Masterarbeit, 2007
46 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Zum Aufbau der Arbeit
1.2 Partizipative Erziehung als Voraussetzung für eine kindergerechte Welt
2. Janusz Korczak und sein pädagogischer Ansatz
2.1 Korczaks Weg zur Pädagogik
2.2 Pädagogische Ideen und Ziele
2.3 Korczaks Position zu partizipativer Pädagogik
3. Kinder als Teil der Gesellschaft
3.1 Die Situation der Kinder in unserer Gesellschaft
3.2 Für die Rechte der Kinder kämpfen
3.3 Das Wahlrecht für Kinder
3.4 Die Rechte der Kinder nach der UN-Kinderrechtskonvention
4. Bedeutung, Forschung und Praxis der partizipativen Erziehung
4.1 Ziele der heutigen Partizipationspädagogik und ihre historische Entwicklung
4.2 Erfahren, was eine Gemeinschaft ist – Reformvorschläge für Schule und Gesellschaft
5. Fallbeispiel partizipativer Erziehung: Das „Kinderparlament“ des I-Punkt Rabe e.V.
5.1 Die Einrichtung
5.2 Das Projekt
5.3 Gewonnene Erkenntnisse
6. Schlussfolgerungen
6.1 Das Recht des Kindes auf Partizipation
6.2 Verortung des Rechts auf Partizipation
8. Anhang: Sitzungsprotokolle des „Kinderparlaments“ im I-Punkt Rabe e.V.
8.1 Erste Sitzung, 27.10.06
8.2 Zweite Sitzung, 24.11.06
8.3 Dritte Sitzung, 26.01.07
8.4 Vierte Sitzung, 23.02.07
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Mitbestimmung und Partizipation von Kindern in Erziehung und Gesellschaft, wobei die pädagogischen Leitgedanken von Janusz Korczak als theoretische Basis dienen. Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem postulierten Recht auf Beteiligung und der realen gesellschaftlichen sowie rechtlichen Situation von Kindern in Deutschland aufzuzeigen und durch praktische Fallbeispiele Impulse für eine demokratischere Erziehungspraxis zu geben.
3.1 Die Situation der Kinder in unserer Gesellschaft
In diesem Abschnitt soll eine Momentaufnahme der Situation der Kinder als Teil der modernen demokratischen Industriegesellschaft am Beispiel Deutschlands erfolgen. Ich strebe dabei eine vergleichende Darstellung des Status von Erwachsenen und dem von Kindern an, da die Erwachsenen aufgrund ihrer strukturell besseren Machtstellung die Urheber der Situation beider Gruppen sind und somit die Rahmenbedingungen dessen festlegen, was für beide erlaubt, bzw. erreichbar ist.
Ein kurzer Auszug aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch soll dabei helfen, einen Einblick in die juristische Lage von Kindern in Deutschland zu erhalten. Die Auswahl ist lediglich exemplarisch und beschränkt sich auf vier Paragraphen, die deutschen BürgerInnen grundlegende Rechte einräumen und gleichzeitig Aussagen über das Alter der Menschen treffen, für die diese gelten.
§ 1 Beginn der Rechtsfähigkeit Die Rechtsfähigkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung der Geburt.
§ 2 Eintritt der Volljährigkeit Die Volljährigkeit tritt mit der Vollendung des 18. Lebensjahres ein.
§ 8 Wohnsitz nicht voll Geschäftsfähiger 1. Wer geschäftsunfähig oder in der Geschäftsfähigkeit beschränkt ist, kann ohne den Willen seines gesetzlichen Vertreters einen Wohnsitz weder begründen noch aufheben. [...]
§ 104 Geschäftsunfähigkeit Geschäftsunfähig ist: 1. wer nicht das siebente Lebensjahr vollendet hat, [...] (Bassenge u. a. 2002, S. 8, 9, 11, 75)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Mitbestimmung von Kindern ein und begründet die Relevanz einer partizipativen Erziehung für die Entwicklung von Mündigkeit und Selbstverantwortung.
