Masterarbeit, 2020
172 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Wohnen von gestern
2.1. Vor- und Frühgeschichte
2.2. Antike
2.3. Mittelalter
2.4. Frühe Neuzeit
2.5. Bürgerlich-industrielles Zeitalter
2.6. 20. Jahrhundert
2.7. Zusammenfassung
3. Wohnen von heute
3.1. Wohnungsmarkt in Deutschland
3.2. Angebot
3.3. Nachfrage
3.4. Wohnraumentwicklung
3.5. Ausblick
4. Wohnen von morgen – die Rolle der Megatrends
4.1. Megatrends
4.2. Megatrend Globalisierung
4.2.1. Einführung in den Megatrend Globalisierung
4.2.2. Globalisierung in der Immobilienwirtschaft
4.2.3. Globalisierung auf dem Wohnungsmarkt
4.2.4. Home for Millennials
4.2.5. Micro-Living
4.2.6. Vertical Villages – Urbane Dörfer
4.2.7. Die Renaissance der Genossenschaften und Baugemeinschaften
4.2.8. Globalisierung verändert die Arbeitswelt
4.2.9. Generationenübergreifendes Wohnen
4.2.10.Urbane Einsamkeit
4.2.11.Zusammenfassung
4.3. Megatrend Mobilität
4.3.1. Einführung in den Megatrend Mobilität
4.3.2. Der Begriff »Mobilität«
4.3.3. Die Herausforderungen und Lösungsvorschläge für die Stadtentwicklung
4.3.4. Reduktion des Verbrennungsmotors
4.3.5. Reduktion des ruhenden Verkehrs und motorisierten Individualverkehrs
4.3.6. Stärkung der Fahrrad- und Fußgängerinfrastruktur
4.3.7. Smarte Steuerung / Autonomisierung
4.3.8. Einführung neuer Verkehrsmittel
4.3.9. Zusammenfassung
4.4. Megatrend Nachhaltigkeit
4.4.1. Einführung in den Megatrend Nachhaltigkeit
4.4.2. Der Begriff »Nachhaltigkeit«
4.4.3. Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft
4.4.4. Nachhaltigkeit auf dem Wohnungsmarkt
4.4.5. Ressourcen
4.4.6. Grünes Wohnumfeld – die Stadt als Ökosystem
4.4.7. Zusammenfassung
5. Handlungsfelder
4.5. Handlungsfelder beim Megatrend Globalisierung
4.6. Handlungsfelder beim Megatrend Mobilität
4.7. Handlungsfelder beim Megatrend Nachhaltigkeit
6. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit beleuchtet die historische Entwicklung, den aktuellen Status quo sowie die Zukunftsaussichten des Wohnraums in städtischen Kontexten. Ziel ist es, durch die Analyse globaler Megatrends Wege aufzuzeigen, wie urbane Strukturen sozial, ökologisch und ökonomisch sinnvoll und zukunftsfähig weiterentwickelt werden können, um als Impulsgeber für aktives gesellschaftliches Handeln zu fungieren.
Wohnen in der Jungsteinzeit (Neolithikum)
Seit Beginn der Menschheitsgeschichte vor etwa drei Millionen Jahren, wurde das Leben durch das Jagen und Sammeln bestimmt. Vom Vorderen Orient ausgehend ging der Mensch zur produzierenden Wirtschaftsweise über. Die Kenntnisse über Viehzucht, Acker- und Hausbau gelangten 5500. v. Chr. nach Mitteleuropa. In der Jungsteinzeit siedelten die Menschen bevorzugt in waldfreien Arealen an Seen und Mooren sowie Flüssen und Bächen, an welchen guter Boden vorzufinden war. Die Standortwahl war insbesondere von der Nutzbarkeit des Gebietes abhängig gewesen. Dazu gehörten lockere Böden für den Feldbau, sowie das natürliche Vorkommen von Wasser zur Versorgung der Menschen und des Viehs. Der Abstand einer Siedlung zum Wasser betrug meist 50 bis 250 m. Bei den ersten Siedlern wurden locker bewaldete Standorte auf Halbhöhenlage von Talhängen und Terrassenkanten bevorzugt an denen sich weilerartige Hofsiedlungen bildeten. Die Einzelhöfe standen meist mit einem Abstand von 50 bis 100 m zueinander, zwischen diesen Plätze für Vieh- und Landwirtschaft entstanden. Aus praktischen Gründen, fand der Feldanbau auf einem Plateau oberhalb des Hanges statt und das Vieh weidete in Wasser- und Hofnähe.
