Diplomarbeit, 2009
74 Seiten, Note: 2,5
1 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Konzept der Arbeit
2 Nonprofit-Organisationen (NPOs)
2.1 Definition
2.2 Entstehung von NPOs
2.3 Stakeholder der NPOs
2.4 Leistungen der NPOs
2.5 Finanzierung der NPOs
2.6 Einordnung in die Institutionenökonomik
2.6.1 Principal-Agent-Theorie
2.6.2 Theorie relationeller Verträge
3 Glaubwürdigkeit
3.1 Definition
3.2 Glaubwürdigkeit nach Dixit und Nalebuff
3.2.1 Vertrauenswürdigkeit – Vertrauen
3.2.2 Kundenerwartungen
3.2.3 Faktoren zur Herstellung von Glaubwürdigkeit
3.2.4 Anwendung der Glaubwürdigkeit auf die Qualität
4 Qualität
4.1 Definition
4.2 Befähiger
4.3 Ergebnisse
5 Zusammenhang Glaubwürdigkeitsfaktoren mit Qualitätsfaktoren
5.1 EFQM-Modell Führung zu Glaubwürdigkeit
5.2 EFQM-Modell Politik und Strategie zu Glaubwürdigkeit
5.3 EFQM-Modell Mitarbeiter zu Glaubwürdigkeit
5.4 EFQM-Modell Partnerschaften und Ressourcen zu Glaubwürdigkeit
5.5 EFQM-Modell Prozesse zu Glaubwürdigkeit
5.6 EFQM-Modell kundenbezogende Ergebnisse zu Glaubwürdigkeit
5.7 EFQM-Modell mitarbeiterbezogende Ergebnisse zu Glaubwürdigkeit
5.8 EFQM-Modell gesellschaftsbezogende Ergebnisse zu Glaubwürdigkeit
5.9 EFQM-Modell Schlüsselergebnisse zu Glaubwürdigkeit
6 Exkurs: Anwendungsbeispiel im Fundraising
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Nonprofit-Organisationen (NPOs) ihre Glaubwürdigkeit gegenüber externen Akteuren, insbesondere Spendern, durch die gezielte Anwendung von Qualitätskriterien und institutionenökonomischen Mechanismen festigen und nach außen darstellen können.
3.2.1 Vertrauenswürdigkeit – Vertrauen
Für Vertrauen gibt es vielfältige Definitionen. Schweer und Thies (2003: 6) geben an, dass Vertrauen immer mit dem Hintergrund der jeweilig untersuchenden Wissenschaft definiert wird. So gibt es „Vertrauen als personale Variable“, die u.a. besagt, dass „eine vertrauensvolle Grundhaltung als Ergebnis von Erfahrung“ bestehen muss. Diese ermöglicht es dem Individuum in Situationen einen Vertrauensvorschuss zu leisten. Weiterhin gibt es „Vertrauen als situative Variable“, welche Vertrauen als Kooperation definiert und meistens in der Spieltheorie Anwendung findet. Allerdings gibt es Kritik, da Entscheidungen nicht unbedingt als Vertrauensentscheidungen, sondern auch aus taktischen Überlegungen heraus gefällt werden können (Schweer und Thies, 2003: 7).
Schweer und Thies (2003: 11) haben neben allen Vertrauensdefinitionen Eckpunkte herausgearbeitet, die in den meisten Definitionen zu finden sind. Dazu gehören „die dem Vertrauen zugeschriebene Funktion, das dem Vertrauen immanente Risiko sowie die Bedeutung der Beziehungsgeschichte […]“ Nicht zu vergessen das Verhältnis von Vertrauen und Misstrauen. Laut Ripperger (1998: 6) gehen Psychologen bei Vertrauen von einer „subjektiven Erwartungshaltung“ aus. Spieltheoretiker verstehen Vertrauen als Kooperation (wie schon oben in der Definition von Schweer und Thies beschrieben). Ripperger (1998: 268) definiert eine ökonomische Erklärung des Vertrauens: „Vertrauen ist die freiwillige Erbringung einer riskanten Vorleistung (durch den Vertrauensgeber) unter Verzicht auf explizite vertragliche Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen gegen opportunistisches Verhalten (Vertrauenshandlung), in der Erwartung, daß der Vertrauensnehmer freiwillig auf solches Verhalten verzichtet (Vertrauenserwartung).“
1 Einführung: Vorstellung des Themenfeldes, der Relevanz von Glaubwürdigkeit in einer komplexen Welt sowie der Konzeption der Arbeit.
