sprachliches Framing in politischen Wahlkämpfen gezielt eingesetzt wird, um Wähler zu beeinflussen und die öffentliche Wahrnehmung zu steuern. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche Framingstrategien Parteien nutzen, um ihre Positionen in Wahlplakaten der Bundestagswahl 2017 zu legitimieren und Konflikt- oder Lösungsszenarien zu skizzieren.
1. Einleitung
„Keiner versteht den anderen ganz, weil keiner bei demselben Wort genau dasselbe denkt wie der andere.” (Goethe zit. nach Eicher 2018: 12)
Dieses Verständnis der Sprachverarbeitung ist nicht nur in der Literatur relevant, sondern auch im Alltag und damit in der politischen Wirklichkeit. So formte die CDU bereits 1973 die Projektgruppe Semantik, die zum Ziel hatte, die Union sprachrethorisch für bevorstehende Wahlkämpfe auszubilden (vgl. Schramm & Wüstenhagen 2017: 222). Obwohl es diese Projektgruppe im Jahr 2017 nicht mehr gab, blieb die Intention, die Wahlkampagnen sprachlich möglichst klug zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird sich unter anderem auf metaphorische Sprachbilder bezogen. Diese haben starke Auswirkungen auf das Begreifen und Bewerten politischen Handelns, weil über Sprache abgerufene Frames Auswirkungen auf unser Denken haben. „Sprache übersetzt sich also direkt in Handlungen.” (Wehling 2020: 40).
Um die Relevanz des sprachlichen Framings zu verdeutlichen, wird nun auf zwei Beispiele verwiesen, bei denen Framing mit großer politischer Wirkung eingesetzt wurde und die Bedeutung dieser Kommunikationsstrategie hervorhebt.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Sprachverarbeitung für die Politik und Darlegung der forschungsleitenden Frage zur Nutzung von Framing in Wahlkampagnen.
2. Framing als sprachwissenschaftliches Konzept: Definition der zentralen Begriffe, Darstellung der neuro-kognitiven Grundlagen sowie der verschiedenen Framing-Formen.
2.1. Ideologisches Framing: Erläuterung, wie ideologische Konzepte durch gezielte Wortwahl direkt in einem Frame verankert werden.
2.2. Value Framing: Analyse der Nutzung gesellschaftlicher Werte als Bezugsrahmen in der politischen Kommunikation.
2.3. Methodisches Vorgehen: Vorstellung des methodischen Rahmens zur systematischen Zerlegung und Analyse von Wahlplakaten.
3. Wahlplakat Bündnis 90/Die Grünen: Interpretation des Plakats hinsichtlich seiner dramatisierten Aufbereitung der Klimakrise.
4. Wahlplakat AfD: Untersuchung der konfliktgeladenen Kommunikation und der Nutzung von Gegen-Framing in Bezug auf die Flüchtlingsdebatte.
4.1. Visuelles Framing: Analyse des Einflusses der Bildgestaltung auf die Gesamtwirkung des AfD-Wahlplakats.
5. Wahlplakat CDU: Analyse der integrativen, wertorientierten Strategie des CDU-Plakats und deren lösungsorientierte Ausrichtung.
5.1. Metapherframing: Detaillierte Betrachtung der Macht metaphorischer Ausdrücke wie „den Rücken stärken“ im Kontext der CDU-Kampagne.
6. Fazit: Zusammenfassende Gegenüberstellung der unterschiedlichen Framing-Strategien und Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Parteipositionen.
Politisches Framing, Wahlkampf, Sprachwissenschaft, ideologisches Framing, Value Framing, Metapherframing, Bundestagswahl 2017, Wahlplakate, Kommunikationsstrategie, Framing-Strategien, Kognitive Simulation, diskursive Macht, öffentliche Salienz, Wertorientierung, Strategisches Framing.
Die Arbeit untersucht, wie politische Parteien sprachliches Framing gezielt als Kommunikationsstrategie in ihren Bundestagswahlplakaten des Jahres 2017 eingesetzt haben, um Themen zu besetzen und Wähler zu beeinflussen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Klimadebatte (Bündnis 90/Die Grünen), die Flüchtlings- und Sicherheitsthematik (AfD) sowie die Themen Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt (CDU).
Das Ziel besteht darin, die Framingstrategien der Parteien offenzulegen, herauszuarbeiten, wie diese für die Kampagnen genutzt wurden, und die Wirksamkeit der gewählten Bilder und Begriffe auf die Zielgruppe zu interpretieren.
Die Autorin verwendet eine qualitative Framing-Analyse, die auf der Zerlegung in Frame-Elemente basiert und durch eine interdisziplinäre Einbettung in die Medienwirkungs- und Kognitionsforschung gestützt wird.
Nach einer theoretischen Einführung analysiert der Hauptteil exemplarisch drei Wahlplakate, wobei die jeweiligen Framing-Typen wie ideologisches, wertbezogenes und Metapherframing jeweils direkt an den Plakatinhalten demonstriert werden.
Zu den zentralen Begriffen gehören Politisches Framing, Wahlkampf, Metapherframing, ideologisches Framing, Strategisches Framing und die Analyse politischer Wahlplakate.
Das AfD-Plakat nutzt eine stark konfliktorientierte Sprache (Gegen-Framing) und thematisiert eine Bedrohung, während das CDU-Plakat einen integrativen, wertorientierten Ansatz verfolgt und auf ein positives Gefühl des Zusammenhalts setzt.
Metaphern wie „den Rücken stärken“ sind laut der Autorin besonders wirkungsvoll, da sie komplexe soziale Zusammenhänge wie Solidarität in ein für den Rezipienten leicht verständliches körperliches Schema übersetzen und somit langfristig im Gedächtnis bleiben.
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