Masterarbeit, 2019
229 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Was diese Arbeit erreichen möchte
3. Worüber wir überhaupt sprechen
3.1. Rassismus und seine Formen
3.2. Diskriminierung
3.3. Rassistische Ressentiments
3.4. Fremdenfeindlichkeit
3.5. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
3.6. Das rechte Spektrum und Erscheinungsformen
3.7. Unsere Demokratie
3.8. Die Tugend Zivilcourage
4. Ist es denn wirklich so schlimm? – Ein Blick in relevante Studien
4.1. Die Leipziger Autoritarismus-Studie 2018
4.2. Der Sachsenmonitor 2018
4.3. Die Mitte-Studie 2018/19
4.4. Zwischenfazit
5. Nachgefragt
5.1. Zielstellung der Erhebung
5.2. Theoretische Grundsätze zur Erstellung eines Fragebogens
5.2.1. Allgemeine Gestaltungskriterien
5.2.2. Planung einer Onlinebefragung
5.2.3. Formulierung von Fragen und Antwortkategorien
5.2.4. Jugendliche als Untersuchungseinheit
5.3. Die Fragebogenentwicklung
5.4. Durchführung der Umfrage
5.5. Aufbereitung der gewonnenen Daten
5.6. Ergebnispräsentation
6. „Rassismus[s] nicht sein!“ – Mehr Bewusstsein für Rassismus und Ressentiments
6.1. Theoretische Grundsätze zur Projektgestaltung
6.2. Die Rolle der Sozialen Arbeit
6.3. Das Konzept im Einsatz
6.3.1. Eine Übung als Einführung
6.3.2. Wie sich Vorurteile entwickeln können
6.3.3. Wie sich andere verhalten sollten
6.3.4. Rassismus im Mittelpunkt
6.3.5. Die Sensibilität für Alltagsrassismus stärken
6.3.6. Die Einflüsse von Medien
6.3.7. Was hinter Parolen steckt
6.4. Eine Vergleichsumfrage
7. Fazit
8. Quellen- und Literaturverzeichnis
8.1. Wissenschaftliche Literatur
8.2. Quellen
9. Anhang
Die Arbeit untersucht das Vorkommen und die Auswirkungen von Rassismus sowie rassistischen Ressentiments im Schulalltag und entwickelt auf dieser Basis sozialpädagogische Interventionskonzepte für die Schulsozialarbeit.
1. Einleitung
„Wärst Du doch lieber im Mittelmeer ertrunken!“
Ein Satz, den man nicht so leicht vergisst. Ein Satz, der unmenschlich, würdelos und äußerst verachtend erscheint. Ein Satz, der Leben verändern kann. Ein Satz, der mir nicht nur mir im Gedächtnis blieb, sondern mein folgendes Vorhaben maßgeblich prägte.
Für wenige Stunden in der Woche arbeite ich als Schulsozialarbeiterin an einer Oberschule in einer sächsischen Kleinstadt. Meine Kollegin berichtete mir von einem vergangenen Fall an dieser Schule. Er wurde in der Klasse besprochen, aber noch nicht vollends aufgearbeitet.
Der Fall betrifft eine jetzige neunte Klasse. Vor zwei Jahren bekam sie einen neuen Schüler. Der Junge kam als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland. Auf der Flucht verlor er seinen Vater und seine Geschwister. Er musste selbst im Mittelmeer um sein Leben schwimmen, nachdem das Boot gesunken ist. Das alles erlebte er im Alter von ca. 13 Jahren.
Trotz traumatischer Erlebnisse hat sich der Schüler schnell eingelebt, sich die neue Sprache rasch angeeignet und ist sehr erfolgreich in der Schule. Dieser Erfolg wurde ihm scheinbar zum Verhängnis.
1. Einleitung: Die Einleitung schildert einen persönlichen Fall aus der Schulsozialarbeit und skizziert die Relevanz der Untersuchung von Rassismus und Rechtspopulismus im schulischen Umfeld.
2. Was diese Arbeit erreichen möchte: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung, den Ist-Zustand unter Schülern zu analysieren und darauf aufbauend wirksame pädagogische Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln.