Ein Beispiel eines jungsteinzeitlichen Siedlungsbefundes, zeigt die Siedlung von Schernau, Landkreis Kitzingen in Bayern, aus der sich bemerkenswerte Erkenntnisse erzielen ließen. Die Befunde des mehrphasigen Hauses boten Einblicke in die architektonisch-konstruktive Gebäudeentwicklung und Informationen zu sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Das Wohnhaus wies einen schiffsförmigen Grundriss mit einer Grundfläche von etwa 71 m² auf. Eine Wand unterteilte das Gebäude in zwei Räume unterschiedlicher Größen. Im hinteren und kleineren Raum befand sich die Feuerstelle als Kochstelle und im vorderen größeren Raum ein Backofen, wo sich mehrere Arbeitsplätze nachweisen ließen. Die restlichen Bereiche wurden als Verkehrszonen, Schlafplätze, Ablage- und Sitzmöglichkeiten genutzt. In einer jüngeren Bauphase erhielt der große Raum einen Lehm-Estrichboden, auf welchem eine neue Feuerstelle errichtet wurde und der Hinterraum für anderen Nutzungen diente.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Megatrends für die zukünftige Gestaltung urbaner Wohnstrukturen ein und beschreibt die methodische Vorgehensweise durch Literaturanalyse und Experteninterviews.
2. Wohnen von gestern: Dieses Kapitel zeichnet die Geschichte des Wohnens vom Neolithikum bis zum 20. Jahrhundert nach, um Wandlungsprozesse in Gesellschaft, Architektur und Bautechnik zu verdeutlichen.
3. Wohnen von heute: Hier erfolgt eine kritische Wohnungsmarkt-Analyse in Deutschland, die Angebot, Nachfrage und aktuelle Rahmenbedingungen betrachtet, um eine Brücke zur Zukunft zu schlagen.
4. Wohnen von morgen – die Rolle der Megatrends: Die drei zentralen Megatrends Globalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit werden detailliert analysiert und auf ihre städtebaulichen Auswirkungen geprüft.
5. Handlungsfelder: Basierend auf den Experteninterviews werden konkrete Lösungsansätze und Handlungsfelder für die identifizierten Trends abgeleitet.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens zusammen, um Städte mittels technologischer Innovationen und sozialer Solidarität zukunftsfähig zu gestalten.
Wohnen, Megatrends, Globalisierung, Mobilität, Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt, Urbanisierung, Baukultur, Ressourcen, Soziale Gerechtigkeit, Experteninterviews, Architektur, Lebensqualität, Infrastruktur.
Die Arbeit untersucht, wie Megatrends die Vergangenheit, Gegenwart und vor allem die Zukunft des Wohnens beeinflussen und welche Auswirkungen diese Treiber des Wandels auf die städtebauliche Entwicklung haben.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den drei Megatrends Globalisierung, Mobilität und Nachhaltigkeit und deren praktischer Anwendung in der Stadtplanung und Architektur.
Ziel ist es, einen Ausblick auf zukunftsfähige urbane Strukturen zu geben und Architekten sowie Stadtplanern Handlungsempfehlungen zu bieten, um Städte sozial, ökologisch und ökonomisch lebenswert zu gestalten.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte Literaturrecherche zur historischen und aktuellen Lage des Wohnungsmarktes mit qualitativen Experteninterviews, um die Relevanz der Megatrends für die Gesellschaft zu verifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine Marktanalyse des gegenwärtigen Wohnraums, eine tiefgehende Betrachtung der drei Megatrends sowie eine Auswertung von Experteninterviews, aus denen konkrete Handlungsfelder hervorgehen.
Kernbegriffe sind Nachhaltigkeit, Mobilität, Globalisierung, Wohnraum, Stadtsoziologie, Ressourceneffizienz, soziale Durchmischung und innovative Wohnkonzepte.
Globalisierung führt laut der Arbeit zu steigendem Kapitaldruck und der Dominanz internationaler Investoren, was die Immobilienpreise erhöht und soziale Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum hat.
Da Mobilität untrennbar mit dem städtischen Leben verbunden ist, erfordert die ökologische Transformation eine Abkehr vom rein PKW-zentrierten Stadtmodell hin zu vernetzten, multimodalen Mobilitätsketten, die Zeit und Fläche effizienter nutzen.
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