2. Janusz Korczak und sein pädagogischer Ansatz: Dieses Kapitel skizziert den Werdegang und die pädagogischen Kernkonzepte von Janusz Korczak, wobei insbesondere sein Respekt vor der Kindheit als eigenständiger Lebensphase hervorgehoben wird.
3. Kinder als Teil der Gesellschaft: Der Abschnitt analysiert die aktuelle juristische Lage von Kindern in Deutschland und diskutiert, inwieweit bestehende Gesetze die Partizipation einschränken oder Kinder diskriminieren.
4. Bedeutung, Forschung und Praxis der partizipativen Erziehung: Hier wird der theoretische Forschungsstand zur Partizipationspädagogik dargestellt und kritisch mit historischen sowie modernen Reformvorschlägen für das Bildungssystem verknüpft.
5. Fallbeispiel partizipativer Erziehung: Das „Kinderparlament“ des I-Punkt Rabe e.V.: Das Kapitel dokumentiert ein praktisches Projekt, in dem Kinder in einer Ganztagseinrichtung durch demokratische Parlamentsstrukturen ihren Alltag mitgestalten.
6. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, um die Notwendigkeit zu untermauern, Partizipationsrechte als festen Bestandteil in die Gesetzgebung und das gesellschaftliche Handeln zu integrieren.
8. Anhang: Sitzungsprotokolle des „Kinderparlaments“ im I-Punkt Rabe e.V.: Der Anhang bietet detaillierte Einblicke in die durchgeführten Sitzungen und dient als empirische Grundlage für die Auswertung des Fallbeispiels.
Partizipation, Janusz Korczak, Kinderrechte, UN-Kinderrechtskonvention, Mitbestimmung, Demokratiepädagogik, Kinderparlament, Wahlrecht für Kinder, Ganztagsbetreuung, Kindererziehung, Selbstverwaltung, Selbstverantwortung, Empowerment, Kindeswohl, Bildungsreform.
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten, Kindern eine stärkere Mitsprache an ihrem Erziehungsprozess und der Gestaltung ihres Lebensumfelds zu ermöglichen.
Die Schwerpunkte liegen auf den pädagogischen Theorien von Janusz Korczak, der rechtlichen Analyse der Kinderrechte in Deutschland, der Debatte um ein Wahlrecht für Kinder sowie der praktischen Umsetzung von Partizipation im pädagogischen Alltag.
Das primäre Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass partizipative Erziehung nicht nur ein pädagogisches Ideal, sondern ein notwendiger Baustein für eine demokratische Gesellschaft ist, die Kinder als vollwertige Subjekte anerkennt.
Der Autor verbindet eine theoretische Literaturanalyse zu den Kinderrechten und Erziehungstheorien mit einer empirischen Fallstudie (Aktionsforschung) in einer Kindertageseinrichtung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Janusz Korczak, eine juristische Bestandsaufnahme der Situation von Kindern in Deutschland und eine praxisnahe Evaluation eines Kinderparlaments.
Besonders prägend sind die Begriffe Partizipation, Korczak-Pädagogik, Selbstverwaltung, Mitbestimmung und Kinderrechte.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei der Umsetzung und Disziplinfragen bewertet der Autor das Projekt als Erfolg, da es den Kindern Selbstvertrauen gab und deren Mitwirkung an der Einrichtung nachhaltig stärkte.
Sie dient als globaler Maßstab für Mindeststandards und wird als völkerrechtliches Instrument herangezogen, um den Forderungen nach einer Verankerung der Kinderrechte im deutschen Grundgesetz Nachdruck zu verleihen.
Der Autor unterstützt die Forderung nach Aufhebung der Wahlaltersgrenze und sieht darin einen wesentlichen Schritt, um den Objektstatus von Kindern in der Gesellschaft zu überwinden und sie an politischen Entscheidungen zu beteiligen.
Der Autor fordert den Gesetzgeber auf, Kinderrechte explizit im Grundgesetz zu verankern, um die Partizipation von Kindern einklagbar und verbindlich zu machen.
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