3. Worüber wir überhaupt sprechen: Hier werden theoretische Fachbegriffe wie Rassismus, Diskriminierung, Ressentiments und Zivilcourage definiert, um ein gemeinsames Begriffsverständnis für die Arbeit zu schaffen.
4. Ist es denn wirklich so schlimm? – Ein Blick in relevante Studien: Es werden führende Studien, wie die Leipziger Autoritarismus-Studie und der Sachsenmonitor, herangezogen, um das gesellschaftliche Ausmaß rechtsextremer und rassistischer Einstellungen zu belegen.
5. Nachgefragt: Der Abschnitt beschreibt die Methodik und Durchführung einer eigenen quantitativen Befragung von Jugendlichen an einer Oberschule, inklusive der Entwicklung und Operationalisierung des Fragebogens.
6. „Rassismus[s] nicht sein!“ – Mehr Bewusstsein für Rassismus und Ressentiments: Dieses Kapitel stellt das erarbeitete Konzept eines Workshops für Schüler vor und reflektiert didaktische Ansätze sowie die Rolle der Sozialen Arbeit bei der praktischen Durchführung.
7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Wirksamkeit der Interventionsmöglichkeiten und identifiziert Grenzen der schulischen Sozialarbeit im Umgang mit tiefsitzenden Ressentiments.
Rassismus, Ressentiments, Schulsozialarbeit, Diskriminierung, Zivilcourage, Demokratiebildung, Rechtspopulismus, Alltagsrassismus, politische Bildung, Jugendsozialarbeit, Vorurteile, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Interventionskonzept, Schulerziehung, Identitätsbildung.
Die Arbeit analysiert die Präsenz von Rassismus und ausländerfeindlichen Vorurteilen an Schulen und entwickelt darauf aufbauend konkrete sozialpädagogische Strategien, um Jugendlichen demokratische Werte und Zivilcourage zu vermitteln.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte (wie Rassismus- und Diskriminierungsforschung) mit der empirischen Situationsanalyse an einer mittelsächsischen Oberschule und leitet daraus notwendige Ansätze für die schulische Präventionsarbeit ab.
Das primäre Ziel ist es, den Status quo bezüglich rassistischer Denkmuster in der Zielgruppe zu ermitteln, um darauf aufbauend zielgerichtete Workshops zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz und Demokratiefähigkeit zu entwerfen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer fundierten Literatur- und Studienanalyse (z. B. Leipziger Autoritarismus-Studie) sowie eine eigene quantitative Online-Befragung bei Achtklässlern, kombiniert mit praktischen Erfahrungen aus der Durchführung konzeptioneller Workshops.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse aktueller gesellschaftlicher Studien zum Thema, die methodische Herleitung einer eigenen Umfrage und die detaillierte Vorstellung eines Workshop-Konzepts („Rassismus[s] nicht sein!“).
Die Arbeit zeichnet sich durch ihren starken Praxisbezug aus, da sie direkt aus der Tätigkeit einer Schulsozialarbeiterin heraus entstanden ist und theoretische Konzepte auf die konkrete Anwendung im Schulalltag mittels Workshop-Bausteinen adaptiert.
Alltagsrassismus wird als eine subtile, schwer identifizierbare Form der Diskriminierung eingestuft, die in Witzen, vermeintlich positiven Zuschreibungen oder unbewusstem Ausgrenzungsverhalten tief im gesellschaftlichen Miteinander verankert ist.
Die Arbeit betont die Notwendigkeit institutioneller Unterstützung, da für die Durchführung solcher Projekte organisatorische Hürden, wie Genehmigungsverfahren (z. B. LASUB) und die Einbindung in Unterrichtszeiten, überwunden werden müssen.
Die Autorin benennt die Schwierigkeit, tiefsitzende rassistische Denkmuster in kurzfristigen Projekten zu lösen sowie die Problematik der "freiwilligen" Teilnahme an verpflichtenden Schulveranstaltungen, die zu Abwehrhaltungen bei einigen Schülern führen kann.
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