Bachelorarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung: Fragestellung und Erkenntnisinteresse
2. Was ist Zukunftsforschung?
2.1. Entstehung und Historie
2.2. Methoden und Forschungsfelder
2.3. Ein Definitionsversuch
2.4. Aufgabe der Zukunftsforschung und Beratungspotenzial/-bedarf in der Politik(beratung)
3. Zukunftsforschung als Politikberatung
3.1. Was ist Politikberatung?
3.2. Parlamentarisch-technisch: TAB, Foresight des BMFB, Kommissionen
3.3. Unabhängige „Unis ohne Studenten“: Das Beispiel IZT
3.4 Politikwissenschaftliche Prognostik: Das Beispiel CAP
3.5 Privatwirtschaftliche Beratungsunternehmen: Das Beispiel Prognos
4. Chancen und Probleme der zukunftsforschenden Politikberatung am Beispiel des „FUTUR“-Prozess
4.1. Die beteiligten Institutionen
4.2. Die Kommunikations-, Beratungs- und Meinungsbildungsprozesse
4.3. Die Ergebnisse
4.4 Ende durch vorgezogene Neuwahlen und Neuordnung des Ministeriums
4.5 Evaluation des Futur-Prozesses und Fazit
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Rolle und Wirksamkeit der wissenschaftlichen Zukunftsforschung als Instrument der Politikberatung in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwieweit Zukunftsforschung in den politischen Policy-Prozess eingebunden ist und welchen Einfluss sie durch Agenda-Setting ausübt, wobei die Chancen und Risiken einer langfristig angelegten Politikberatung kritisch reflektiert werden.
3.3. Unabhängige „Unis ohne Studenten“: Das Beispiel IZT
Das prominenteste Beispiel für einen unabhängigen Think Tank ist das schon unter 2.2 genannte Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung mit Sitz in Berlin (IZT), und kann als Ausnahme gelten, welche die Regel bestätigt. Es ist als gemeinnützige GmbH ein unabhängiges öffentliches Forschungsinstitut mit explizit zukunftsforschenden Aufgaben.
„Hauptaufgaben des IZT sind die Durchführung von Forschungsprojekten, die Durchführung wissenschaftlicher und öffentlicher Veranstaltungen, die Erstellung von Gutachten und die Beratung von Politik, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft.“ Dabei stehen die Leitperspektiven der Nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Lebensqualität im Mittelpunkt, eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist obligatorisch. „Obwohl privatwirtschaftlich organisiert und hundertprozentig im nationalen und internationalen Forschungswettbewerb stehend“, soll das Gemeinwohl immer als Verpflichtung im Hintergrund stehen.
Die Bedeutung des IZT kann kaum überschätzt werden: „Der internationale MERCURIO der Handelsblatt GmbH zählt das IZT zu den sieben ´wichtigsten Denkfabriken in Europa´.“ Wirtschaftlich funktioniert das IZT vornehmlich im privatwirtschaftlichen Wettbewerb, belegt an Hand der Tatsache, „dass mit jedem Euro der Projektförderung aus dem Haushalt des Landes Berlin durch das IZT rund 33 Euro für wissenschaftliche Projekte bei EU, Bund, Ländern und privaten Zuwendungsgebern eingeworben wurden. Das liegt weit über dem Mittelwert aller Forschungseinrichtungen in Berlin, für die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung nur ein Verhältnis von 1 zu 3,6 festgestellt hat.“
1. Einleitung: Fragestellung und Erkenntnisinteresse: Einführung in die Problematik der Zukunftsforschung als politikberatende Disziplin und Formulierung des Untersuchungsinteresses.
2. Was ist Zukunftsforschung?: Darstellung der historischen Entstehung, der methodischen Vielfalt und des Definitionsversuchs von Zukunftsforschung als Metawissenschaft.
3. Zukunftsforschung als Politikberatung: Analyse verschiedener institutioneller Akteure wie parlamentarischen Einrichtungen, Think Tanks und privatwirtschaftlichen Beratungsunternehmen.
4. Chancen und Probleme der zukunftsforschenden Politikberatung am Beispiel des „FUTUR“-Prozess: Detaillierte Fallstudie über den FUTUR-Prozess unter Berücksichtigung der Prozesse, Ergebnisse und des vorzeitigen Abbruchs.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Diskrepanz zwischen politischem Bedarf und tatsächlicher Institutionalisierung der Zukunftsforschung.
Zukunftsforschung, Politikberatung, Policy-Prozess, Technikfolgenabschätzung, Nachhaltigkeit, FUTUR-Prozess, Think Tanks, Agenda-Setting, Prognostik, Interdisziplinarität, Beratungspotenzial, Metawissenschaft, Szenario-Methode, Politische Strategiebildung.
Die Arbeit analysiert die Rolle der Zukunftsforschung innerhalb der deutschen Politikberatung und untersucht, wie wissenschaftliche Zukunftsprojektionen in politische Entscheidungsprozesse einfließen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Zukunftsforschung, die institutionelle Einbettung in Deutschland, die Methodik der Zukunftsforschung sowie die Analyse von Beratungsbedarfen und deren Umsetzung.
Ziel ist es zu klären, inwieweit Zukunftsforschung bereits politikberatend tätig ist, wie sie in politische Prozesse eingebunden wird und welche Chancen sowie Risiken dies für die Zukunftsforschung birgt.
Der Autor nutzt eine literaturgestützte Analyse bestehender Forschungsliteratur sowie Primärquellen wie Berichte beteiligter Institutionen und Medienberichte, kombiniert mit einer vertiefenden Fallstudie zum FUTUR-Prozess.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Zukunftsforschung, eine Bestandsaufnahme relevanter Institutionen (TAB, IZT, CAP, Prognos) und eine detaillierte Fallstudie zur zukunftsforschenden Politikberatung am Beispiel des FUTUR-Prozesses.
Wesentliche Begriffe sind Politikberatung, Zukunftsforschung, Agenda-Setting, Nachhaltigkeit und das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Langfristplanung und kurzfristigen politischen Zyklen.
Der FUTUR-Prozess wird als repräsentatives Beispiel für eine partizipative, auf direkte Politikberatung ausgerichtete Zukunftsforschung gewählt, die zudem die Problematik politisch motivierter Prozessabbrüche verdeutlicht.
Das IZT wird als führendes, unabhängiges Forschungsinstitut angeführt, das durch seine wissenschaftliche Arbeit und öffentliche Präsenz als wichtiger Akteur im Bereich der Zukunftsberatung agiert.
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