Bachelorarbeit, 2023
121 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Schule als Organisation
2.1.1 Lebensraum Grundschule
2.2 Soziale Konflikte
2.2.1 Schulsozialarbeit
2.3 Mediation
2.3.1 Mediation im System Schule
2.3.2 Aufgaben der Schülermediatoren
2.3.3 Chancen und Grenzen von Schülermediation
2.4 Methode
2.4.1 Erhobene Variablen
2.4.2 Fragebogendesign
2. 4. 3 Durchführung
2.4.4 Untersuchungsdesign und angewendete statistische Verfahren
3 Praxisteil
3.1 Kurzbeschreibung Standort/Einrichtung
3.2 Darstellung der Ergebnisse
3.3 Zusammenfassung
4 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht empirisch, ob die Einführung von Schülermediation an einer Grundschule in einer südbrandenburgischen Kleinstadt einen wahrnehmbaren positiven Einfluss auf das soziale Streitklima hat. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Einschätzungen sowohl der Schülerschaft als auch des pädagogischen Personals hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Methode zur Konfliktlösung.
1 Einleitung
Der österreichische Konfliktforscher Friedrich Glasl (geb. 23. Mai 1941) führt in seinem Buch „Selbsthilfe in Konflikten“ ein sehr einprägsames Zitat aus dem Talmud, dem Buch jüdischer Weisheit, an.
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu deinen Worten;
Achte auf deine Worte, denn sie werden zu deinen Taten;
Achte auf deine Taten, denn sie werden zu deinem Charakter;
Achte auf deinen Charakter, denn er wird zu deinem Schicksal.
Das bedeutet, dass der Mensch maßgeblich für sein eigenes Werden und Wachsen verantwortlich ist. Leicht ist die Schuld am eigenen Versagen einem anderen in die Schuhe geschoben, allerdings löst dieser Ansatz keineswegs langfristig Probleme und ändert nichts an den eigenen Unzulänglichkeiten. Jeder Mensch gestaltet seine Umwelt maßgeblich mit und selbst kleinste Äußerungen, seien sie nonverbal oder verbal, wirken sich auf das Gegenüber aus. Dies kann sich positiv, aber auch negativ niederlegen. Etwa können Missverständnisse auftreten, relevante Dinge unausgesprochen bleiben oder es kann gar zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen. Es ist eine allgemeine Verrohung quer durch alle gesellschaftlichen Schichten zu beobachten. Diese ist persönlich bereits innerhalb verbaler Auseinandersetzungen unter Kindern wahrzunehmen. Problemlagen, die vor wenigen Jahren vorwiegend im Jugendbereich und daher in weiterführenden Schulen angetroffen wurden, finden mittlerweile auch Eingang in die Grundschulen. Aggressivität und Brutalität, verbal und physisch nehmen zu. Umso notwendiger ist es, ein geeignetes Konfliktmanagement an Grundschulen zu etablieren. Die Ursachen sind vielschichtig und finden im Rahmen dieser Arbeit aufgrund der begrenzten Wortanzahl keine weitere Würdigung. Allerdings gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Prävention und Intervention.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik zunehmender Gewalt und Aggressivität an Grundschulen ein und begründet die Relevanz der Untersuchung von Mediation als Interventionsmethode.
2 Theoretischer Hintergrund: Es werden die Grundlagen von Schule als Organisation, die Dynamik sozialer Konflikte, das Konzept der Mediation sowie die methodische Herangehensweise der empirischen Studie erörtert.
3 Praxisteil: Dieser Teil beschreibt den Standort der Untersuchung, präsentiert die erhobenen Daten durch statistische Auswertungen und fasst die Ergebnisse sowie die Rückmeldungen der Teilnehmer zusammen.
4 Fazit: Das Kapitel schließt die Arbeit ab, indem es die Untersuchungsergebnisse diskutiert, die Notwendigkeit eines langfristigen Kulturwandels betont und Empfehlungen für eine fortgesetzte Evaluation ausspricht.
Schülermediation, Grundschule, Streitklima, Konfliktmanagement, empirische Untersuchung, Fragebogen, Mediation, Sozialkompetenz, Schulklima, Gewaltprävention, pädagogisches Personal, Konfliktlösungsverhaltens, Selbstwirksamkeit, Schülermediations-AG, Konfliktkultur.
Die Arbeit untersucht, ob Schüler-Mediation an einer Grundschule das Streitklima positiv beeinflussen kann.
Die zentralen Themen sind soziale Konflikte, das System Schule als Lebensraum, die Methodik der Mediation sowie deren praktische Umsetzung und Wirkung in einer Schülermediations-AG.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob die Schülermediation am Standort einer Grundschule präsent ist und ob wahrnehmbare positive Veränderungen im Streitklima und Konfliktverhalten bei Schülern und Lehrkräften existieren.
Es wurde eine quantitative Methode gewählt, bei der mittels eines standardisierten Fragebogens schriftliche Daten erhoben und anschließend statistisch (unter anderem durch Hauptkomponentenanalyse/Kreuztabellen mittels PSPP) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Einbettung der Mediation in den Schulkontext und einen Praxisteil, der die Ergebnisse der durchgeführten Umfrage unter 61 Schülern und 8 Pädagogen darlegt.
Wichtige Begriffe sind Schülermediation, Grundschule, Konfliktkultur, Streitklima und Evaluation.
Das pädagogische Personal bewertet die Mediation durchweg positiv und sieht die Schülermediations-AG als ein sinnvolles Instrument zur Verbesserung des Schulklimas.
Der Autor weist darauf hin, dass der Zeitraum für eine nachhaltige Messung von Verhaltensänderungen zu kurz ist und es sich lediglich um eine Ersterhebung ohne Referenzdaten handelt.
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