Masterarbeit, 2008
213 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Jugendalter
3. Jugendlicher Nikotinkonsum
4. Entstehung der Tabakabhängigkeit
4.1 Der Fagerström-Test für Nikotinabhängigkeit
4.2 Tabakkonsum und Morbidität
5. Rauchprävalenzen in Deutschland und der Schweiz
5.1 Rauchprävalenz in Deutschland
5.1.1 Studien der BZgA
5.1.2 Sonstige Studien aktuelleren Datums
5.1.3 Studie im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK)
5.2 Rauchprävalenz in der Schweiz
5.2.1 Swiss Multicenter Adolescent Survey on Health
5.2.2 Schweizerisches Tabakmonitoring
5.2.3 Studie von Ablin, Camenzind, Näpflin-Weekes und Junker (2001)
5.2.4 Studie von Gschwend, Steffen, Sey-Riek und Uchtenhagen (2000)
5.3 HBSC-Studie Deutschland-Schweiz im direkten Vergleich
6. Präventionsmaßnahmen gegen das Rauchen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland und der Schweiz
6.1 Generelle Maßnahmen in Deutschland
6.1.1 Nichtraucherschutz
6.1.2 Tabaksteuererhöhung
6.1.3 Warnhinweise auf Zigarettenschachteln
6.1.4 Wettbewerb „Rauchfrei 2006“
6.1.5 Maßnahmen gegen Zigarettenschmuggel
6.2 Generelle Maßnahmen in der Schweiz
6.2.1 Tabaksteuererhöhung
6.2.2 Maßnahmen auf kantonaler Ebene
6.2.3 Einführung von Warnhinweisen
6.2.4 Nichtraucherschutz in Zügen
6.3 Eine Besonderheit im schweizerischen System: Der Tabakpräventionsfonds (TPF)
6.4 Präventionsmaßnahmen gegen das Rauchen für Jugendliche im schulischen Rahmen
6.4.1 Der Schulwettbewerb „Be smart – Don’t start“ in Deutschland
6.4.2 Der Schulwettbewerb „Experiment NichtRauchen“ in der Schweiz
7. Vorstellung der durchgeführten Studie
7.1 Vorstellung der Hypothesen
7.2 Methode
7.3 Konzeption des Fragebogens
7.4 Auswertungsmethoden
7.5 Vorstellung der ausgewählten Schulen
7.6 Stichprobenbeschreibung
8. Darstellung der Ergebnisse und Hypothesenprüfung
8.1 Darstellung der Ergebnisse des länderbezogenen Vergleichs
8.1.1 Soziodemographische Daten
8.1.2 Auswertung der Daten in Bezug auf die Konsumgewohnheiten
8.1.3 Aussagen zum Rauchen und zum Rauchverhalten
8.1.4 Einstellungen gegenüber Rauchern und dem Rauchen
8.1.5 Teilnahme an Präventionsmaßnahmen gegen das Rauchen
8.2 Darstellung der Ergebnisse des geschlechtsbezogenen Vergleichs
8.2.1 Soziodemographische Daten
8.2.2 Auswertung der Daten in Bezug auf die Konsumgewohnheiten
8.2.3 Aussagen zum Rauchen und zum Rauchverhalten
8.2.4 Einstellungen gegenüber Rauchern und dem Rauchen
8.2.5 Teilnahme an Präventionsmaßnahmen gegen das Rauchen
8.3 Darstellung der Ergebnisse des schulformbezogenen Vergleichs
8.3.1 Soziodemographische Daten
8.3.2 Auswertung der Daten in Bezug auf die Konsumgewohnheiten
8.3.3 Aussagen zum Rauchen und zum Rauchverhalten
8.3.4 Einstellungen gegenüber Rauchern und dem Rauchen
8.3.5 Teilnahme an Präventionsmaßnahmen gegen das Rauchen
9. Diskussion
9.1 Hypothesenüberprüfung bezüglich des länderbezogenen Vergleichs
9.1.1 Hypothese 1: Rauchverhalten
9.1.2 Hypothese 2: Einstellungen zum Rauchen
9.1.3 Hypothese 3: Bewertung von Präventionsmaßnahmen
9.2 Hypothesenüberprüfung bezüglich des geschlechtsbezogenen Vergleichs
9.2.1 Hypothese 4: Rauchverhalten
9.2.2 Hypothese 5: Einstellungen zum Rauchen
