Examensarbeit, 2007
53 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Legitimierung des Unterrichtsvorhabens
2.1 Allgemeinpädagogische Legitimierung
2.2 Fachdidaktische Legitimierung
3. Gestaltung und Aufbau des Unterrichtsvorhabens
3.1 Bedingungen des Grundkurses 12
3.2 Zielsetzungen des Unterrichtsvorhabens
3.3 Didaktisch-methodische Entscheidungen
3.4 Entwicklung von Evaluationskriterien
3.5 Aufbau des Unterrichtsvorhabens
4. Exemplarische Darstellung einer Unterrichtseinheit
4.1 „Unser Federfußballspiel muss anders aussehen“
4.2 Reflexion der Unterrichtseinheit
5. Evaluation des Unterrichtsvorhabens
5.1 Evaluation mittels sportmotorischer Tests
5.1.1 Individuelles Hochhalten
5.1.2 Test der Spielfähigkeit
5.2 Evaluationsbogen
5.2.1 Einschätzung des motorischen Lernfortschrittes
5.2.2 Bewusstheit des Lernens – Einblick in den Sportunterricht
5.2.3 Selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen
5.2.4 Bewertung des Unterrichtsvorhabens
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein Unterrichtskonzept zur Förderung selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernens zu entwickeln, durchzuführen und zu evaluieren, wobei die Schüler in einem Sport-Grundkurs das Federfußballspiel unter Anleitung in Kleingruppen selbstständig erschließen.
3.3 Didaktisch-methodische Entscheidungen
Ausgangspunkt der folgend begründeten didaktisch-methodischen Entscheidungen für dieses Unterrichtsvorhaben ist das Ziel, die Schüler zu befähigen, Sport außerhalb der Schule „auch ohne professionelle Anleitung selbst zu gestalten.“ Dazu darf die gewählte Methode, die dieses Anliegen mit forcieren will, keinesfalls die Schüler auf einem Zugangsweg zum Sport festlegen, sondern stets genügend Raum zur eigenen Aneignung von Bewegungsfähigkeiten, aber auch –absichten bieten. Nämlich erst dann, „wenn sich Schüler mit eigenen Zielstellungen und Handlungsabsichten, mit [...] Vorlieben und Abneigungen in den Unterrichtsprozeß einmischen, kann das Lernen beginnen.“ Schon im Sinne der Reformpädagogen ist dabei „passives Lernen [...] ein Widerspruch in sich selbst.“ Wenn die Schüler nach ihrer Schulzeit Sport demnach sinnvoll selbstständig und eigenverantwortlich betreiben sollen, dann muss ihnen im Schonraum der Schule die Chance gegeben werden, dieses auch in Begleitung einer Lehrkraft zu erproben. Also müssen Methoden eines Unterrichtsvorhabens zur Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit eine möglichst bewusst ganzheitliche Begegnung mit dem Gegenstand ermöglichen, aber die Lerntätigkeit der Schüler keinesfalls durch einen vorgegebenen Rahmen zu engmaschig abstecken.
Berücksichtigt man den vorab geschilderten Gedanken sowie die Richtlinien, die für die Schüler den Erwerb von Methodenkompetenz fordern, die ihnen selbstständiges Lernen ermöglicht, so ist für dieses Unterrichtsvorhaben naheliegend, den Lernprozess selbst zu methodisieren. Damit soll die Bewusstheit des Lernens bei den Schülern verstärkt werden. Verfolgt wird dies allein schon bei der Planung und Durchführung des Unterrichtsvorhabens. Der Weg zum Federfußballspiel wird von den Schülern exemplarisch beschritten. Sie sollen die Herangehensweise an die für sie neue Sportart zuerst einmal auf andere Sportarten, aber auch auf fachfremde Gegenstände übertragen können. Gerade in der heutigen Zeit mit immer wieder sich neu entwickelnden Trendsportarten müssen die Schüler die Kompetenz besitzen, sich neue „Formen und Varianten der Sport- und Bewegungskultur selbst anzueignen“, um im Sportbereich handlungsfähig zu sein.
1. Einleitung: Vorstellung des Ziels, ein Unterrichtskonzept zur Förderung der Selbstständigkeit im Sportunterricht zu entwickeln, basierend auf dem Federfußballspiel.
2. Legitimierung des Unterrichtsvorhabens: Begründung des Vorhabens durch allgemeinpädagogische Anforderungen an Schlüsselqualifikationen und die fachdidaktischen Vorgaben des erziehenden Sportunterrichts.
3. Gestaltung und Aufbau des Unterrichtsvorhabens: Beschreibung der Rahmenbedingungen des Kurses, der Lernziele und der didaktisch-methodischen Entscheidungen, insbesondere der Methoden "Lernen durch Lehren" und Projektlernen.
4. Exemplarische Darstellung einer Unterrichtseinheit: Detaillierte Schilderung der fünften Unterrichtseinheit zur Veranschaulichung der praktischen Umsetzung und Reflexion.
5. Evaluation des Unterrichtsvorhabens: Analyse der gewonnenen Daten aus sportmotorischen Tests und Schüler-Evaluationsbögen zur Bewertung der Wirksamkeit des Konzepts.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Diskussion des Vorhabens und Reflexion über die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Fächer und Jahrgangsstufen.
Federfußball, Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Sportunterricht, Lernen durch Lehren, Projektlernen, Evaluation, Unterrichtskonzept, Sportpädagogik, Schülerorientierung, Methodenkompetenz, Schulsport, Schlüsselqualifikationen, Lehrerausbildung, Unterrichtsgestaltung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines speziellen Unterrichtskonzepts im Fach Sport, das darauf abzielt, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit von Schülern in der gymnasialen Oberstufe zu fördern.
Die zentralen Themen umfassen die Öffnung des Sportunterrichts, die Methode des "Lernens durch Lehren", das Projektlernen, die Förderung von Schlüsselqualifikationen sowie die Evaluation von Unterrichtsprozessen.
Das Ziel ist es, die Schüler zu befähigen, Sport selbstständig zu planen und zu gestalten. Dabei soll erprobt werden, ob sich durch das beispielhafte Vorhaben im Federfußball die Selbstständigkeit der Schüler fördern lässt und welche Möglichkeiten sowie Grenzen dieses Konzept bietet.
Es handelt sich um ein handlungsorientiertes Unterrichtsvorhaben in einem Sport-Grundkurs der Jahrgangsstufe 12, das durch sportmotorische Tests und schriftliche Evaluationsbögen der Schüler empirisch ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die Planung des Aufbaus, die beispielhafte detaillierte Darstellung einer Unterrichtseinheit sowie die umfassende Evaluation der Lernergebnisse und des Lehrverhaltens.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Federfußball, Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Lernen durch Lehren, Projektlernen und Evaluation charakterisiert.
Die Sportart wurde aufgrund ihrer Unbekanntheit gewählt, um allen Schülern eine gleiche Ausgangslage zu bieten. Sie wurde in sechs Doppelstunden durch die Schüler selbst in Gruppen geplant, durchgeführt und variiert.
Die Schüler bewerteten das Konzept insgesamt sehr positiv und sahen darin eine gewinnbringende Erfahrung. Kritisch angemerkt wurden teilweise der geringe Einsatz des Lehrers (als Konsequenz der Aufgabenübertragung) und der Wunsch nach mehr Zeit für eine Vertiefung der Sportart.
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