Masterarbeit, 2022
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter
2.1 Inhaltsbezogene Kompetenzen
2.2 Prozessbezogene Kompetenzen
2.3 Prädiktoren für spätere mathematische Leistungen
3. Zahlen und Operationen
3.1 Das Zählen
3.1.1 Erwerb und Niveaus beim Einsatz der Zahlwortreihe
3.1.2 Zählprinzipien
3.1.3 Zählstrategien
3.2 (Quasi-) Simultanerfassung
3.3 Teile- Ganzes- Verständnis
3.4 Entwicklung der Zahl- Größen- Verknüpfung
3.5 Operationsverständnis
4. Mathematik und die Sprache
4.1 Bedeutung der Sprache im Mathematikunterricht
4.2 Sprachliche Hürden
4.3 Mathematik bei Kindern mit Migrationshintergrund
5. Diagnosemöglichkeiten mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter
6. Zusammenfassung und Forschungsfragen
7. Methodik
7.1 Qualitativ orientiertes diagnostisches Interview: EMBI
7.2 Untersuchungsgruppe
7.3 Erhebungsdesign
7.4 Auswertungsdesign
8. Darstellung der Ergebnisse
8.1 Vorläuferfähigkeiten
8.2 Zählen
8.3 Stellenwerte
8.4 Strategien bei Addition und Subtraktion
8.5 Strategien bei Multiplikation und Division
8.6 Sprachliche Auffälligkeiten
9. Diskussion der Ergebnisse
9.1 Vorläuferfähigkeiten
9.2 Zwischenfazit
9.3 Zahlen und Operationen
9.4 Zwischenfazit
9.5 Weitere sprachliche Auffälligkeiten
9.6 Zwischenfazit
9.7 Schwachstellen des EMBI
10. Fazit und Ausblick
10.1 Ausblick – Förderperspektive
10.2 Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht, welche mathematischen Basiskompetenzen Kinder im Vorschulalter – unterteilt in Kinder mit und ohne Migrationshintergrund – aufweisen und welche sprachlichen Hürden dabei im Lernprozess auftreten können.
3.1.2 Zählprinzipien
Die Zählprinzipien ermöglichen zusammen mit der Fertigkeit des flüssigen Vorwärts- und Rückwärtszählens die Lösung einfacher arithmetischer Aufgaben (Lorenz, 2016, S. 46). Sie wurden von Gelman und Gallistel schon 1978 entwickelt (Gelman & Gallistel, 1978). In dieser Arbeit sollen sie nach Fuchs und Hess (2015; 2012) beschrieben werden, welche sich jedoch auf Gelman und Gallistel beziehen. Dabei handelt es sich um das Prinzip der Eins- zu- Eins- Zuordnung, das Prinzip der stabilen Ordnung, das Kardinalzahl- Prinzip, das Abstraktionsprinzip und das Prinzip der Irrelevanz der Anordnung (Lorenz, 2016, S. 24–27). Die Zählprinzipien entwickeln sich im Laufe des Gebrauchs der Zahlwortreihe, welche wie vorhin beschrieben, als Sprachkette anfängt, ohne dass die Kinder sich über irgendwelche Prinzipien bewusst sind (Lorenz, 2016, S. 37). Zählen ist jedoch mehr als nur das reine und automatische Aufsagen der Zahlwortreihe. Die Zählprinzipien verdeutlichen, dass der Zählvorgang äußerst komplex ist und Kinder diese beherrschen müssen, um erfolgreich zum richtigen Zählergebnis zu kommen (Hess, 2012, S. 57).
Das erste Zählprinzip ist das Eindeutigkeitsprinzip, bei welchem jedem der zu zählenden Gegenstände genau ein Zahlwort zugeordnet wird. Hierbei verfolgen einige Kinder den Weg, die zu zählenden Objekte während des Zählens anzutippen. So können jedoch leicht Zählfehler entstehen, indem ein Objekt zweimal angetippt wird, oder zwei Silben eines Zahlwortes auf zwei Objekte verteilt werden, z.B. „sie – ben“ wird beispielsweise zwei Objekten zugeordnet. Das aktive Verschieben hingegen ist weniger fehleranfällig. Die Kinder sollten also die bereits gezählten Objekte auf die Seite schieben, um eine höhere Sicherheit zu erzielen, dass wirklich jedem Objekt genau ein Zahlnamen zugeordnet wird. Das zweite Prinzip - das stabilen Ordnung - hält fest, dass die Reihe der Zahlwörter eine feste Ordnung hat und diese Reihenfolge bekannt ist. Dieses Prinzip lässt sich gut mit den Fingern verdeutlichen. Hier bieten sich Fingerverse, Zähllieder oder Ähnliches an. Durch das Kardinalitätsprinzip, welches das dritte Prinzip darstellt, wird ausgedrückt, dass das zuletzt genannte Zahlwort beim Zählprozess die Anzahl der Elemente der abgezählten Menge angibt. Wenn ein Kind beispielsweise nach dem Zählen von mehreren Objekten gefragt wird, wie viele Objekte es denn nun sind und es daraufhin wieder von Neuem anfängt zu zählen, wird dieses Prinzip noch nicht verfolgt.
