Bachelorarbeit, 2023
74 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Forschungsprozess und Aufbau der Thesis
2 Theoretischer Teil
2.1 Erschöpfungssyndrom und elterliches Burnout
2.1.1 Forschungsansätze und Definitionen
2.1.2 Symptomatik
2.1.3 Epidemiologie
2.1.4 Ätiologie
2.1.5 Erschöpfung und Burnout als medizinische Diagnose
2.1.6 Interventionen
2.2 Mutter-Kind-Kur
2.2.1 Gesetzliche Grundlagen
2.2.2 Indikationen
2.2.3 Konzept der Mutter-Kind-Kuren
2.2.4 Kurziele nach ICF
2.3 Relevante Einflussfaktoren auf Erschöpfungsgrad
2.4 Forschungsanliegen und Hypothese der vorliegenden Studie
3 Methode
3.1 Grundkonzeption der empirischen Studie
3.2 Durchführung der empirischen Studie
3.3 Methode der statistischen Datenanalyse
3.4 Beschreibung der Analyseinstrumente
3.4.1 Soziodemografische Daten
3.4.2 Erfassung des Erschöpfungsgrades (Kuraufnahmegespräch)
3.4.3 Erfassung des Erschöpfungsgrades (Kurabschlussgespräch)
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Hypothesenprüfung
4.2.1 T-Test
4.2.2 Chi-Quadrat-Test
5 Diskussion
5.1 Methodenkritische Betrachtung
5.2 Diskursive Auseinandersetzung mit Ergebnissen der empirischen Studie
Die Arbeit untersucht, ob eine dreiwöchige Mutter-Kind-Kurmaßnahme den individuellen Erschöpfungsgrad von Müttern in Erziehungsverantwortung erfolgreich verringern bzw. deren persönlichen Akkuladezustand erhöhen kann, wobei der Fokus auf einem retrospektiven quantitativen Ansatz unter Berücksichtigung systematischer Störvariablen liegt.
1.1 Problemstellung
Für das Wohlbefinden, eine hohe Lebensqualität sowie Leistungsfähigkeit sind die körperliche und die psychische Gesundheit gleichermaßen von Bedeutung. Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen Störungen (International Classification of Diseases, ICD-10: F00-F99) sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Der Anteil an Fehlzeiten belief sich im Jahr 2008 bei Frauen noch auf 11,1 % (Männer 6,3 %) und lag im Jahr 2017 bereits bei 14,3 % (Männer 8,6%). Damit stehen psychische und Verhaltensstörungen bei Frauen an zweiter Stelle nach Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und die des Bindegewebes (20,8%). Weiterhin steigt die Anzahl von Frauen mit einer Frühberentung aufgrund von psychischen sowie Verhaltensstörungen und das trotz insgesamt sinkender Zahlen von Renten durch eine verminderte Erwerbsfähigkeit. Im Jahr 2015 lag die Anzahl von Frauen, die durch eine psychische Störung frühberentet wurden, bei 42.677, mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2000 (19.950 Frauen). Psychische und Verhaltensstörungen verursachen in Deutschland bei Frauen die höchsten Krankheitskosten und belaufen sich auf 27,7 Milliarden Euro, welches einen Gesamtkostenanteil von 14,6 % ausmacht.
Frauen im erwerbsfähigen Alter werden durch die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit und die gleichzeitige Vereinbarung von Familie zunehmend vor Herausforderungen gestellt, zumal eine Etablierung im Berufsleben und die Gründung einer eigenen Familie beziehungsweise die aktive Familienphase oftmals zeitlich zusammenfallen oder sich überschneiden. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Angehörige gepflegt werden müssen, sodass die Übernahme von Betreuungs- und Versorgungsleistungen geregelt werden muss. Sowohl die Erziehung der Kinder als auch die Pflege von Angehörigen stellt viele Frauen vor die Aufgabe, berufliche und familiäre Verpflichtungen zu vereinbaren (Robert Koch-Institut [RKI], 2020, S. 66).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik steigender psychischer Belastungen bei Frauen ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, den Einfluss von Mutter-Kind-Kuren auf den Erschöpfungsgrad zu prüfen.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert das Erschöpfungssyndrom und elterliches Burnout, erläutert die Konzeption von Mutter-Kind-Kurmaßnahmen und beleuchtet relevante Einflussfaktoren für die spätere Datenanalyse.
3 Methode: Hier werden die Grundkonzeption, der Ablauf der empirischen Längsschnittstudie sowie die eingesetzten Analyseinstrumente und statistischen Verfahren beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Statistik der Stichprobe sowie die statistische Hypothesenprüfung mittels T-Test und Chi-Quadrat-Test hinsichtlich der Akkuladezustandsveränderungen.
5 Diskussion: Den Abschluss bildet die methodenkritische Reflexion der Vorgehensweise sowie eine diskursive Auseinandersetzung mit den erzielten Ergebnissen im Kontext bestehender Forschung.
Erschöpfungsgrad, Eltern-Burnout, Mutter-Kind-Kur, Akkuladezustand, psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Vorsorgemaßnahme, Care-Arbeit, Prävention, Soziodemografie, Längsschnittstudie, Familienbelastung, psychosoziale Belastung, Burnout-Syndrom, Gesundheitsförderung
Die Arbeit untersucht, ob eine dreiwöchige medizinische Vorsorgemaßnahme (Mutter-Kind-Kur) den individuellen Erschöpfungsgrad von Müttern in Erziehungsverantwortung reduzieren kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Untersuchung von elterlichem Burnout, den biopsychosozialen Belastungsfaktoren von Müttern sowie dem Potenzial stationärer Kurmaßnahmen als präventive Gesundheitsförderung.
Die zentrale Frage ist, ob durch eine dreiwöchige Mutter-Kind-Kur der individuelle Grad der Erschöpfung minimiert und der persönliche "Akkuladezustand" der Mütter erhöht werden kann.
Es wurde ein deduktives, quantitatives Studiendesign in Form einer retrospektiven Längsschnittstudie gewählt, bei der mittels standardisierter Fragebögen ein Prä-Post-Vergleich bei 100 Probandinnen durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Erschöpfungssyndromen sowie Kurkonzepten, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung und die anschließende statistische Auswertung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der "Erschöpfungsgrad", "Eltern-Burnout", "Mutter-Kind-Kur" sowie der in der Studie spezifisch verwendete Indikator "Akkuladezustand".
Störvariablen wie Erkrankungen während der Kur oder der Ausfall von Verordnungen werden analysiert, um sicherzustellen, dass die gemessene Verbesserung tatsächlich auf die Maßnahme zurückzuführen ist und nicht durch externe Faktoren verfälscht wurde.
Die Analyse zeigt einen statistisch signifikanten Anstieg des persönlichen Akkuladezustandes der Mütter nach der Kur mit einer starken Effektstärke, was die Wirksamkeit der Maßnahme in dieser Stichprobe belegt.
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