Bachelorarbeit, 2019
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Veganismus
2.2 Positionen der Fachgesellschaften
2.3 Interessenvertreter und Tierrechtsorganisationen
2.4 Weitere Informationsmöglichkeiten
2.5 Wissenschaftlichkeit der Informationsquellen
2.6 Besonderheiten der pflanzlichen Ernährung
2.6.1 Vitamin B12 (Cobalamin)
2.6.2 Vitamin D (Calciferole)
2.6.3 Omega-3-Fettsäuren
2.6.4 Weitere potenziell kritische Nährstoffe
2.7 Veganismus als Risikofaktor – Veganismus als Protektivfaktor
2.8 Forschungsfragen und Hypothesen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Messinstrument der Erhebung
3.3 Auswertungsinstrument der Erhebung
4 Ergebnisdarstellung
4.1 Abschnitt Soziodemographie
4.2 Abschnitt Motivationskomplex
4.3 Abschnitt Ernährungsverhalten
4.4 Abschnitt Informationsverhalten
5 Auswertung der Ergebnisse
5.1 Diskussion und Interpretation
5.1.1 Soziodemographie
5.1.2 Motivation
5.1.3 Ernährungsverhalten
5.1.4 Informationsverhalten
5.2 Handlungsempfehlungen
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Informationsverhalten von VeganerInnen in Deutschland, um zu klären, welche Quellen diese Gruppe zur Ernährung nutzt und welche Rolle dabei Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spielen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und warum VeganerInnen alternative Informationsquellen bevorzugen und inwieweit ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Besonderheiten einer pflanzlichen Ernährung vorliegt.
2.1 Veganismus
Der Begriff „vegan“ wurde um 1944 von dem Gründer der englischen Vegan Society, Donald Watson (1910-2005), aus dem Begriff Veg-etari-an kreiert (Schlüter, 2018). Die Vegan Society definiert die vegane Lebensweise als eine, die „alle Formen der Ausbeutung von und Grausamkeit an Tieren für Nahrung, Kleidung und jeden anderen Zweck ausschließt, soweit es möglich und praktikabel ist“ (Vegan Society, 2019). Wie konsequent dies in den unterschiedlichen Lebensbereichen umgesetzt wird, bleibt in letzter Instanz eine individuelle Entscheidung. Für den Bereich der Ernährung einigten sich die Verbraucherschutzminister der Länder im April 2016 auf einheitliche Definitionen der Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“, der als Maßstab in der Lebensmittelüberwachung verwendet werden soll. Im Wortlaut gilt folgende Definition für vegane Lebensmittel: „Vegan sind Lebensmittel, die keine Erzeugnisse tierischen Ursprungs sind und bei denen auf allen Produktions- und Verarbeitungsstufen keine – Zutaten (einschließlich Zusatzstoffe, Trägerstoffe, Aromen und Enzyme) oder – Verarbeitungshilfsstoffe oder – Nicht-Lebensmittelzusatzstoffe, die auf dieselbe Weise und zu demselben Zweck wie Verarbeitungshilfsstoffe verwendet werden, die tierischen Ursprungs sind, in verarbeiteter oder unverarbeiteter Form zugesetzt oder verwendet worden sind.“ (BMEL, 2018, S. 1)
Vegetarier ernähren sich überwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln, wie Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen und schließen den Verzehr von Fleisch, Fisch und daraus hergestellten Produkten weitestgehend aus (Leitzmann & Keller, 2013, S. 21). Je nach Form des Vegetarismus können einzelne tierliche Produkte, wie Milch, Eier, Honig und deren Erzeugnisse enthalten sein (ebd.). Wenn von vegetarischer Ernährung die Rede ist, handelt es sich meist um die ovo-lakto-vegetarische Form, bei der neben Pflanzennahrung auch Milch, Eier und deren Produkte verzehrt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Trend zur veganen Lebensweise in Deutschland und skizziert die Problematik der Informationsversorgung sowie die Zielsetzung der vorliegenden Querschnittstudie.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Veganismus, vergleicht Positionen internationaler und nationaler Fachgesellschaften und diskutiert spezifische ernährungsphysiologische Aspekte wie kritische Nährstoffe.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird die Durchführung der Querschnittstudie mit 136 Teilnehmenden, das verwendete Messinstrument sowie die statistische Auswertungsmethodik beschrieben.
4 Ergebnisdarstellung: In diesem Teil werden die gesammelten Daten zu Soziodemographie, Motivation, Ernährungsweise und Informationsverhalten systematisch dargestellt.
5 Auswertung der Ergebnisse: Das Kapitel diskutiert kritisch die Resultate der Befragung, interpretiert diese im Kontext der Forschungsfragen und leitet konkrete Handlungsempfehlungen ab.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer fundierten Informationsgrundlage für die gesundheitliche Absicherung einer pflanzlichen Ernährungsweise.
Veganismus, Ernährungsverhalten, Fachgesellschaften, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Mikronährstoffe, Vitamin B12, Informationsquellen, Risikobewusstsein, Supplementierung, pflanzliche Ernährung, Gesundheitsförderung, Querschnittstudie, ProVeg, Tierrechte
Die Arbeit untersucht das Informationsverhalten von Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, und beleuchtet die Rolle, die klassische Fachgesellschaften im Vergleich zu anderen Akteuren (wie Vereinen oder Internetplattformen) bei der Wissensvermittlung einnehmen.
Neben dem Informationsverhalten werden auch soziodemographische Daten, die Motivation der VeganerInnen, spezifische Ernährungsgewohnheiten (inklusive Supplementierung) und das Bewusstsein für potenzielle gesundheitliche Risiken analysiert.
Das Ziel ist es, abzubilden, welche Informationsquellen von VeganerInnen bevorzugt genutzt werden und ob die DGE als maßgebliche Fachgesellschaft für diese Gruppe eine relevante und akzeptierte Informationsinstanz darstellt.
Es wurde eine quantitative Querschnittstudie mit einem nicht standardisierten Fragebogen an 136 Teilnehmenden durchgeführt, wobei ergänzend qualitative Elemente (wie offene Fragen) in den Methodenmix integriert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Hintergrund zum Thema Veganismus (einschließlich kritischer Nährstoffe), die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie die Ergebnisdarstellung und deren anschließende Diskussion.
Die Arbeit lässt sich am besten über die Begriffe Veganismus, Informationsverhalten, Fachgesellschaften, kritische Nährstoffe und gesundheitsbezogenes Informationsbedürfnis definieren.
Die Untersuchung zeigt, dass die DGE als Informationsquelle für vegan lebende Menschen kaum eine Rolle spielt und dort aufgrund widersprüchlicher oder als wenig aktuell wahrgenommener Positionen eine geringe Glaubwürdigkeit genießt.
Die Studie belegt, dass die untersuchte Gruppe insgesamt ein hohes Gesundheitsbewusstsein besitzt und durch die Einnahme von Supplementen (insbesondere Vitamin B12) sowie durch gezielte Informationssuche proaktiv versucht, Nährstoffmängeln entgegenzuwirken.
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