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Relevanz der mathematischen Frühförderung und definiert die Forschungsfragen bezüglich mathematischer Kompetenzen und sprachlicher Auffälligkeiten bei Kindern im Vorschulalter.
2. Mathematische Kompetenzen im Vorschulalter: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen sowie die Prädiktoren für den späteren Lernerfolg.
3. Zahlen und Operationen: Hier werden die kognitiven Grundlagen wie Zähl- und Abstraktionsprinzipien sowie die Entwicklung des Zahlverständnisses detailliert analysiert.
4. Mathematik und die Sprache: Das Kapitel befasst sich mit der engen Kopplung von Spracherwerb und mathematischem Denken sowie den spezifischen Hürden für DaZ-Lernende.
5. Diagnosemöglichkeiten mathematischer Kompetenzen im Vorschulalter: Es erfolgt eine Gegenüberstellung gängiger Testverfahren, mit Fokus auf die Eignung des EMBI für die qualitative Forschung.
6. Zusammenfassung und Forschungsfragen: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem Fokus auf die empirische Untersuchung.
7. Methodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes unter Nutzung der EMBI-Interviewführung und des gewählten Auswertungsschemas.
8. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten in Bezug auf Vorläuferfähigkeiten und spezifische Zähl- und Rechenstrategien der Kinder.
9. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund bestehender Theorien und Analyse der Schwachstellen des Testinstruments.
10. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für die pädagogische Praxis der mathematischen Frühförderung.
Frühkindliche mathematische Bildung, EMBI, Zahlwortreihe, Zählprinzipien, Sprachliche Hürden, Mathematische Basiskompetenzen, Teilleistungsstörungen, Migrationshintergrund, Qualitative Forschung, Diagnose, Mengenverständnis, Vorläuferfähigkeiten, Rechenstrategien, Sprachförderung, Inklusive Pädagogik.
Die Masterthesis untersucht den aktuellen Stand der mathematischen Basiskompetenzen von Kindern im Vorschulalter und beleuchtet dabei insbesondere den Einfluss sprachlicher Fähigkeiten und migrationsspezifischer Unterschiede.
Zentrale Themen sind die mathematischen Vorläuferfähigkeiten, das Verständnis von Zahlen und Operationen, der Zusammenhang zwischen sprachlicher Entwicklung und mathematischem Denken sowie diagnosebasierte Methoden der Frühförderung.
Ziel ist es, empirisch zu ermitteln, über welche spezifischen mathematischen Kompetenzen Kinder im Vorschulalter verfügen und inwieweit Sprachbarrieren Einfluss auf ihre mathematische Leistungsfähigkeit nehmen.
Die Arbeit nutzt als qualitative Methode das „ElementarMathematische BasisInterview“ (EMBI), um in Einzelfallanalysen die mathematischen Denkwege und Strategien der Kinder detailliert zu erfassen und zu dokumentieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu mathematischen Konzepten (Zählen, Operationen, Sprache) und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Interviews mit Kindern in der Kita ausgewertet und diskutiert werden.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie mathematische Frühförderung, Zählstrategien, Sprachsensibilität im Unterricht und Diagnoseinstrumente für den Vorschulbereich charakterisieren.
Das EMBI erlaubt einen Einblick in die subjektiven Denkprozesse der Kinder, da es weniger auf standardisierte Testwerte als auf die Dokumentation des individuellen Lösungsverhaltens und der angewandten Strategien abzielt.
Die Autorin betont die Notwendigkeit einer differenzierten Beobachtung durch pädagogische Fachkräfte, um mathematische Lerngelegenheiten im Kita-Alltag gezielt zu integrieren und Kinder entsprechend ihres individuellen Kenntnisstandes zu fördern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

