Bachelorarbeit, 2020
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1. Cybercrime
2.2. Cybercrime im engeren Sinne
2.3. Cybercrime im weiteren Sinne
2.4. Abgrenzung von Begriffen
3. Diebstahl digitaler Identitäten
3.1. Klassisches Phishing
3.2. Phishing mittels Malware
3.3. Social Engineering
3.4. Phänomen Data Breach
4. Kriminalistische Einordnung
4.1. Strafrechtliche Betrachtung
4.2. Kriminologische Betrachtung
4.3. Statistische Einordnung
5. Täterstruktur
6. Opferstruktur
7. Präventionsmaßnahmen
8. Fazit und Ausblick: Eine digitale Zukunft
Diese Arbeit befasst sich mit dem Identitätsdiebstahl unter besonderer Berücksichtigung von Phishing als zentraler Erscheinungsform des Cybercrimes. Ziel ist es, die Dimensionen dieses Phänomens einzuordnen, die Täter- und Opferstrukturen zu analysieren sowie wirksame Präventionsmaßnahmen aufzuzeigen, um sich vor dem Verlust digitaler Identitäten zu schützen.
Diebstahl digitaler Identitäten
Die Erscheinungsform ‚Diebstahl digitaler Identitäten‘ unterschiedet sich in den Tatbegehungsweisen der Täter. Die Wahl der Vorhergehensweise, der Tatmittel und des Tatobjektes sind insbesondere vom Ziel und der Qualifikation des Täters abhängig. Durch regelmäßig aktualisierende Sicherheitsmaßnahmen der Banken, Betriebssystem-Entwicklern und weiteren IuK-Betreibern wird es den Tätern schwerer gemacht, mit einfachen Cybercrime-Methoden an Daten zu kommen. Täter passen sich dennoch den neuen Sicherheitsmaßnahmen an und finden neue Wege, Daten zu entwenden.
Um verstehen zu können, was genau mit einer digitalen Identität gemeint ist, muss erst der Begriff ‚Identität‘ erklärt werden. In der realen Welt werden einer Identität (analoge Identität) verschiedene Attribute (auch Identifikationsfatoren), wie ein Geburtsdatum, der Vor- und Nachname und weitere Merkmale fest zugeordnet. Diese sind geeignet, auf diese eine bestimmte Person zurückführen zu können. Diese Merkmale machen eine Person somit unverwechselbar, da sie sich durch diese Informationen von anderen Personen mit anderen Informationen abgrenzt. Identitäten, wie diese im realen Leben, sind auch im digitalen Raum vorhanden (digitale Identität). Internetnutzer können sich im Internet z. B. über ein E-Mail-Konto, einem Social Media-Account, ein Online-Vertriebsportal, ein Online-Bankkonto und weitere Nutzer-Konten eine, aber auch mehrere digitale Identitäten erstellen. Sobald sie sich mittels Benutzernamen und Passwort und der Angabe von personenbezogenen Daten für ein Konto registrieren, haben sie eine digitale Identität geschaffen.
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung von Cybercrime und der wachsenden Bedrohung durch Identitätsdiebstahl in einer digitalisierten Gesellschaft.
2. Begriffsbestimmung: Definition und Differenzierung der Begriffe Cybercrime im engeren und weiteren Sinne sowie deren Abgrenzung.
3. Diebstahl digitaler Identitäten: Detaillierte Betrachtung verschiedener Methoden zur Erlangung fremder Identitäten wie Phishing, Malware, Social Engineering und Data Breach.
4. Kriminalistische Einordnung: Analyse der strafrechtlichen Grundlagen und kriminologischen Aspekte sowie statistische Auswertung der Kriminalitätsentwicklung.
5. Täterstruktur: Klassifizierung und Motivation der verschiedenen Tätergruppen im Cyber-Bereich.
6. Opferstruktur: Untersuchung der Viktimisierung von Einzelpersonen und Unternehmen sowie das Spannungsfeld zwischen Angst und unbedachtem Nutzerverhalten.
7. Präventionsmaßnahmen: Darstellung praktischer Schutzempfehlungen und politischer Sicherheitsstrategien gegen Cyber-Angriffe.
8. Fazit und Ausblick: Eine digitale Zukunft: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung künftiger Entwicklungen in Bereich Cybersicherheit.
Identitätsdiebstahl, Cybercrime, Phishing, Malware, Social Engineering, Datennutzung, Online-Banking, IT-Sicherheit, Polizeiliche Kriminalstatistik, Präventionsmaßnahmen, Dunkelfeld, Täterstruktur, Opferstruktur, Datendiebstahl, Identitätsmissbrauch
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Identitätsdiebstahls mit einem Fokus auf Phishing als zentrale Bedrohung im Internet, um dessen Einordnung, Ursachen und Schutzmöglichkeiten wissenschaftlich zu beleuchten.
Zentrale Themen sind die theoretische Definition von Cybercrime, die technischen Begehungsarten wie Phishing und Malware, die kriminologische Betrachtung von Tätern und Opfern sowie nationale Sicherheitsstrategien.
Das Ziel besteht darin, zu analysieren, wie sich das Risiko des Identitätsdiebstahls verändert hat, warum Nutzer trotz Ängsten oft sorglos handeln und welche Strategien zur effektiven Prävention beitragen können.
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten des Bundeskriminalamts und privater Sicherheitsstudien, um Phänomene und Dunkelfelder zu erhellen.
Der Hauptteil behandelt die technischen Methoden der Täter (Phishing, Social Engineering), die rechtliche Einordnung nach dem Strafgesetzbuch sowie eine kritische Analyse des Anzeigeverhaltens von Opfern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie digitale Identität, Internetkriminalität, Cybercrime im engeren Sinne (CCieS), Dunkelfeld, Sicherheitsmaßnahmen und Datensabotage charakterisiert.
Phishing zielt gezielt auf Zugangsdaten und Transaktionsnummern (TAN) ab, um finanzielle Schäden zu verursachen, wobei Täter ihre Methoden stetig an neue Bank-Sicherheitsverfahren anpassen.
Viele Fälle werden aufgrund von Scham, Unwissenheit über die Strafbarkeit oder aus Angst vor Imageverlust (besonders bei Firmen) nicht zur Anzeige gebracht, was eine statistische Erfassung erschwert.
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