Bachelorarbeit, 2020
56 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Begriffserläuterungen
3.1 Amoklauf
3.2 School Shooting
4. Geschichtlicher Überblick von Amokläufen und School Shootings
4.1 Amoklauf von Gruppen im militärischen Kontext
4.2 Individueller Amoklauf einzelner Persönlichkeiten
4.3. Verbreitung des Amok Phänomens in der westlichen Welt
4.3.1 Amokläufe und School Shootings in Deutschland
5. Soziologische Erklärungsansätze
5.1 Kampf um Anerkennung – Axel Honneth
5.1.1 Verständnis des Anerkennungsbegriffs
5.1.2 Anerkennungsformen
5.1.2.1 Emotionale Anerkennung – Liebe
5.1.2.2 Moralische Anerkennung – Recht
5.1.2.3 Soziale Wertschätzung – Solidarität
5.1.3 Drei Missachtungsformen als Gegensatz zur Anerkennung
5.1.3.1 Misshandlung – Liebe
5.1.3.2 Ausschließung – Recht
5.1.3.3 Beleidigung – Solidarität
5.2 Resonanz – Hartmut Rosa
5.2.1 Der Resonanzbegriff
5.2.2 Horizontale Resonanzachse
5.2.2.1 Familie
5.2.2.2 Freundschaft
5.2.2.3 Politik
5.2.3 Verknüpfung mit der Anerkennungstheorie
5.3 Selbstmordstudie – Émile Durkheim
5.3.1 Die Studie
5.3.1.1 Egoistischer Selbstmord
5.3.1.2 Altruistischer Selbstmord
5.3.1.3 Anomischer Selbstmord
5.3.1.4 Fatalistischer Selbstmord
5.3.2 Bezug zur Anerkennungstheorie Honneths
5.4 Beweggründe der Amokläufer*innen
5.4.1 Suche nach Anerkennung und Resonanz bei den Tätern
5.4.2 Selbstmord als letzter Ausweg
5.5 Fallbeispiel: Amoklauf Erfurt
6. Rolle der Medien
6.1 Fallbeispiel: Amoklauf Utøya
6.1.1 Publikation der Amokläufe und School Shootings
6.2 Fallbeispiel: Amoklauf Columbine High School
6.2.1 Mediennutzung
7. Auswirkungen der Gewalttaten
7.1 Folgen für die Gegenwartsgesellschaft
7.1.1 Nachahmungstäter*innen
7.1.1.1 Fallbeispiel: München OEZ
7.1.1.2 Vorbildfunktion
7.1.1.3 Gemeinsame Wertvorstellungen
7.1.2 Auswirkungen auf die Opfer
7.1.3 Gesetzesänderungen als rechtliche Folgen
7.1.4 Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen in Schulen
7.2 Präventionsmaßnahmen entwickeln
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das soziale Phänomen des Amoklaufs aus soziologischer Perspektive und analysiert, inwiefern der Kampf um soziale Anerkennung als ein zentraler Beweggrund für die Tatausführung verstanden werden kann.
3.1 Amoklauf
Der Begriff des Amoklaufs kommt ursprünglich aus dem malaiischen und heißt übersetzt „wütend“ oder „rasend“. Es existiert jedoch keine einheitliche wissenschaftliche Definition, weswegen sich eine Begriffsdefinition schwierig gestaltet. In dieser Arbeit soll aber folgende Erläuterung der Tat verwendet werden:
„Bei einem Amoklauf handelt es sich um die (versuchte) Tötung mehrer Personen durch einen einzelnen, bei der Tat körperlich anwesenden Täter mit (potenziell) tödlichen Waffen innerhalb eines Tatereignisses ohne Abkühlungsperiode, das zumindest teilweise im öffentlichen Raum stattfindet.“
Um den Begriff des Amoklaufs weiter eingrenzen zu können, sind nach Scheithauer und Bondü Definitionskriterien notwendig. Dafür schlagen sie fünf Kriterien vor:
1. Der Versuch der Tötung mehrerer Personen: Die Amokläufer*innen besitzen nicht die Absicht, ihre Opfer lediglich zu verletzen, sondern sie verfolgen das Ziel der dauerhaften Auslöschung.
2. Die Ausführung der Tat zumindest teilweise im öffentlichen Raum: Dieses Kriterium beinhaltet den Ort der Tatausführung, welcher häufig im öffentlichen Raum, beispielsweise in Supermärkten, Universitäten oder Schulen gewählt wird. Die Täter*innen suchen sich den Tatort meist aufgrund ihrer Tötungsmotive aus.
1. Einleitung: Einführung in das Phänomen Amoklauf als soziologisches Problem und Darlegung der Forschungsfrage.
2. Forschungsstand: Überblick über die soziologische und kriminologische Forschungslage bezüglich Amoktaten.
3. Begriffserläuterungen: Definition der zentralen Termini Amoklauf und School Shooting.
4. Geschichtlicher Überblick von Amokläufen und School Shootings: Historische Kontextualisierung von Amokhandlungen von der Vergangenheit bis in die westliche Moderne.
5. Soziologische Erklärungsansätze: Theoretische Fundierung durch Anerkennungstheorie (Honneth), Resonanzansatz (Rosa) und Suizidstudien (Durkheim) sowie deren Anwendung auf Fallbeispiele.
6. Rolle der Medien: Analyse des Einflusses medialer Berichterstattung auf Nachahmungstäter und Täterinszenierung.
7. Auswirkungen der Gewalttaten: Untersuchung der gesellschaftlichen Folgen und Entwicklung von Präventionsstrategien.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige soziologische Forschungen.
Amoklauf, School Shooting, Soziologie, Anerkennungstheorie, Axel Honneth, Resonanz, Hartmut Rosa, Émile Durkheim, Suizid, Medien, Nachahmungstäter, Gewaltprävention, Sozialisation, Identitätsbildung, Gewalttaten
Die Arbeit analysiert Amokläufe nicht als bloße Einzeltaten psychisch gestörter Personen, sondern als soziologisches Phänomen. Der Fokus liegt dabei auf der Bedeutung sozialer Anerkennung.
Die Arbeit umfasst theoretische Erklärungsmodelle (Anerkennung, Resonanz, Anomie), die Rolle medialer Inszenierung sowie die Auswirkungen von Gewalt auf Gesellschaft und Schule.
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern kann der "Kampf um Anerkennung" als einer der maßgeblichen Beweggründe für die Tatausführung bei einem Amoklauf verstanden werden?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische Modelle auf Fallbeispiele (wie Erfurt, Columbine, Utøya) anwendet, um Verhaltensmuster von Amokläufern zu erklären.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung (Honneth, Rosa, Durkheim), eine Fallanalyse des Amoklaufs von Erfurt sowie eine kritische Betrachtung der medialen Berichterstattung und ihrer gefährlichen Nachahmungseffekte.
Wesentliche Begriffe sind Anerkennung, Missachtung, Resonanzlust, soziale Exklusion, Anomie, Nachahmungstäter und das School-Shooting-Phänomen.
Es dient als praxisnahes Beispiel, um zu zeigen, wie ein Gefühl der sozialen Ausgrenzung, das Scheitern in Institutionen und das Ausbleiben von Anerkennung schleichend in ein Weltbild münden, das schließlich zur Gewalt führt.
Die Arbeit untersucht, wie gewalthaltige Spiele Täter bei der Schaffung einer virtuellen Identität unterstützen können, wodurch Hemmschwellen sinken und das Selbstwertgefühl in einer real als ablehnend empfundenen Welt kompensiert wird.
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