Diplomarbeit, 2008
102 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Teams und Teamarbeit
1.1 Definition eines Teams
1.1.1 Merkmale eines erfolgreichen Teams
1.1.2 Rollenverteilung
1.2 Teamarbeit
1.2.1 Faktoren für Teamarbeit
1.2.1.1 Harte Faktoren
1.2.1.2 Weiche Faktoren
2. Führen und Leiten
2.1 Führung
2.2 Teamleitung
2.3 Führungsaufgaben der Teamleitung
2.4 Führungskompetenzen
2.4.1 Fachkompetenz
2.4.2 Methodenkompetenz
2.4.3 Sozialkompetenz
2.4.4 Selbstkompetenz
2.5 Führungsstile
2.5.1 Das Verhaltensgitter nach Blake & Mouton (1964)
2.5.2 Der autoritäre Führungsstil
2.5.3 Der patriarchalische Führungsstil
2.5.4 Der kooperative Führungsstil
2.5.5 Der partizipative Führungsstil
2.5.6 Der laissez-faire-Führungsstil
2.5.7 Der situative Führungsstil
3. Konflikte in sozialen Organisationen
3.1 Definition
3.2 Chancen und Risiken
3.3 Konfliktdiagnose
3.3.1 Konfliktarten
3.3.2 Konfliktursachen
3.3.2.1 Grundlegende Ursachen
3.3.2.2 Phasenspezifische Ursachen
3.3.3 Konfliktsymptome
3.3.4 Eskalationsstufen
4. Konfliktmanagement als Leitungsaufgabe
4.1 Umgang mit Konflikten
4.2 Konfliktbewältigung
4.2.1 Vorbereitung zur Konfliktbewältigung
4.2.2 Grundstrategien der Konfliktbewältigung
4.2.2.1 Win-Win-Strategie
4.2.2.2 Win-Lose-Strategie
4.2.2.3 Lose-Lose-Strategie
4.2.3 Das Harvard-Konzept
4.3 Das kooperative Konfliktgespräch
4.3.1 Das Sechs-Phasen-Modell des kooperativen Konfliktgesprächs
4.3.2 Kommunikationsmuster
5. Konfliktmanagement als Aufgabe einer teamintegrierten Leitung
5.1 Konflikte
5.2 Konfliktbewältigungsmöglichkeiten
5.2.1 Konfliktabbau durch Verringerung des Konfliktpotentials
5.2.2 Das Aushandeln zwischen den Konfliktparteien
5.2.3 Das Einwirken einer dritten Partei
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die allgemeinen Anforderungen an eine Leitungskraft im Kontext der sozialen Arbeit und beleuchtet insbesondere die Konflikte, die durch eine teamintegrierte "Sandwichposition" entstehen. Dabei wird analysiert, wie Leitungskräfte professionell mit Konflikten umgehen können, um sich nicht zwischen widersprüchlichen Erwartungen von Vorgesetzten und Mitarbeitern aufzureiben.
1.1.2 Rollenverteilung
Wie schon im vorherigen Punkt genannt, drückt das Merkmal Rollenverteilung aus, welche Funktion eine Person im Team übernommen hat und für welche Teilaufgaben sie zuständig ist. Diese Rollenverteilung ist notwendig, da ohne eine klare Verteilung der Teamrollen die Ausführung einer gemeinsamen Arbeitsaufgabe nicht möglich ist. Häufig sind sich die Teammitglieder lediglich ihrer funktionalen Rolle im Team bewusst. Doch neben dieser funktionalen Rolle vertreten die Teammitglieder auch eine Teamrolle, die nicht ohne weiteres für alle ersichtlich ist. Gemeint ist hiermit, dass Teammitglieder neben der Fachlichkeit auch persönliche Stärken mitbringen, die für die Teamarbeit nutzbar gemacht werden können (Daigeler 2006: 105). Das bedeutet, dass jedes einzelne Teammitglied gemäß seiner persönlichen Stärke am richtigen Platz einzusetzen ist, um Synergie-Effekte zu erzielen.
Die „heterogene Zusammensetzung nach individuellen Fähigkeiten, die jenseits der Fachlichkeit im Zusammenspiel für gute Leistungen“ sorgt, unterscheidet eine Arbeitsgruppe von einem Team (Daigeler 2006: 103). Auch Krüger (2006: 34) schreibt, dass die fachliche Qualifikation, die Persönlichkeit und die Teamfähigkeit wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung eines Teams sind.
