Bachelorarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Der deutsche Luftverkehrsmarkt
2.1 Erscheinungsformen des Angebots im Luftverkehr
2.1.1 Einteilung der (Passage-)Fluggesellschaften
2.1.2 Einteilung der Flughäfen
2.2 Rahmenbedingungen für LCC und Flughafengesellschaften
2.2.1 Deregulierung des Luftverkehrs
2.2.1.1 Ausgangssituation
2.2.1.2 Liberalisierung
2.2.2 Regulierung der Flughäfen
2.2.2.1 Eigentümerschaft
2.2.2.2 Beihilfen für Flughäfen und Fluggesellschaften
2.2.2.3 Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste
2.2.3 Besonderheiten der Nachfrage (Passagiere)
3 Flughäfen und LCC
3.1 Flughafenmanagement
3.1.1 Allgemeine Funktionen
3.1.2 Wertschöpfung eines Flughafens
3.1.2.1 Wertkette
3.1.2.2 Verkehrseinnahmen
3.1.2.3 Non-Aviation-Erlöse
3.1.3 Flughafen-Marketing
3.1.3.1 Bedeutung des Marketings
3.1.3.2 Marketing-Maßnahmen
3.2 Low-Cost-Carrier
3.2.1 Begriffsdefinition und Positionierung
3.2.2 Entwicklung der LCC
3.2.3 Charakteristika des Geschäftsmodells
3.3 LCC als Flughafen-Kunden
3.3.1 Flughafenwahl der LCC
3.3.2 LCC-Akquise aus Flughafen-Sicht
3.3.2.1 Gründe für die LCC-Akquise
3.3.2.2 Herausforderungen für das Flughafenmanagement
4 Fallbeispiel Dortmund Airport
4.1 Strategische Neuausrichtung des Flughafenmanagements
4.1.1 Marketing Dortmund Airport
4.1.2 Zukunftskonzept
4.2 LCC-Akquise des Dortmund Airport
4.2.1 NERES als Akquisitionsinstrument
4.2.2 Impulse durch NERES
4.2.2.1 LCC-Entwicklung in Dortmund
4.2.2.2 Einfluss auf ausgewählte deutsche Flughäfen
4.2.3 NERES vs. Wettbewerb?
4.2.3.1 Vorwürfe der EU-Kommission
4.2.3.2 Stellungnahmen Dritter
5 Entwicklungsmöglichkeiten
5.1 Stärken und Schwächen des Dortmund Airport
5.1.1 IST-Zustand
5.1.2 Konsequenzen
5.2 Zukunftsaussichten für LCC und Low-Cost-Flughäfen
5.2.1 Wettbewerb und Kostendruck
5.2.2 Markttrends
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Akquise von Low-Cost-Carriern (LCC) für das Flughafenmanagement und analysiert, wie Flughäfen ihre Strategien an die Anforderungen dieser neuen Kundengruppe anpassen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Am Beispiel des Dortmund Airport wird aufgezeigt, wie durch spezifische Förderprogramme und Marketingmaßnahmen das Passagieraufkommen gesteigert und eine strategische Neuausrichtung erreicht werden kann.
3.1.2.1 Wertkette
Der Flughafen wird als Dienstleistungsunternehmen betrachtet. Demnach sind die primären Aktivitäten der Flughafenwertkette unterteilt in Akquisitionsphase, Eingangslogistik, Kontaktphase und Nachkontaktphase. In Deutschland werden traditionell alle Aufgaben innerhalb der Wertkette vom Flughafenbetreiber geregelt – anders als z.B. in den USA, wo Fluggesellschaften oder Drittunternehmen die Wertschöpfung jenseits von Infrastruktur und Flugbetrieb übernehmen. Abbildung 1 Zeigt die Aktivitäten in der Wertschöpfungskette. Alle Phasen werden von der Positionierung des Flughafens beeinflusst und hängen voneinander ab. Die Ausrichtung spiegelt sich in den Differenzierungsmöglichkeiten bei der Vertragsgestaltung unter anderem durch die Höhe der Flughafenentgelte wider. Die eigentliche Leistungserstellung variiert ebenfalls: Je nach Flugzeuggröße werden unterschiedliche Anforderungen an die Infrastruktur gestellt; Hubs benötigen Möglichkeiten zur Abwicklung der Umsteigevorgänge und komplexere Bodenverkehrsdienstleistungen als Flughäfen mit reinem Charter- oder Low-Cost-Verkehr (s. auch Kapitel 3.3). Im Kapitel Flughafen-Marketing wird vor allem auf die Akquisition näher eingegangen. Aber auch die auf die Zielgruppe zugeschnittene Leistungserstellung (Kontaktphase) sowie Erkenntnisse aus der Nachkontaktphase spielen eine Rolle für das erfolgreiche Marketing eines Flughafens. Das Zusammenspiel dieser Aspekte macht den Flughafen attraktiv.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Phänomen des Low-Cost-Booms in Europa ein und stellt die Relevanz der LCC-Akquise für das Flughafenmanagement dar.
