Diplomarbeit, 2004
108 Seiten, Note: 2
Vorwort
Einleitung
TEIL I DIE AUSGANGSSITUATION
1 Demografische Entwicklung
2 Altersbilder
3 Die Anforderungen des Alters
4 Die Chancen des Alters
5 Der Stellenwert des Wohnens im Alter
6 Bestehende Angebote im Bereich Wohnen im Alter
6.1 Das Altenheim
6.2 Das Pflegeheim
6.5 Integriertes Wohnen
6.4 Mehrgenerationenwohnen
6.5 Selbstverwaltete Wohn- und Hausgemeinschaften
6.6 Betreutes Wohnen
6.7 Wohnen im Quartier
TEIL II ANALYSE UND AUFGABEN DES SERVICE- UND WOHNKONZEPTES
A Wohnen
1 Zielgruppen
2 Architekturen
3 Standortunterschiede zwischen Stadt und Land
3.1 In der Stadt
3.2 Auf dem Land
4 Die Bewohnervertretung
5 Barrierefreies Wohnen
5.1 Die Hauptanforderungen nach DIN 18025 Teil 1
5.2 Die Hauptanforderungen nach DIN 18025 Teil 2
5.3 Bauliche Anforderungen an Wohnkonzepte
5.4 Bedürfnisse der Bewohner
6 Besondere Wohnumfeldverbesserungen für Menschen mit Demenz
B Pflege und Betreuung
1 Gesundheitliche Beeinträchtigungen
2 Pflegerische Versorgung
3 Die Pflegeversicherung
3.1 Voraussetzungen und Leistungen der Pflegeversicherung
3.2 Die Einstufung der Pflegebedürftigkeit
4 Ambulante Dienste
4.1 Leistungen Ambulanter Dienste
4.2 Probleme der ambulanten Pflege in Verbindung mit der Pflegeversicherung
5 Grund- und Wahlleistungen
6 Teilstationäre Pflege
7 Stationäre Pflege
8 Die Pflege psychisch erkrankter Menschen
9 Pflege von Demenzkranken
10 Präventionen
11 Betreuung und Ansprache
C Zusätzliche Angebote
1 Die Bewohnervertretung und die Aufgaben der Sozialarbeit
2 Smart Home
2.1 Anwendungsbereiche des Smart Home
2.2 Care-O-Bot
3 Die Seniorenserviceagentur
3.1 Denkbare Tätigkeitsfelder
3.2 Weiterbildungsangebote
3.3 Die Ziele der Seniorenserviceagentur
3.4 Ehrenamt oder Vergütung
3.5 Rahmenbedingungen
4 Freizeitgestaltung älterer Menschen und Angebote
5 Carsharing
6 Ärzte und Dienstleister im Bereich Gesundheit
7 Care-Management
8 Präventive Angebote
8.1 Primäre Prävention
8.2 Sekundäre und tertiäre Prävention
9 Ambulante Hospize
10 Sozialpädagogische Betreuung
11 Biografisches Lernen und Empowerment
12 Haustierhaltung
13 Angebote für Demenzerkranken
14 Gästezimmer
15 Betreuung
16 Möbel und Hilfsmittel
17 Mobiler Notruf
18 Probleme bei zusätzlichen Angeboten
TEIL III RECHTSFORM UND FINANZIERUNG
1 Organisation und Finanzierung
2 Vermögensarten
2.1 Haushaltseinkommen von Rentnern
2.2 Die Vermögensbestände
2.3 Sofortrente
2.4 Pflegegeld
3 Baukosten
3.1 In der Stadt
3.2 Auf dem Land
4 Mieten
5 Nebenkosten
7 Pflegekosten
9 Grund- und Wahlleistungen
10 Kosten für Carsharing
11 Kosten für die Sozialarbeit
12 Kostenzusammenfassung
13 Rechtsform
Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein ganzheitliches Service- und Wohnkonzept für ältere Menschen zu entwickeln, das ein selbstbestimmtes, würdevolles und eigenverantwortliches Leben im dritten und vierten Lebensabschnitt ermöglicht. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie bauliche, pflegerische und soziale Rahmenbedingungen so gestaltet werden können, dass sie trotz zunehmender körperlicher oder kognitiver Einschränkungen im Alter die Autonomie bewahren und soziale Isolation verhindern.
3.1 In der Stadt
Menschen, die ihr Leben in der Stadt verbracht haben, sollten in ihrem dritten oder vierten Lebensabschnitt nicht zu einem Umzug aus ihrem bisherigen Lebensumfeld gezwungen werden. Vorhandene große Wohneinheiten bieten sich für Wohnungsanpassungen an und ermöglichen zentrale Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen. Um die Effizienz zu steigern, aber auch für die Koordination im Bereich Pflege und Betreuung, ist es sinnvoll, Häuser mit mehreren Wohnungen gleichzeitig anzupassen. Die Wohnungen werden den Bedürfnissen der älteren Bewohner angepasst. Für Wohnungsanpassungen lassen sich eine Reihe typischer baulicher Merkmale benennen, die berücksichtigt werden sollten.
