Diplomarbeit, 2009
132 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1. Motivation
1.2. Ziele der Arbeit
1.2.1. Modellierung
1.2.2. Validierung
1.2.3. Simulation
1.2.4. Validierung
1.3. Marktüberblick von Markov-Modellierungswerkzeugen
2. Grundlagen der Ökonomie und der Formalen Entscheidungsanalyse
2.1. Gesundheitsökonomie
2.2. Grundlagen der formalen Entscheidungsanalyse bzw. gesundheitsökonomischer Modellierung
2.2.1. Längerer Beobachtungszeiten
2.2.2. Lückenhafte oder fehlende Daten
2.2.3. Hypothesenbildung / Sensitivitätsanalysen
2.2.4. Zeit- und Kostenersparnis durch Modellierung
2.3. Die Entscheidungsmodelle
2.3.1. Weshalb Markov-Modell?
2.3.2. Grundlagen des Markov-Modells
2.3.3. Konstruktion und Repräsentation des Markov-Modells
2.3.4. Analyse
2.3.5. Einschränkungen herkömmlicher Markov-Modellierung und deren Lösungsmöglichkeit durch Einsatz des entwickelten Tools
2.3.6. Validierung
2.3.7. Validierung
2.3.8. Validierung
2.3.9. Validierung
2.4. Ökonomische Bedeutung des Diabetischen Fußsyndroms
3. Anforderungen und Pflichten des Modellierungstools
3.1. Zielbestimmung
3.2. Produkteinsatz
3.2.1. Verallgemeinerung
3.3. Produktumgebung
3.4. Produktfunktionen
3.5. Produktdaten
3.6. Benutzeroberfläche
3.7. Sicherstellung der Qualität des erstellten Modells
3.8. Testszenario
3.9. Ergänzungen
3.9.1. Lizenz
4. Architektur und Entwicklungsplattform
4.1. Eclipse
4.1.1. Was ist Eclipse?
4.1.2. Standard Widget Toolkit (SWT) und JFace
4.1.3. Architektur
4.2. Modellierung
4.2.1. EMF
4.2.2. GEF
4.2.3. GMF
4.2.4. GMF - Entwicklungsprozess des PROSIT-Editors
4.2.5. Generierter Editor
4.2.6. Integration eigener Plugins für den Editor
4.2.7. Anpassungen im Bereich der Modell-Präsentation
4.2.8. Testszenario
4.3. Simulation
4.3.1. Auslagerung in eigenes Plugin
4.3.2. Funktionalität der View
4.3.3. Testszenario
4.4. Validierung
4.4.1. Unterstützung durch EMF & GEF
4.4.2. Erweiterungen
4.4.3. Nachträgliche Erweiterungen der Expressionvalidierung bei Direct- und RecursiveBindings
4.4.4. Testszenario
5. Zusammenfassende Bewertung, zukünftige Erweiterungen und Ausblick
5.1. Diskussion
5.1.1. Eclipse als Entwicklungsplattform
5.1.2. Kritische Betrachtung des entwickelten Editors
5.2. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten
A. Benutzerhandbuch
A.1. Vorbereitungen
A.1.1. Installation
A.1.2. Projekt anlegen
A.2. Modellierung
A.2.1. Besondere Elementfunktionen
A.2.2. Modellorganisation
A.3. Simulation
A.4. Validierung
B. Mögliche Modellierungsfehler
C. Schnittstellen für die Erweiterung um eigene Plugins
C.1. PluginEditor
C.2. PluginDefinition
D. Screenshots aus der modellbasierten Entwicklung des PROSIT-Editors
6. Sequenzdiagramme für die Validierung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konzeption und Realisierung eines benutzerfreundlichen, modellbasierten Editors für gesundheitsökonomische Markov-Modelle, um die Erstellung und Simulation komplexer Krankheitsverläufe, insbesondere des diabetischen Fußsyndroms, zu erleichtern. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch den Einsatz modellgetriebener Entwicklung und spezieller Eclipse-Frameworks die hohen Anforderungen an die grafische Modellierung und Validierung in diesem medizinisch-ökonomischen Kontext effizient umgesetzt werden können.
2.3.1. Weshalb Markov-Modell?
Wie schon erwähnt, gilt es, je nach Anforderung, eines der beiden entscheidungsanalytischen Modelle, den Entscheidungsbaum oder das Markov-Modell, zu wählen.
In der medizinischen Evaluation treten viele Entscheidungssituationen ein, in denen eine Darstellung in einem Entscheidungsbaum nicht möglich ist. Das Defizit des Entscheidungsbaums beruht in seiner Modellstruktur, die nur einen Ereignisstrom in eine Richtung und somit keine Zyklen (z.B. wieder ausbrechende Krankheit nach Heilung) zulässt.
