Diplomarbeit, 2009
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Service-Orientierte Architekturen
2.1 Definition und Ziele einer SOA
2.2 Struktur einer SOA
2.3 Technologische Abgrenzungen
3 Merkmale der Granularität
3.1 Definition der Granularität
3.2 Arten und Ausprägungen der Granularität
3.2.1 Funktionale Granularität
3.2.2 Schnittstellen- oder Datengranularität
3.2.3 Granularitätsgrade
4 Instrumente zur Bestimmung der Granularität
4.1 Bestimmungsfaktoren
4.1.1 Zielsetzungen der Bestimmungsfaktoren
4.1.2 Wiederverwendbarkeit
4.1.3 Flexibilität
4.1.4 Kommunikation
4.1.5 Geschäftswert
4.2 Mittel zur Bestimmung der Granularität
4.2.1 Wirkung von Architektur-Design-Prinzipien
4.2.2 Kopplung und Kohäsion
4.2.3 Trennung der Zuständigkeiten
4.2.4 Abstraktion und Kapselung
4.2.5 Modularität und Autonomie
4.3 Verfahren zur Bestimmung der Granularität von Diensten
4.3.1 Metriken der Granularität
4.3.2 Prozess zur Dienstidentifikation
5 Vergleich mit früheren Software-Engineering-Paradigmen
5.1 Evolution zur SOA
5.2 Objektorientierung
5.3 Komponentenorientierung
5.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der SE-Paradigmen
6 Die Bestimmung der Granularität in der Praxis
6.1 Fallstudie zur Bedeutung der Granularität von Diensten
6.2 Ergebnisse der Fallstudie und Bedeutung für die Praxis
7 Resümee und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erörterung unterschiedlicher Ansätze zur Bestimmung einer optimalen Granularität für Dienste innerhalb einer Service Orientierten Architektur (SOA), um ein methodisches Rahmenkonzept zur Entscheidungsfindung zu entwickeln. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie optimale Granularität bestimmt werden kann und welche Konzepte hierfür zur Verfügung stehen, wobei die Praxisrelevanz anhand einer Fallstudie untermauert wird.
3.1 Definition der Granularität
Der Begriff Granularität wird in der wissenschaftlichen Literatur je nach Kontext unterschiedlich verwendet. Im Allgemeinen wird unter Granulation die Bildung einer körnigen Struktur verstanden. Bezogen auf das Design eines Software-Programmes wird der Begriff Granularität gewöhnlich verwendet, um den Grad der Detaillierung zu beschreiben. Konkreter kann auch vom "Grad der Feinheit der Problemzerlegung" gesprochen werden. Das Ausmaß der Feinheit der Problemzerlegung kann hin wiederum als "Größe der Entitäten, die in einem System unabhängig adressierbar sind" näher bestimmt werden. Innerhalb einer SOA entsprechen den Entitäten die einzelnen Dienste. Die Granularität ist demnach die Aufteilung eines Problembereiches, einer so genannten Domäne, in Gruppen kleinerer Elemente. Jede Gruppe wird dabei als unteilbare Einheit betrachtet, wobei eine Domäne einen thematisch in sich abgeschlossenen Anwendungsbereich darstellt. Für einen Dienst im Kontext einer SOA kommt die Granularität dem "Grad der ausgeführten Arbeit" gleich. Diesem entspricht die Funktionalität eines Dienstes, die bei einem Aufruf und Datenaustausch ausgeführt wird.
Da Dienste einer SOA gemeinhin auch Nachrichten austauschen, bezieht sich Granularität als Grad der Detaillierung u.a. auch auf die übertragenen Daten. Infolgedessen ist eine reine Beschränkung der Granularität auf den Grad der Funktionalität für eine Bestimmung einer optimalen Granularität von Diensten nicht hinreichend. Im eigentlichen abstrakten Sinne ist Granularität weiter fassend. Also ist die Granularität das Festlegen der richtigen Größe eines Dienstes im Hinblick auf Funktionalität und Datenaustausch.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problemstellung ein, dass SOA-Projekte häufig an der unzureichenden Granularitätsfestlegung scheitern, und definiert die Zielsetzung zur Erarbeitung eines methodischen Rahmenkonzepts.
2 Service-Orientierte Architekturen: Dieses Kapitel liefert Grundlagen zur SOA, definiert den Begriff und beleuchtet die Struktur sowie technologische Abgrenzungen.
3 Merkmale der Granularität: Es erfolgt eine genaue Begriffsbestimmung der Granularität sowie die Differenzierung in funktionale und Datengranularität inklusive ihrer Ausprägungen.
4 Instrumente zur Bestimmung der Granularität: Der Schwerpunkt der Arbeit, der Bestimmungsfaktoren wie Wiederverwendbarkeit und Geschäftswert mit Architekturprinzipien und Identifikationsverfahren verknüpft.
5 Vergleich mit früheren Software-Engineering-Paradigmen: Untersuchung der Evolution von objekt- und komponentenorientierten Ansätzen hin zur SOA sowie deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
6 Die Bestimmung der Granularität in der Praxis: Vorstellung einer Fallstudie und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der Übertragbarkeit auf reale Praxisumgebungen.
7 Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich wissenschaftlicher Entscheidungsmodelle.
Service Orientierte Architektur, SOA, Granularität, Dienst, Wiederverwendbarkeit, Flexibilität, Geschäftswert, Kopplung, Kohäsion, Modularität, Abstraktion, Dienstidentifikation, Software-Engineering, IT-Strategie, Prozessautomatisierung
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Herausforderungen, die bei der Bestimmung der optimalen Größe (Granularität) von Diensten innerhalb einer Service Orientierten Architektur (SOA) entstehen.
Die Themenfelder umfassen die Definition der Granularität, die Analyse von Einflussfaktoren wie Flexibilität und Wiederverwendbarkeit sowie die Anwendung von Architekturprinzipien wie Kopplung und Kohäsion.
Das Ziel ist die Erstellung eines methodischen Rahmenkonzepts, das Unternehmen dabei unterstützt, die Granularität ihrer Dienste so zu wählen, dass eine hohe Rentabilität und Flexibilität erreicht wird.
Es wird eine qualitative Analyse der Literatur sowie eine begleitende Fallstudie durchgeführt, um die theoretischen Konzepte in einem praxisnahen Szenario zu validieren.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Instrumente zur Bestimmung der Granularität, die Abgrenzung zu älteren Software-Paradigmen und die Identifikation von Diensten in iterativen Prozessen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie SOA, Dienst, Granularität, Kopplung, Kohäsion, Wiederverwendbarkeit und Prozessidentifikation aus.
Eine falsche Wahl der Granularität führt entweder zu einer zu hohen Komplexität durch zu viele kleine Dienste oder zu einer mangelnden Flexibilität durch zu grobgranulare, schwer änderbare Systeme.
Der Geschäftswert ist ein zentraler Bestimmungsfaktor; er stellt sicher, dass die Dienste nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich rentabel auf die Unternehmensziele ausgerichtet sind.
Während objektorientierte Ansätze oft feingranulare Objekte definieren, verfolgt eine SOA einen auf Geschäftsprozesse ausgerichteten, abstrakteren Laufzeit-Ansatz zur Integration heterogener Systeme.
Die Fallstudie verdeutlicht die praktische Komplexität der Dienstidentifikation und zeigt auf, dass eine "grüne Wiese" selten existiert und Altsysteme die Granularitätsentscheidungen maßgeblich beeinflussen.
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