Diplomarbeit, 2009
53 Seiten, Note: Sehr gut
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Methodik
3 ICD 10 – Kapitel V
4 Definitionen
4.1 Schizophrenie – woher kommt der Begriff
4.2 Vorkommen in unserer Gesellschaft
5 Symptome
5.1. Primärsymptome
5.2. Sekundärsymptome
6 Ursachen
6.1 Biopsychosoziales Modell
6.2 Vulnerabilitäts (Verletzlichkeits-)-Modell
7 Diagnose
7.1 Wie wird die Diagnose gestellt?
8 Formen der Schizophrenie
8.1 Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
8.2 Hebephrenie
8.3 Schizophrenia simplex
8.4 Katatone Schizophrenie
8.5 Schizophrenes Residuum
9 Verlauf
10 Therapie
10.1 Elektrokrampftherapie – EKT
10.1.1 Geschichte
10.1.2 Anwendung und Wirkung
10.1.3 Aufgaben der Pflegepersonen bei einer EKT
10.2 Medikamente
10.2.1 Antipsychotika
10.2.2 Neuroleptika
10.3 Psychotherapie
10.4 Soziotherapie
11 Pflege Allgemein
11.1 Maßahmen
11.2 Bezugspflege
11.3 Pflegestandards allgemein
12 Spezielle Pflege
12.1 Pflege zu den verschiedenen Schizophrenieformen
12.2 Spezielle pflegerische Probleme und Maßnahmen
13 Interview
Die Fachbereichsarbeit untersucht die Krankheit Schizophrenie mit dem Ziel, Pflegenden einen umfassenden Überblick über Symptome, Ursachen und Therapiemöglichkeiten zu geben, um so den Umgang mit betroffenen Patienten in Allgemeinkrankenhäusern nachhaltig zu verbessern.
Beziehungsgestaltung bei halluzinierenden Patienten
Hierbei ist es wichtig herauszufinden, ob die Stimmen lediglich mit dem Patienten reden bzw. sein Handeln kommentieren, oder ob er von den Stimmen auch Befehle bekommt.
Bei befehlenden Stimmen ist höchste Vorsicht geboten, da viele Patienten nicht in der Lage sind, dich diesen Befehlen zu widersetzen. Dies kann eine Gefährdung für den Patienten darstellen, deshalb muss man feststellen inwieweit man den Patienten selbst und seine Umwelt schützen muss.
Es gilt also:
- Ruhe zu bewahren
- Für ein ruhiges Milieu sorgen
- Pat. von äußeren Belastungen abschirmen
- Möglichkeit geben, sich zurückziehen zu können
- Große soziale Nähe ist zu vermeiden
- Gespräche eher kurz halten
- Wenn der Pat. ein Gespräch sucht, sollte man nicht forschend in den Pat. eindringen
- Keine Angst zeigen
1. Einleitung: Die Einleitung führt mit einem Gedicht in die Thematik ein und verdeutlicht die persönliche Motivation sowie die Relevanz der Aufklärung über Schizophrenie im klinischen Alltag.
2. Methodik: Der Abschnitt beschreibt die durchgeführte Literaturrecherche sowie die Wahl eines halbstrukturierten, problemzentrierten Interviews zur Gewinnung praktischer Einblicke.
3 ICD 10 – Kapitel V: Dieses Kapitel erläutert die internationale Klassifikation psychischer Störungen und ordnet die Schizophrenie als F2-Störung innerhalb der psychiatrischen Diagnostik ein.
4 Definitionen: Hier werden diverse medizinische und pflegerische Definitionen zur Schizophrenie zusammengetragen sowie die Etymologie des Begriffs und das gesellschaftliche Vorkommen beleuchtet.
5 Symptome: Das Kapitel differenziert zwischen Grund-/Primärsymptomen wie Denkstörungen und Affektstörungen sowie Begleitsymptomen wie Wahn und Halluzinationen.
6 Ursachen: Es werden multifaktorielle Erklärungsmodelle vorgestellt, darunter das biopsychosoziale Modell und das Vulnerabilitätsmodell, welche die Entstehung der Erkrankung beleuchten.
7 Diagnose: Dieser Teil befasst sich mit der Abgrenzung zu organischen Erkrankungen und beschreibt die apparativen sowie nicht-apparativen Untersuchungsmethoden zur Diagnosestellung.
8 Formen der Schizophrenie: Die verschiedenen klinischen Erscheinungsbilder, von der paranoiden Schizophrenie bis zum Residuum, werden in ihrer jeweiligen Charakteristik vorgestellt.
9 Verlauf: Das Kapitel beschreibt den episodischen oder prozesshaften Krankheitsverlauf sowie das Konzept des Residualzustandes nach akuten Phasen.
10 Therapie: Ein Überblick über therapeutische Interventionen, der von der Elektrokrampftherapie über medikamentöse Ansätze bis hin zur Psychotherapie und Soziotherapie reicht.
11 Pflege Allgemein: Hier werden grundlegende Prinzipien der pflegerischen Beziehungsgestaltung, Maßnahmen der Bezugspflege und allgemeine Pflegestandards definiert.
12 Spezielle Pflege: Dieser Abschnitt bietet konkrete Pflegestrategien für unterschiedliche Symptome und Krankheitsformen sowie Tipps zur Lösung pflegerischer Probleme.
13 Interview: Ein Fallbeispiel aus einem klinischen Praktikum gewährt durch die Perspektive eines betroffenen Patienten Einblicke in das subjektive Erleben und die Behandlung der Erkrankung.
Schizophrenie, Psychiatrie, Psychopathologie, Krankenpflege, Symptomatik, Wahn, Halluzinationen, Neuroleptika, Bezugspflege, Therapie, Fallbeispiel, Krisenintervention, Symptomkontrolle, Lebensqualität, Sozialpsychiatrie
Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Schizophrenie, klärt über deren Symptome, Ursachen und Therapiemöglichkeiten auf und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die professionelle pflegerische Versorgung in einem Allgemeinkrankenhaus.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Erkrankung, die differenzierte Darstellung verschiedener Schizophrenieformen, die therapeutischen Interventionen sowie praktische Ansätze für die tägliche Pflegearbeit und die Beziehungsgestaltung zu Betroffenen.
Das Hauptziel besteht darin, Pflegenden durch ein besseres Verständnis der Erkrankung die Arbeit zu erleichtern und den Umgang mit schizophrenen Patienten im Krankenhaus professionell und einfühlsam zu gestalten.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie auf ein problemzentriertes, halbstrukturiertes Interview mit einem Patienten, um Theorie und Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinisch-psychiatrische Basis (Definitionen, Ursachen, Diagnose), die medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten sowie einen umfangreichen Teil zur allgemeinen und speziellen Pflege.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Schizophrenie, Psychiatrie, Krankenpflege, Symptome wie Wahn und Halluzinationen, Bezugspflege, Beziehungsgestaltung und therapeutische Interventionen.
Hier liegt der Fokus darauf, in einem sprachlichen Durcheinander von Innen- und Außenwelt die wirklichkeitsbezogenen Anteile herauszufiltern, eine angstfreie Atmosphäre zu schaffen und den Patienten geduldig zu begleiten.
Das Interview bietet eine authentische Reflexion über das subjektive Erleben der Erkrankung, den Leidensdruck durch Stigmatisierung und zeigt auf, welche therapeutischen Maßnahmen und zwischenmenschlichen Gesten vom Patienten als hilfreich empfunden werden.
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