Das Markov-Modell knüpft an dieser Schwachstelle des Entscheidungsbaums an und unterstützt auch die Darstellung komplexer Entscheidungssituationen. Die Komplexität wird damit gehandhabt, dass eine Vorwärts- und Rückwärts-Bewegung zwischen den Gesundheitszuständen des Modells erlaubt ist und somit Rekursionen gebildet werden können (vgl. [MSR00], S. 25).
Zudem sind Markov-Modelle insbesondere dann zu präferieren, wenn aus medizinischen oder ökonomischen Gründen längere Zeithorizonte zu wählen sind (vgl. [US08], S. 293).
1. Einführung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Relevanz der gesundheitsökonomischen Evaluationsforschung und begründet den Bedarf an einem intuitiven Modellierungs-Editor für Markov-Modelle anhand der Komplexität chronischer Krankheiten.
2. Grundlagen der Ökonomie und der Formalen Entscheidungsanalyse: Dieses Kapitel führt in die gesundheitsökonomische Theorie ein und erläutert die methodischen Grundlagen sowie die spezifischen Anforderungen an Markov-Modelle in der Entscheidungsanalyse.
3. Anforderungen und Pflichten des Modellierungstools: Hier werden die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen an den Editor definiert, darunter Modellierung, Validierung, Benutzeroberfläche und Datenverwaltung.
4. Architektur und Entwicklungsplattform: Dieser Abschnitt beschreibt die technische Umsetzung auf Basis der Eclipse-Plattform unter Verwendung von EMF, GEF und GMF sowie die konkrete Implementierung der Editor-Features.
5. Zusammenfassende Bewertung, zukünftige Erweiterungen und Ausblick: Es erfolgt eine kritische Reflexion des entwickelten Editors sowie ein Ausblick auf potenzielle Erweiterungen und die zukünftige Entwicklung der Plattform.
A. Benutzerhandbuch: Eine praktische Anleitung zur Installation und Nutzung des Editors, illustriert durch zahlreiche Screenshots aus dem Anwendungsprozess.
B. Mögliche Modellierungsfehler: Diese tabellarische Übersicht dokumentiert verschiedene Fehlerarten bei der Modellierung und deren Validierungsstatus im Editor.
C. Schnittstellen für die Erweiterung um eigene Plugins: Hier werden die technischen Schnittstellen für Entwickler beschrieben, um das Tool durch eigene Plugins zu ergänzen.
D. Screenshots aus der modellbasierten Entwicklung des PROSIT-Editors: Eine visuelle Dokumentation der zugrunde liegenden Metamodelle und der technischen Konfiguration des Editors.
6. Sequenzdiagramme für die Validierung: Ein kurzer Hinweis zur Verfügbarkeit der technischen Sequenzdiagramme zur Validierungslogik.
Gesundheitsökonomie, Markov-Modelle, Entscheidungsanalyse, Diabetisches Fußsyndrom, PROSIT-Editor, Eclipse Modeling Framework, EMF, GEF, GMF, Modellbasierte Entwicklung, Simulation, Validierung, Kosten-Nutzen-Analyse, Software-Engineering, Gesundheitswesen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und technischen Implementierung einer benutzerfreundlichen Softwarelösung, dem PROSIT-Editor, die speziell für die Modellierung und Simulation gesundheitsökonomischer Markov-Modelle entwickelt wurde.
Im Zentrum stehen die gesundheitsökonomische Evaluationsforschung, die formale Entscheidungsanalyse unter Unsicherheit sowie die Anwendung modellgetriebener Softwareentwicklung mittels Eclipse-Frameworks.
Das Ziel ist die Bereitstellung eines intuitiven Werkzeugs, das Anwendern die Erstellung komplexer Krankheitsverlaufsmodelle ermöglicht und gleichzeitig eine automatisierte Validierung und Simulation dieser Modelle sicherstellt.
Die Arbeit nutzt die modellgetriebene Entwicklung (Model Driven Development) und verwendet Eclipse-Standard-Frameworks wie EMF, GEF und GMF, um ein semantisch valides Modellierungswerkzeug zu erzeugen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Ökonomie, die Anforderungsanalyse an das Tool, die detaillierte architektonische Gestaltung und Entwicklung der Plugin-Struktur sowie eine umfassende Dokumentation der Editor-Funktionen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Gesundheitsökonomie, Markov-Modelle, Modellbasierte Entwicklung, Eclipse-Plattform und Simulation geprägt.
Die Validierung stellt sicher, dass die Modelle syntaktisch und semantisch korrekt sind, was essenziell ist, da nur valide Modelle zu aussagekräftigen Ergebnissen in der Kosten-Nutzen-Analyse führen können.
Der Editor bietet eine intuitive grafische Oberfläche mit Funktionen wie Drag-and-Drop, Zusammenklappen (Collapse) von Modellelementen zur Wahrung der Übersichtlichkeit sowie eine direkte Validierungsunterstützung zur Fehlerprävention.
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