2 Nonprofit-Organisationen (NPOs): Definition, Entstehung, Stakeholder-Analysen sowie die Einordnung der NPO-Finanzierung und -Struktur in die Institutionenökonomik.
3 Glaubwürdigkeit: Untersuchung theoretischer Ansätze zu Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Erwartungen unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrien.
4 Qualität: Definition von Qualitätsbegriffen sowie die Übertragung der Dimensionen der Dienstleistungsqualität auf Nonprofit-Organisationen.
5 Zusammenhang Glaubwürdigkeitsfaktoren mit Qualitätsfaktoren: Zusammenführung der EFQM-Modell-Bereiche mit spezifischen Mechanismen zur Glaubwürdigkeitsstärkung wie Reputation oder vertragliche Selbstbindung.
6 Exkurs: Anwendungsbeispiel im Fundraising: Transfer der theoretischen Ergebnisse in eine praktische Anwendung für die Fundraising-Kommunikation.
7 Fazit: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Ausblick auf die ständige Herausforderung, Glaubwürdigkeit in der NPO-Arbeit operativ zu verankern.
Nonprofit-Organisationen, NPO, Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Qualität, EFQM-Modell, Fundraising, Institutionenökonomik, Stakeholder, Informationsasymmetrie, Reputation, Selbstbindung, Dienstleistungsqualität, Spendenmotivation, Unternehmensführung
Die Arbeit analysiert, warum Glaubwürdigkeit für NPOs essenziell ist und wie Organisationen diese durch messbare Qualitätsfaktoren und institutionelle Mechanismen gegenüber Spendern etablieren können.
Im Zentrum stehen die Definition und Entstehung von NPOs, das Vertrauensmanagement, die Anwendung von Qualitätsmodellen wie dem EFQM-Excellence-Modell und die konkrete Anwendung im Fundraising.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie NPOs ihre Glaubwürdigkeit als strategisches Alleinstellungsmerkmal durch Selbstbindung und Qualitätsmanagement nach außen kommunizieren und absichern können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, nutzt spieltheoretische Ansätze (Dixit/Nalebuff) und bezieht die Institutionenökonomik (Principal-Agent-Theorie) ein, um die Vertrauensbeziehung zwischen Spender und NPO zu modellieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Glaubwürdigkeit, die Definition von Qualitätsdimensionen in NPOs und die detaillierte Verknüpfung der EFQM-Kriterien mit den acht Faktoren zur Glaubwürdigkeitsstärkung.
Die zentralen Konzepte sind Glaubwürdigkeit, Vertrauensgüter, EFQM-Modell, Informationsasymmetrie, Principal-Agent-Problematik sowie die verschiedenen Arten von Spendenmotiven.
Das EFQM-Modell dient als systematischer Rahmen, um interne Prozesse (Befähiger) und externe Wirkungen (Ergebnisse) so zu strukturieren, dass sie das Vertrauen der Stakeholder durch Nachvollziehbarkeit und Standardisierung stärken.
Da NPOs häufig Vertrauens- oder Glaubensgüter produzieren, bei denen die Qualität der Leistung für den Spender vor oder nach der Transaktion schwer beurteilbar ist, stellt Glaubwürdigkeit die notwendige Basis für die Mittelakquise dar.
Die Arbeit verwendet die Principal-Agent-Theorie, um darzustellen, dass NPOs über mehr Informationen über ihren Leistungsprozess verfügen als Spender. Durch Signalling und Screening (z.B. durch Siegel) werden diese Asymmetrien reduziert.
Der Autor empfiehlt, Glaubwürdigkeit prozessorientiert in die tägliche Arbeit zu integrieren, etwa durch Transparenz bei der Verwendung von Spenden, das Einholen von unabhängigen Prüfsiegeln und eine klare Kommunikation der Organisationsmission.
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