Darüber hinaus ist eine Balance der Teamrollen sinnvoll, um im sozialen Bereich möglichst ganzheitliche Hilfen anbieten zu können. Damit ein Organisationsziel - aber auch ein Klientenziel - ganzheitlich erreicht werden kann, ist es sinnvoll, verschiedene Berufsgruppen zu vereinen, um unterschiedliche Sichtweisen zu erhalten und Synergieeffekte nutzen zu können (Empfehlungen zur Teamarbeit 2002: 13 f.). Die verschiedenen Teamrollen sollten dabei allen Beteiligten transparent gemacht werden, da nur so die unterschiedlichen Zuständigkeiten ersichtlich sind. Ein wichtiger Grundsatz ist, Rollen flexibel zu gestalten. Häufig kristallisieren sich im Arbeitsprozess immer mehr Stärken der Mitarbeiter heraus, die nutzbar gemacht werden können. Die Leitung sollte hierauf flexibel reagieren, da durch eine Rollenerweiterung „positive Energien“ freigesetzt werden und diese Veränderung als Chance verstanden wird. Für die Führungsrolle gilt dies ebenfalls: Teilbereiche der Leitung können an geeignete Teammitglieder delegiert werden (Daigeler 2006: 105 f.).
0. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Motivation des Autors, der im Rahmen eines Praktikums die Relevanz von Konfliktmanagement in sozialen Teams erkannte und die "Sandwichposition" der Teamleitung untersuchen möchte.
1. Teams und Teamarbeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Team" im Abgleich mit "Arbeitsgruppe" und erläutert wichtige Merkmale sowie Entwicklungsphasen erfolgreicher Teamarbeit.
2. Führen und Leiten: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Führung und Teamleitung dargelegt, insbesondere die Rollen des Teamleiters als "Erster unter Gleichen" und die benötigten Führungskompetenzen.
3. Konflikte in sozialen Organisationen: Dieses Kapitel widmet sich der Definition und Diagnose von Konflikten, beleuchtet deren positive wie negative Aspekte und stellt Modelle wie die Eskalationsstufen nach Glasl vor.
4. Konfliktmanagement als Leitungsaufgabe: Hier stehen der Umgang mit Konflikten, Strategien der Konfliktbewältigung (z.B. Harvard-Konzept) sowie die Struktur kooperativer Konfliktgespräche im Fokus.
5. Konfliktmanagement als Aufgabe einer teamintegrierten Leitung: Dieses Kapitel wendet die Theorie spezifisch auf die "Sandwichposition" an und stellt Methoden wie den Konfliktabbau und die Einwirkung Dritter vor.
6. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse über die Rolle der teamintegrierten Leitung zusammen und betont die Notwendigkeit von Sozialkompetenz und situativem Handeln.
Teamleitung, Konfliktmanagement, Soziale Arbeit, Sandwichposition, Teamentwicklung, Führungskompetenz, Konfliktbewältigung, Kommunikation, Harvard-Konzept, Kooperation, Rollenverteilung, Eskalationsstufen, Mediation, Teamarbeit, Führungsstil.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Herausforderungen von Führungskräften in der sozialen Arbeit, die sich in einer teamintegrierten Leitungsposition befinden – der sogenannten Sandwichposition.
Im Zentrum stehen die Konzepte von Teams und Teamarbeit, verschiedene Führungsstile, Konflikttheorien in Organisationen sowie konkrete Techniken des Konfliktmanagements.
Das Ziel ist zu untersuchen, wie teamintegrierte Leitungskräfte Konflikte erkennen, konstruktiv lösen oder verhindern können, ohne sich zwischen den widersprüchlichen Erwartungen von Vorgesetzten und Teammitgliedern aufzureiben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse etablierter Konzepte der Managementtheorie, der Sozialpsychologie und der Konfliktforschung, die auf die spezifischen Anforderungen der sozialen Arbeit übertragen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Teams und Führung, eine umfassende Konfliktdiagnostik und praktische Strategien zur Konfliktbewältigung für teamintegrierte Leitungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Teamleitung, Sandwichposition, Konfliktmanagement, Teamentwicklung, Führungskompetenz und Eskalationsstufen.
Die teamintegrierte Leitung arbeitet selbst aktiv im Team mit ("Erster unter Gleichen"), besitzt oft keine disziplinarische Macht und befindet sich daher in einem Spannungsfeld zwischen Führungskräftekreis und Mitarbeiterschaft.
Das Harvard-Konzept dient als wichtige Win-Win-Strategie, um bei Konflikten hart in der Sache, aber weich gegenüber den Menschen zu bleiben, was für die Aufrechterhaltung tragfähiger Arbeitsbeziehungen essentiell ist.
In dieser Position ist die Leitung widersprüchlichen Anforderungen ausgesetzt (z.B. Leistungsdruck von oben vs. Harmoniebedürfnis von unten), was die Gefahr eines inneren Rollenkonflikts und den Druck zur Selbststeuerung massiv erhöht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

