Diplomarbeit, 2009
70 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Begriff Unternehmen
2.2 Der Begriff Kultur
2.2.1 Die Ebenen einer Kultur nach Schein
2.3 Der Begriff Unternehmenskultur
2.3.1 Die Kernelemente einer Unternehmenskultur
2.3.1.1 Werte
2.3.1.2 Normen
2.3.1.3 Bedeutungen
2.3.1.4 Symbole
2.4 Abgrenzung der Unternehmenskultur von ähnlichen Konzepten
2.4.1 Unternehmensklima
2.4.2 Unternehmensphilosophie
2.4.3 Corporate Identity
2.4.4 Betriebsgemeinschaft
2.5 Funktionen der Unternehmenskultur
2.5.1 Originäre Funktionen
2.5.1.1 Koordinationsfunktionen
2.5.1.2 Integrationsfunktion
2.5.1.3 Motivationsfunktion
2.5.2 Derivative Funktion
2.6 Der theoretische Ansatz von Peters/Waterman zur Erfassung der Unternehmenskultur
2.7 Unternehmenskultur-Typologien
2.7.1 Ansatz von DEAL/KENNEDY
2.7.2 Ansatz von Heinen
3 Unternehmenskultur als Wettbewerbsfaktor
3.1 Die Entstehung und Entwicklung von Unternehmenskulturen nach Sackmann
3.2 Die Gestaltung von Unternehmenskulturen
3.3 Faktoren, die den Unternehmenserfolg beeinflussen
3.3.1 Identität
3.3.2 Strategische Orientierung
3.3.3 Kundenorientierung
3.3.4 Lern- und Anpassungsfähigkeit
3.3.5 Innovationsfähigkeit
3.3.6 Nutzen der Potenziale der Mitarbeiter
3.3.7 Straff-lockeres Führungsverhalten
3.3.8 Leistungsprinzip
3.4 Methoden eines kulturbewussten Managements
3.4.1 Das gelebte Wertesystem
3.4.2 Symbolisches Management
3.4.3 Konsensorientiertes Management
3.4.4 Werteorientiertes Personalmanagement
3.4.4.1 Personalauswahl
3.4.4.2 Personaleinführung
3.4.4.3 Personalentwicklung
3.4.4.4 Personalfreisetzung
3.4.4.5 Anreizsysteme
3.5 Corporate Social Responsibility als strategisches Instrument
3.6 Kritik an dem Konzept der Unternehmenskultur
4 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die strategische Bedeutung der Unternehmenskultur als essenziellen Wettbewerbsfaktor in einem zunehmend verschärften wirtschaftlichen Umfeld. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sogenannte "weiche Faktoren" als langfristige Investition in den Unternehmenserfolg genutzt werden können und warum eine kulturbewusste Führung für die Motivation und Identifikation der Mitarbeiter entscheidend ist.
3.3.3 Kundenorientierung
Die Kundenorientierung als unternehmenskultureller Faktor hat einen großen Einfluss auf den finanziellen Erfolg einer Unternehmung. Ist der Kunde nicht zufrieden geht er zur Konkurrenz, betreibt negative Mundpropaganda und die Umsätze schwinden dahin. Aus diesem Grund sollte er bei allen Aktivitäten des Unternehmens immer im Fokus stehen, besser noch, die Kundenorientierung sollte in den Unternehmensgrundsätzen schriftlich verankert sein und durch ein werteorientiertes Kundenbeziehungsmanagement (CRM) gelebt werden – getreu dem Motto „der Kunde ist König“.
Ein Grundsatz der Toyota Motor Corporation lautet: „Do the right thing for the company, its employees, the customer, and society as a whole.” Damit steht der Kunde im Mittelpunkt der unternehmerischen Tätigkeit und die Aufmerksamkeit aller Mitarbeiter ist voll und ganz auf ihn gerichtet. Als kleines Beispiel soll hier der Produktentwicklungsprozess dienen. Jeder Schritt wird dahingehend hinterfragt, ob die Erneuerung auch einen Mehrwert für den Kunden darstellt, für den er bereit ist zu bezahlen. So lautet die erste Frage im Toyota-Produktionssystem (TPS) stets: „Was erwartet der Kunde von diesem Prozess?“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Unternehmenskultur als Managementfaktor, angestoßen durch den Erfolg japanischer Unternehmen und die Studie von Peters/Waterman.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Unternehmen und Kultur und führt in das Ebenen-Modell nach Schein sowie die Kernelemente und Typologien der Unternehmenskultur ein.
3 Unternehmenskultur als Wettbewerbsfaktor: Der Hauptteil analysiert die Entstehung und Entwicklung von Unternehmenskulturen, identifiziert Erfolgsfaktoren und diskutiert Methoden sowie kritische Aspekte des Konzepts.
4 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung der Unternehmenskultur als strategischen Wettbewerbsvorteil, der durch bewusstes Management und die Vorbildfunktion der Führungskräfte gepflegt werden muss.
Unternehmenskultur, Wettbewerbsfaktor, Managementlehre, Führungskultur, Unternehmenserfolg, Werte, Normen, Organisationsentwicklung, Identität, Kundenorientierung, Personalmanagement, Corporate Social Responsibility, Strategische Führung, Wertewandel, Unternehmensklima
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung der Unternehmenskultur als einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor, der Unternehmen hilft, sich in einem globalisierten Umfeld abzuheben und langfristig erfolgreich zu sein.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Unternehmenskultur, deren Funktionen, Typologien, Faktoren zur Erfolgsbeeinflussung sowie Methoden eines kulturbewussten Managements.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, warum Unternehmenskultur keine rein "weichen" Kostenfaktoren darstellt, sondern als strategische Investition und Wettbewerbsvorteil zu begreifen ist.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt theoretische Modelle (wie das von Edgar Schein, Peters/Waterman, Sackmann und Heinen), um Unternehmenskultur systematisch zu erklären und in die Praxis zu übersetzen.
Der Hauptteil vertieft die Entstehung und Entwicklung von Kulturen, analysiert acht spezifische Erfolgsfaktoren, stellt Methoden wie das symbolische Management vor und bewertet kritisch die Risiken einer zu starren Unternehmenskultur.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Unternehmenskultur, Wettbewerbsvorteil, Führung, Werteorientierung, Innovationsfähigkeit und Mitarbeiterbindung.
Während die Unternehmenskultur meist organisch von innen heraus wächst und sich nur langsam wandeln lässt, ist die Corporate Identity eine strategisch geplante, nach außen gerichtete Selbstdarstellung eines Unternehmens.
Führungskräfte agieren als Kulturschöpfer und Vorbilder. Durch ihr tägliches Verhalten kommunizieren sie die gelebten Werte und entscheiden maßgeblich darüber, ob die Unternehmensphilosophie von den Mitarbeitern verinnerlicht wird.
Eine zu stark ausgeprägte Kultur kann zu "Kulturdenken" führen, bei dem das Unternehmen unflexibel gegenüber Veränderungen wird, interne Warnsignale ignoriert und notwendige Innovationen durch das Festhalten an alten Erfolgsmustern blockiert.
CSR wird als Instrument dargestellt, das idealerweise auf den Werten der Unternehmenskultur aufbaut, um Glaubwürdigkeit in der Gesellschaft zu erzielen und somit den langfristigen Unternehmenswert zu steigern.
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