9.2.3 Hypothese 6: Bewertung von Präventionsmaßnahmen
9.3 Hypothesenüberprüfung bezüglich des schulformbezogenen Vergleichs
9.3.1 Hypothese 7: Rauchverhalten
9.3.2 Hypothese 8: Einstellungen zum Rauchen
9.3.3 Hypothese 9: Bewertung von Präventionsmaßnahmen
10. Zusammenfassung
10.1 Länderbezogener Vergleich
10.2 Geschlechtsbezogener Vergleich
10.3 Schulformbezogener Vergleich
10.4 Kritik an der Studie
11. Ausblick
12. Abstract
13. Literaturverzeichnis
14. Anhang
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, das Rauchverhalten von Schülern an berufsbildenden Schulen in Deutschland und der Schweiz in einem direkten Vergleich gegenüberzustellen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und in welcher Form sich Unterschiede im Konsumverhalten sowie in den Einstellungen zum Rauchen und der Wahrnehmung von Präventionsmaßnahmen zeigen, um daraus einen eventuellen Bedarf an Unterstützung bei der Nikotinentwöhnung im schulischen Rahmen abzuleiten.
1. Einleitung
Betrachtet man die Studienlage zum Nikotinkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland und in der Schweiz, findet man häufig Schüler an den Regelschulen im Focus. Studien zum Rauchverhalten an Berufskollegs/ Berufsbildenden Schulen liegen bislang kaum vor. Ausnahmen bilden die deutsche „Studie zur Förderung des Nichtrauchens“ der BZgA (2006 a), die unter anderem Daten von Schülern an berufsbildenden Schulen erhoben hat und der „Swiss Multicenter Survey on Health“ (SMASH) des Autorenteams um Narring (Narring, F., Tschumper, A., Inderwildi Bonivento, L., Jeannin, A., Addor, V., Bütikofer, A., Suris, J.C., Diserens, C., Alsaker, F. und Michaud, P.A., 2004), der Lehrlinge und Schüler nach Absolvierung der Regelschulpflicht bezüglich ihres Nikotinkonsumverhalten befragt. Die vorliegende Masterarbeit hat zum Ziel, das Rauchverhalten von deutschen und schweizerischen Schülern an berufsbildenden Schulen in einem direkten Vergleich miteinander ins Verhältnis zu setzen, um eventuell, je nach Ergebnislage einen Präventionsbedarf dieser Schüler festzustellen.
Ungefähr 20 Millionen Menschen rauchen in der Bundesrepublik Deutschland (Batra, Buchkremer, 2004), von denen die Mehrzahl vor dem 20. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen hat (Lindinger, 2006). Von diesen konsumieren viele den Tabak abhängig: sie können den Tabakkonsum weder einstellen noch einschränken (Kröger, 2001). Im Hinblick auf die jugendlichen Raucher und junge Nikotin konsumierende Erwachsene, die im Mittelpunkt dieser Masterarbeit stehen, stellt die Shellstudie 2006 fest, dass 38,0 % der deutschen Jugendlichen täglich oder gelegentlich rauchen (Langness, Leven und Hurrelmann, 2006). Mit dem Lebensalter der Jugendlichen steigt auch die Regelmäßigkeit des Tabakkonsums an (BZgA, 2006 a; Bornhäuser, 2003). Bei den 12- bis 14-Jährigen rauchen 4 % regelmäßig, während es bei den 18- bis 21-Jährigen bereits ein Drittel sind (Langness et al., 2006).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Nikotinkonsums bei Jugendlichen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Rauchverhalten von Schülern an berufsbildenden Schulen in Deutschland und der Schweiz zu vergleichen.
