Bachelorarbeit, 2022
148 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Grundständige Akademisierung von Pflege
2.1.1 Hintergrund für die Entstehung von grundständigen Studiengängen
2.1.2 Entwicklung der Akademisierung in der Pflege
2.1.3 Ziele der Akademisierung in der Pflege
2.2 Möglichkeiten des Studiengangs Pflege
2.2.1 Der duale Studiengang Pflege
2.2.2 Der primärqualifizierende Pflegestudiengang
2.3 Pflegewissenschaft
2.3.1 Bedeutung von Pflegewissenschaft
2.3.2 Aufgaben der Pflegewissenschaft
2.4 Praxisanleitung
2.4.1 Definition von Praxisanleitung
2.4.2 Praxisanleitung im Pflegeberufegesetz
2.4.3 Aufgaben und Kernbereiche der Praxisanleitung
2.4.4 Qualifikation von Praxisanleitenden
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Literaturrecherche
3.2 Qualitative Forschung
3.3 Datenerhebung
3.3.1 Leitfadengestützte Experteninterviews
3.3.2 Auswahl der Interviewpartner*innen
3.3.3 Durchführung der Datenerhebung (Interviews)
3.3.4 Transkription
3.4 Datenauswertung
3.4.1 Qualitative Inhaltsanalyse
3.4.2 Zusammenfassende Inhaltsanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Welche Anforderungen und Erwartungen stellen Praxisanleitende an Pflegestudierende eines primärqualifizierenden Studiengangs?
4.2 Wie kann der Transfer von theoretischem Wissen in die Praxis erfolgen?
4.3 Welche Unterschiede gibt es in der praktischen Anleitung zwischen Pflegestudierenden und Auszubildenden?
4.4 Was gibt es für Herausforderungen in der praktischen Anleitung mit Pflegestudierenden?
4.5 Welche Kompetenzen und Qualifikationen benötigen Praxisanleitende in der Begleitung und Anleitung von primärqualifizierenden Pflegestudenten?
4.6 Auswertung soziodemografischer Daten
4.7 Was sind hochkomplexe Pflegeprozesse?
4.8 Spezielle Anleitungsformen für Pflegestudierende
4.9 Wünsche von Praxisanleitenden
5 Diskussion
5.1 Besonderheiten in der praktischen Anleitung von Pflegestudierenden
5.2 Anforderungen und Erwartungen an Pflegestudierende
5.3 Anforderungen an das Qualifikationsprofil von Praxisanleitenden
5.4 Anforderungen an die Hochschulen
5.5 Spezielle Anleitungsmethoden für Pflegestudierende
6 Limitation
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten und Herausforderungen bei der praktischen Anleitung von Studierenden aus primärqualifizierenden Pflegestudiengängen. Ziel ist es, den Bedarf an neuen methodisch-didaktischen Konzepten sowie einer erhöhten akademischen Qualifikation der Praxisanleitenden zu identifizieren, um den spezifischen Anforderungen dieser Studierendengruppe gerecht zu werden.
4.2 Wie kann der Transfer von theoretischem Wissen in die Praxis erfolgen?
In dieser Kategorie wird zusammengefasst, welche Möglichkeiten es gibt, hochschulisch erlerntes Wissen in die praktische Ausbildung zu integrieren. B3a geht davon aus, dass „vorher noch ein Schritt wichtig ist, dass man […] Skills Lab Trainings an der Hochschule macht“ (B3a, Absatz 25). Wichtig wäre, dass pflegerische Tätigkeiten vorab im dritten Lernort an der Hochschule trainiert werden, „dann kann man die Pflegetätigkeiten auch auf Station durchführen“.
