Bachelorarbeit, 2009
44 Seiten, Note: 1,3
Abstract
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Zum Zusammenhang zwischen Arbeitsschutz, Gesundheitsförder-ung und Gesundheitsmanagement
2.2 Salutogenese nach Aaron Antonovsky
3. Anforderungen an ein betriebliches Gesundheitsmanagement
3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.2 Prävention und Gesundheitsförderung
3.3 Gesundheitliche Risiken und Ressourcen am Arbeitsplatz
3.4 Betriebliche Anforderungen
4. Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.1 Handlungsfelder
4.2 Aufbau und Implementierung
4.3 Betriebliche Wiedereingliederung
4.4 Praxisbeispiele
5. Empirische Ergebnisse
6. Fazit und Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), dessen Anforderungen sowie die praktische Umsetzung. Das Hauptziel besteht darin, die Public-Health-Relevanz und den Nutzen von BGM für Unternehmen und Mitarbeiter zu analysieren, wobei die These verfolgt wird, dass eine systematische Implementierung für alle Beteiligten vorteilhaft ist.
2.2 Salutogenese nach Aaron Antonovsky
Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923 – 1994) führte Anfang der 1970er Jahre eine Untersuchung zu den Aus-wirkungen der Menopause bei zentraleuropäischen Frauen der Geburtsjahrgänge 1914 bis 1923 durch. Eine Gruppe dieser Frauen verschiedener ethnischer Herkunft bestand aus Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager, die Antonovsky auf deren gesundheitlichen Zustand untersuchte. Zwar stellte sich erwartungsgemäß heraus, dass die Kontrollgruppe der Nicht-Inhaftierten in ihrer Gesundheit weitaus weniger beeinträchtig war, „(…) [aber] immerhin 29% (!) der inhaftierten Frauen berichteten trotz dieser traumatischen Erlebnisse über eine relativ gute psychische Gesundheit. Antonovsky fragte sich, wie es diese Frauen geschafft hatten, trotz der extremen Belastungen gesund zu bleiben. Dieser Perspektivenwechsel sollte seine ganze weitere Forschungstätigkeit bestimmen (…)“, in dessen Folge er das Konzept der Salutogenese erarbeitete.
Antonovsky wollte hierdurch einen Paradigmenwechsel im Verständnis des Zusammenhangs von Gesundheit und Krankheit erreichen. Nach seiner Auffassung wurde „Krankheit“ durch zu objektive Parameter definiert, die keinen Raum für das subjektive Empfinden des eigenen gesundheitlichen Zustands lassen. Gesundheit sei demnach niemals eindeutig von Krankheit abzugrenzen, sondern müsse weitere Zwischenschritte zulassen, in denen der eigene gesundheitliche Zustand eigeordnet werden kann.
1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Arbeitsplatzes für die Gesundheit und Einführung in die These, dass Gesundheitsmanagement sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer von Vorteil ist.
2. Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung sowie Einführung in das Modell der Salutogenese als theoretische Basis.
3. Anforderungen an ein betriebliches Gesundheitsmanagement: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, ökonomischer Anreize und der Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung von Belastungen je nach Branche und Zielgruppe.
4. Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements: Beschreibung des systematischen Prozessablaufs (von der Zieldefinition bis zur Evaluation) sowie Darstellung von Praxisbeispielen aus verschiedenen Settings.
5. Empirische Ergebnisse: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Evidenz zur Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen und deren ökonomischem Nutzen.
6. Fazit und Diskussion: Synthese der Erkenntnisse mit kritischer Würdigung und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsförderung, Prävention, Arbeitsschutz, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Arbeitsplatz, Public Health, psychische Belastungen, betriebliche Eingliederung, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Fehlzeiten, Gesundheitszirkel, Interventionsstrategien, Arbeitsfähigkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption, den rechtlichen Grundlagen sowie der praktischen Umsetzung und Wirksamkeit von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM).
Zentrale Themen sind die Vernetzung von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung, das Modell der Salutogenese, der Prozess der Implementierung sowie die empirische Bestätigung des betriebswirtschaftlichen Nutzens von Gesundheitsmaßnahmen.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob ein betriebliches Gesundheitsmanagement einen Nutzen stiftet, wobei der Autor von der These ausgeht, dass es für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen vorteilhaft ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Review bestehender Studien zur Wirksamkeit von Interventionen sowie auf der Auswertung von Konzepten verschiedener betrieblicher Settings.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Salutogenese), die rechtlichen und betrieblichen Anforderungen sowie den systematischen Prozess der Umsetzung und die Auswertung empirischer Ergebnisse.
Zu den Schlüsselwörtern zählen unter anderem Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Salutogenese, Arbeitsschutz und Arbeitsfähigkeit.
Es dient als fundamentale theoretische Grundlage, um zu verstehen, warum Menschen trotz belastender Faktoren gesund bleiben können, und bietet Ansätze zur Stärkung der persönlichen Widerstandsressourcen im Arbeitskontext.
Das BEM ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Instrument zur Wiedereingliederung langzeitkranker Mitarbeiter, das aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit als wichtiger Bestandteil in den ganzheitlichen Prozess des BGM integriert werden kann.
Herausforderungen sind oft die Akzeptanz durch Führungskräfte und Belegschaft, der Bedarf an finanziellen und personellen Ressourcen sowie die Notwendigkeit, das System individuell auf die spezifischen betrieblichen Strukturen zuzuschneiden.
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