Bei der Gebäude- und Wohnungserschließung sollte für Raum für zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten gesorgt werden, beispielsweise für kommunikationsfördernde Eingänge und Treppenhäuser. Es sollte in jedem Haus mindestens ein Aufzug vorhanden sein. Einladende Gemeinschaftsräume innerhalb des Hauses können zusätzlich für Begegnung sorgen. Halböffentliche oder öffentliche Flächen müssen sich von den privaten abheben. Einzelne Wohnungstypen, sowie die Größe der einzelnen Wohnungen sollten sich voneinander unterscheiden, um unterschiedlicher Nachfrage gerecht zu werden (vgl. KDA, 2003, Seite 76).
1 Demografische Entwicklung: Analysiert den Wandel der Gesellschaft hin zu einer alternden Bevölkerung und die damit verbundenen Herausforderungen für soziale Sicherungssysteme.
2 Altersbilder: Hinterfragt gesellschaftliche Klischees über das Altern und zeigt, dass das Alter als eine vielfältige Lebensphase mit Potenzialen zu begreifen ist.
3 Die Anforderungen des Alters: Erläutert die physischen und psychischen Veränderungen beim Übergang in den Ruhestand und die Notwendigkeit einer frühzeitigen Neuorientierung.
4 Die Chancen des Alters: Beschreibt die Möglichkeiten einer qualitativ wertvollen Lebensgestaltung im Alter durch kulturelle und soziale Teilhabe.
5 Der Stellenwert des Wohnens im Alter: Verdeutlicht, warum die vertraute Wohnung für Senioren den Lebensmittelpunkt bildet und wie Wohnbedingungen die Selbstständigkeit beeinflussen.
6 Bestehende Angebote im Bereich Wohnen im Alter: Gibt einen Überblick über aktuelle Wohnformen, von klassischen Heimen bis zu gemeinschaftlichen und quartiersbezogenen Projekten.
Service- und Wohnkonzept, selbstbestimmtes Leben im Alter, Barrierefreiheit, Bewohnervertretung, Sozialarbeit, demografischer Wandel, Pflegeversicherung, ambulante Pflege, Smart Home, Seniorenserviceagentur, Genossenschaft, Prävention, Care-Management, Wohnungsanpassung, Lebensqualität.
Die Diplomarbeit entwirft ein umfassendes Wohn- und Servicekonzept, das darauf ausgerichtet ist, älteren Menschen ein möglichst langes, selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben in ihrem eigenen Lebensumfeld zu ermöglichen.
Die Arbeit verbindet bauliche Voraussetzungen (Architektur, Barrierefreiheit), pflegerische und betreuende Strukturen sowie soziale Angebote und wirtschaftlich-rechtliche Finanzierungsmodelle für ein Leben im Alter.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Verzahnung von Wohnraumgestaltung und professioneller sozialpädagogischer Unterstützung ein alterns-gerechter Lebensraum geschaffen werden kann, der soziale Isolation verhindert und die Eigenständigkeit fördert.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung aktueller Studien zur Gerontologie, Demografie, Sozialgesetzgebung und Architektur, um daraus ein praxistaugliches Modell für die Sozialarbeit abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert die Ausgangssituation, entwickelt bauliche Anforderungen an Wohnkonzepte (Stadt vs. Land), beschreibt notwendige Pflegestrukturen und stellt zusätzliche soziale sowie technische Unterstützungsangebote wie „Smart Home“ oder Seniorenserviceagenturen vor.
Wesentliche Begriffe sind Service- und Wohnkonzept, selbstbestimmtes Alter, Barrierefreiheit, Bewohnervertretung, Sozialarbeit, Pflegemanagement und genossenschaftliche Rechtsform.
Die Bewohnervertretung ist das Herzstück des Modells, besetzt mit Sozialarbeitern, die als Ansprechpartner, Mediatoren und Koordinatoren zwischen den Bewohnern und den verschiedenen Dienstleistern agieren.
Die genossenschaftliche Rechtsform wurde gewählt, weil sie ein demokratisches „Ein Mitglied, eine Stimme“-Prinzip garantiert, eine eigentumsähnliche Sicherheit bietet und die Gleichbehandlung aller Mitglieder in den Vordergrund stellt.
Während in der Stadt vor allem die Anpassung und Barrierefreiheit bestehender Wohnstrukturen im Vordergrund steht, ermöglicht das Angebot auf dem Land mehr Freiraum für Neubauten, beispielsweise in Cluster-Bauweise mit zentralen Gemeinschaftsräumen.
Technische Hilfsmittel (Smart Home, Care-O-Bot) werden nicht als Ersatz für soziale Kontakte, sondern als ergänzende Werkzeuge betrachtet, die Sicherheit erhöhen und den Bewohnern helfen, ihre Autonomie länger zu bewahren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