Theoretisches Wissen kann in die Praxis transferiert werden, indem die Recherche in (pflege-) wissenschaftlichen Datenbanken in die Praxisanleitung integriert wird. Möglich ist dies, indem „man ihnen wissenschaftliches Infomaterial zur Verfügung stellt oder zumindest die Zugänge ermöglicht […] auf Datenbanken zurückzugreifen“ (B1a, Absatz 27). Als wichtig sehen akademische Praxisanleitende auf jeden Fall die wissenschaftliche Recherche. Studierende sollen „in Datenbanken, in wissenschaftlichen Quellen“ (B3a, Absatz 29) recherchieren oder eine Literaturrecherche durchführen. Eine weitere Möglichkeit wäre, sie „aktuelle wissenschaftliche Literatur“ (B2a, Absatz 25) lesen oder zu einem bestimmten Thema wissenschaftlich recherchieren zu lassen. Dazu müssen Praxisanleitende dementsprechend geschult sein und wissenschaftstheoretisches Wissen besitzen, um „sich dann auf jeden Fall mit wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinanderzusetzen“ (B6, Absatz 25).
Andere genannte Alternativen sind „Lern- und Arbeitsaufgaben“ (B9, Absatz 41), wo zum Beispiel ein hochkomplexer Fall beschrieben wird oder sie „vermehrt solche komplexen Patienten betreuen“ (B9, Absatz 43). Auf jeden Fall sollten die Gegebenheiten der Stationen berücksichtigt werden. In jedem Fall sollten stationsbezogene Lern- und Arbeitsaufträge generiert werden. „Man muss halt einfach dann wirklich schauen, was bietet die Station“ (B4a, Absatz 35).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Bedarf an akademisierter Pflege zur Sicherung der Versorgungsqualität.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Akademisierung der Pflege, verschiedene Studiengänge, die pflegewissenschaftlichen Grundlagen und das Berufsbild der Praxisanleitung.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird die qualitative Forschungsmethode, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die zentralen Befunde bezüglich Anforderungen, Wissenstransfer, Herausforderungen und notwendiger Kompetenzen für die Anleitung von Pflegestudierenden.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf gesetzliche Rahmenbedingungen, notwendige Qualifikationsprofile und die Rolle der Hochschulen.
6 Limitation: Dieses Kapitel reflektiert die Einschränkungen der gewählten Forschungsmethode und die Stichprobenauswahl der Studie.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit akademisch qualifizierter Praxisanleitender zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Praxisanleitung, praktische Ausbildung, Pflegestudierende, primärqualifizierende, Studiengang, Akademisierung, Pflegewissenschaft, Wissenstransfer, Anleitungskompetenz, Pflegeberufegesetz, qualitative Forschung, Experteninterview.
Die Arbeit untersucht, wie Praxisanleitende Studierende primärqualifizierender Pflegestudiengänge erfolgreich in der Praxis anleiten können und welche besonderen Herausforderungen dabei bestehen.
Im Zentrum stehen die Anforderungen an Pflegestudierende, der Transfer von wissenschaftlichem Wissen in die Praxis, Unterschiede zur herkömmlichen Ausbildung, notwendige Kompetenzen der Anleitenden und die Schnittstelle zwischen Hochschule und Praxis.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, aufzuzeigen, welche Anforderungen an Pflegestudierende gestellt werden, welche Herausforderungen sich ergeben und wie sich das notwendige Kompetenz- und Qualifikationsniveau der Praxisanleitenden durch die Akademisierung verändert.
Es wurde eine qualitative Forschungsstudie durchgeführt, die auf leitfadengestützten Experteninterviews mit neun Praxisanleitenden basiert, welche anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, das methodische Vorgehen, eine detaillierte Ergebnisauswertung der geführten Experteninterviews sowie eine anschließende wissenschaftliche Diskussion der Befunde.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Praxisanleitung, Pflegestudierende, primärqualifizierende Studiengänge, Akademisierung und Wissenstransfer definieren.
Die Definition variiert, wird jedoch oft über einen hohen Pflegeaufwand, komplexe Diagnosen, multimorbide Patientenfälle sowie eine schwierige häusliche oder soziale Situation der Patient*innen beschrieben.
Die Autorin schlussfolgert, dass aufgrund der komplexer werdenden Anforderungen ein akademischer Bachelorabschluss für Praxisanleitende künftig notwendig ist, ergänzt durch spezifische pflegepädagogische Kompetenzen.
Hochschulen werden in der Pflicht gesehen, den Kontakt zur Praxis zu intensivieren, mehr Transparenz über Studieninhalte zu schaffen und Praxisanleitende aktiv in die Begleitung der Studierenden einzubinden.
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