2. Das Jugendalter: In diesem Kapitel werden entwicklungspsychologische Grundlagen des Jugendalters thematisiert, um die Affinität zu Drogen und die Bedeutung der Adoleszenz für die Konsumentwicklung zu erklären.
3. Jugendlicher Nikotinkonsum: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Funktionen des Rauchens für Jugendliche, etwa zur Stressbewältigung oder als Mittel der sozialen Distinktion.
4. Entstehung der Tabakabhängigkeit: Hier werden die medizinischen und psychologischen Hintergründe der Suchtentwicklung sowie das Abhängigkeitspotential von Nikotin erläutert.
5. Rauchprävalenzen in Deutschland und der Schweiz: Dieses Kapitel präsentiert eine Übersicht existierender Studien zum Rauchverhalten in beiden Ländern und bildet die Grundlage für den anschließenden Vergleich.
6. Präventionsmaßnahmen gegen das Rauchen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland und der Schweiz: Die Maßnahmen und Programme zur Tabakprävention in beiden Ländern, inklusive schulischer Wettbewerbe, werden hier detailliert dargestellt.
7. Vorstellung der durchgeführten Studie: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Konzeption des Fragebogens, die Auswahl der Schulen und die Stichprobenbeschreibung der eigenen Untersuchung.
8. Darstellung der Ergebnisse und Hypothesenprüfung: Die Ergebnisse des länderbezogenen, geschlechtsbezogenen und schulformbezogenen Vergleichs werden detailliert aufbereitet und präsentiert.
9. Diskussion: Abschließend erfolgt die kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf die aufgestellten Forschungshypothesen sowie deren Bestätigung oder Widerlegung.
10. Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse der Studie werden noch einmal prägnant zusammengefasst und die Ergebnisse der verschiedenen Gruppenvergleiche gegenübergestellt.
Nikotinkonsum, Jugendalter, Tabakabhängigkeit, Rauchprävalenz, Deutschland, Schweiz, Berufskolleg, Präventionsmaßnahmen, Schulbildung, Rauchverhalten, Tabakprävention, Suchthilfe, Gesundheitsverhalten, jugendliche Raucher, Rauchentwöhnung
Die Arbeit untersucht das Nikotinkonsumverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an berufsbildenden Schulen und vergleicht dabei die Situation in Deutschland und der Schweiz.
Zentral sind die Rauchprävalenzen, die Beweggründe für den Konsum, Einstellungen gegenüber dem Rauchen sowie die Teilnahme an und Beurteilung von Präventionsmaßnahmen.
Das Hauptziel ist es, das Rauchverhalten deutscher und schweizerischer Berufsschüler zu vergleichen, um daraus einen potenziellen Bedarf an schulischen Unterstützungsangeboten bei der Nikotinentwöhnung zu ermitteln.
Die Studie nutzt eine empirische Klumpenstichprobe durch eine schriftliche Klassenvollbefragung an verschiedenen Schulen, deren Daten anschließend statistisch (u.a. mit SPSS, Chi²-Test und Mann-Whitney-Test) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Jugendalter und zur Tabakabhängigkeit, einen Überblick über den Forschungsstand sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der eigenen Ergebnisse in Länder-, Geschlechts- und Schulformvergleichen.
Die wesentlichen Begriffe sind Nikotinkonsum, Jugendalter, Tabakabhängigkeit, Rauchprävalenz, Präventionsmaßnahmen und Berufsbildung.
Es zeigt sich ein hochsignifikanter Unterschied: In der untersuchten Stichprobe rauchen deutlich weniger schweizerische Schüler als deutsche, obwohl die schweizerischen Teilnehmer tendenziell niedrigere Schulabschlüsse aufweisen.
Die Arbeit zeigt, dass ein signifikanter Teil der Schüler Interesse an Rauchentwöhnungsangeboten im schulischen Rahmen hat, was dazu einlädt, bestehende Präventionsansätze für diese Altersgruppe zu modifizieren und auszubauen.
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