Bachelorarbeit, 2020
53 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Untersuchung der Modellsiedlung Wollepark in Delmenhorst
2.1 Der Aufbau des Geländes
2.2 Die Entwicklung des Wolleparks
2.2.1 Gründung des Wolleparks
2.2.2 Entwicklung bis zu der Jahrtausendwende
2.2.3 Das 21. Jahrhundert
2.2.3.1 Rettungsversuche von Bund und Ländern
2.2.3.2 Abriss von den ersten Wohnblöcken
2.2.3.3 Derzeitige Sachlage der Modellsiedlung
2.2.4 Einwohnerentwicklung
3 Das Nordwollegelände in Delmenhorst
3.1 Die Gründung der Nordwolle
3.2 Ein Einblick in den Wandel des Geländes
3.3 Der Status des Geländes nach der Schließung
3.4 Bezugnahme auf den Wollepark
4 Genauere Betrachtung von Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Wolleparks
4.1 Private Eigentümer und Eigentümergemeinschaften
4.2 Entwicklung der Neue-Heimat-Siedlungen von umliegenden Städten
4.3 Kriminalität als negativer Einfluss
4.4 Begutachtung der Architektur des Wolleparks
5 Prognose für das Gelände des Wolleparks
5.1 Maßnahmen zur Erreichung der Entwicklungsziele
5.2 Zukunftsvorhersage mittels Berücksichtigung der Einflussfaktoren
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Ursachen für das Scheitern der Modellsiedlung Wollepark in Delmenhorst, indem sie die historische Entwicklung des Wohngebiets analysiert und sie mit dem Wandel des angrenzenden Nordwollegeländes in Beziehung setzt. Das Ziel ist es, unter Einbezug von sozioökonomischen Faktoren, Architektur und städtebaulichen Maßnahmen zu erörtern, wie aus dem einstigen Prestigeprojekt ein sozialer Brennpunkt wurde und welche Prognosen für eine positive zukünftige Entwicklung bestehen.
2.1 Der Aufbau des Geländes
Um einen gesamtheitlichen Überblick über das Gelände des Wolleparks in Delmenhorst zu erhalten, wird in diesem Kapitel die Lage der Modellsiedlung innerhalb der Stadtstruktur begutachtet. Anhand dieser Übersicht wird der Aufbau der Wohnblöcke zu der Gründungzeit dargestellt. Inwiefern sich die Wohnkomplexe bis zu dem aktuellen Jahr 2020 strukturell verändert haben, wird in den folgenden Kapiteln aktualisiert.
Das über 45.000 qm große Gelände des Wolleparks liegt im Nord-Osten der Stadt Delmenhorst an der zentralen Nord-Süd-Achse. Westlich angrenzend befindet sich die Stedinger Straße und südlich die Nordwollestraße, auf der der Bahnhof domiziliert ist. An der östlichen Seite ist das Nordwollegelände beheimatet, das durch einen ein Meter hohen Maschendrahtzahn und eine dornige Hecke abgeschottet wurde. Die Zufahrtsstraße wurde über die Nordwollestraße eingeleitet und mit der Bezeichnung „Am Wollepark“ eröffnet. Die Modellsiedlung beinhaltete im Süden drei langgestreckte, in sich gestaffelte [...] Wohnblöcke, die bis zu neun Etagen aufwiesen.
Mit ausreichenden Stellplätzen und einer dreigeschossigen Großgarage sollte der Wohnraum für insgesamt 400 Familien konfiguriert werden. Im Ganzen befinden sich 14 Wohnblöcke auf dem südlichen Wolleparkareal, die unterschiedliche Größen aufweisen. Das äußere Erscheinungsbild ist mit hohen, grauen Häuserfassaden als Plattenbauarchitektur einzuordnen, die mit weißen Balkonen an jeder Wohnung unterbrochen wird.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Wolleparkbezirks in Delmenhorst ein und formuliert die Leitthese, dass eine Kombination aus Imageproblemen, Kriminalität und architektonischen Mängeln zur Stigmatisierung als sozialer Brennpunkt führte.
2 Untersuchung der Modellsiedlung Wollepark in Delmenhorst: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte historische Aufarbeitung der Siedlung, von der Gründung in den 70er Jahren über die Krisen bis hin zur gegenwärtigen Sanierungssituation.
3 Das Nordwollegelände in Delmenhorst: Hier wird der historische Wandel des angrenzenden Nordwollegeländes von der industrialisierten Wollkämmerei bis zu dessen heutigen Nutzung als denkmalgeschütztes Areal mit Kultur- und Wohnfunktion dargestellt.
4 Genauere Betrachtung von Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Wolleparks: In diesem Teil werden spezifische Faktoren wie Eigentumsverhältnisse, die gescheiterte Strategie der „Neuen Heimat“, Kriminalitätsentwicklungen und die architektonische Wirkung von Betonbauten kritisch beleuchtet.
5 Prognose für das Gelände des Wolleparks: Ausgehend vom Sanierungskonzept werden Maßnahmen zur Aufwertung sowie eine zukunftsorientierte Prognose entwickelt, wie eine Stabilisierung des Stadtteils erreicht werden kann.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das Scheitern des Wolleparks auf ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurückzuführen ist, wobei die Hoffnung auf eine positive Zukunft bestehen bleibt.
Wollepark, Delmenhorst, Nordwolle, Modellsiedlung, Stadtentwicklung, Sanierungsgebiet, Sozialer Brennpunkt, Wohnungsnot, Kriminalität, Architektur, Brutalismus, Eigentümergemeinschaft, Neue Heimat, Stadtplanung, Urbanität
Die Arbeit analysiert die Ursachen für den Niedergang und die Stigmatisierung des Wollepark-Viertels in Delmenhorst und untersucht, warum das ursprünglich als Modellvorhaben geplante Viertel als sozialer Brennpunkt gescheitert ist.
Die Untersuchung umfasst die städtebauliche Genese, die soziologische Entwicklung der Bewohnerstruktur, die Auswirkungen von Eigentümerinteressen sowie die architektonische Gestaltung und deren Wahrnehmung.
Die Forschungsfrage lautet: „Weshalb ist die Modellsiedlung Wollepark in Anknüpfung an den Wandel des Nordwollegeländes in Delmenhorst gescheitert?“
Es handelt sich primär um eine Literaturarbeit, die induktiv Aspekte verschiedener Zeitabschnitte und Einflussfaktoren aufbereitet, um eine sachliche Begründung des Scheiterns zu liefern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der Siedlungsentwicklung, einen Vergleich mit dem Nordwollegelände, eine detaillierte Untersuchung negativer Einflussfaktoren (wie Kriminalität und Architektur) sowie eine Prognose für die Zukunft des Geländes.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen den Wollepark, soziale Brennpunkte, Stadtentwicklung, Sanierung, Kriminalitätsstatistik, Architektur des Brutalismus und die historische Bedeutung der Nordwolle für Delmenhorst.
Die Nordwolle dient als Kontrastpunkt: Während das Industriedenkmal nach einer aufwendigen Restauration zum Aushängeschild der Stadt wurde, entwickelte sich der räumlich benachbarte Wollepark zum Problemgebiet.
Die „Neue Heimat“ wird für die Initiierung des Projekts zur Linderung der Wohnungsnot verantwortlich gemacht, jedoch auch für eine mangelnde Nachhaltigkeit in Planung und Instandhaltung, die später zum Verfall beitrug.
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