2 Der deutsche Luftverkehrsmarkt: Dieses Kapitel erläutert die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die strukturellen Veränderungen im Luftverkehrsmarkt, die zur Etablierung des Low-Cost-Modells führten.
3 Flughäfen und LCC: Hier werden die Managementanforderungen von Flughäfen im Umgang mit LCC, deren Geschäftsmodelle sowie die Spezifika der Flughafenwahl durch Billigflieger detailliert beleuchtet.
4 Fallbeispiel Dortmund Airport: Das Kapitel analysiert die strategische Neuausrichtung des Flughafens Dortmund und untersucht insbesondere das Förderprogramm NERES als Instrument zur LCC-Akquise sowie die Reaktion des Wettbewerbs.
5 Entwicklungsmöglichkeiten: Theorie und Praxis werden zusammengeführt, um strategische Handlungsoptionen für den Dortmund Airport abzuleiten und zukünftige Trends im Low-Cost-Markt zu bewerten.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, dass die LCC-Akquise trotz regulatorischer Herausforderungen eine essenzielle Chance für Sekundärflughäfen darstellt.
Low-Cost-Carrier, LCC, Flughafenmanagement, Dortmund Airport, NERES, Luftverkehrsmarkt, Flughafenmarketing, Passagierwachstum, Wettbewerb, Billigflieger, Infrastruktur, Standortentwicklung, Strategie, Wirtschaftsförderung, Luftverkehr.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Wachstums von Low-Cost-Carriern auf das Flughafenmanagement und analysiert, wie Flughäfen durch strategische Anpassungen von diesem Trend profitieren können.
Im Zentrum stehen die Rahmenbedingungen des Luftverkehrsmarktes, die Geschäftsmodelle von LCC, das Flughafenmarketing sowie die praktische Umsetzung einer Strategie zur LCC-Akquise.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Flughäfen ihre Wettbewerbsposition durch die gezielte Akquise von Low-Cost-Carriern verbessern können, unter Berücksichtigung von Kosten und infrastrukturellen Anforderungen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung zu den Rahmenbedingungen des Luftverkehrs und eine angewandte Fallstudie (Dortmund Airport), um die strategische Ausrichtung zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Flughafenfunktionen, LCC-Geschäftsmodellen und die detaillierte Analyse der LCC-Akquise, gefolgt von der praktischen Fallstudie des Dortmund Airport.
Die zentralen Schlagworte umfassen Low-Cost-Carrier, Flughafenmanagement, Dortmund Airport, NERES-Förderprogramm und Luftverkehrsmarkt.
NERES dient als offizielles Förderprogramm, das durch attraktive Paketpreise anstelle einer komplexen Entgeltordnung den Markteintritt und die Streckenerweiterung für Low-Cost-Carrier erleichtern soll.
Die EU-Kommission prüft solche Programme kritisch auf ihre Vereinbarkeit mit dem Wettbewerbsrecht, insbesondere hinsichtlich Transparenz, Nichtdiskriminierung und Verhältnismäßigkeit staatlicher Beihilfen.
Der Dortmund Airport wird als Pionier betrachtet, da er mit dem Programm NERES frühzeitig einen offiziellen, transparenten Rahmen für die Kooperation mit Low-Cost-Carriern geschaffen hat.
Das Einzugsgebiet ist ein kritischer Erfolgsfaktor für die Flughafenwahl von Airlines, da eine hohe potenzielle Nachfrage die Basis für eine profitable Streckennutzung bildet.
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