Diplomarbeit, 2009
81 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
1.1 Signaltransduktion
1.2 Der PI3K/Akt Signalweg
1.3 Pathologische Veränderungen im PI3K/AKT Signalweg
1.4 RNA-Interferenz
1.5 Zielstellung der Arbeit
2. Material und Methoden
2.1 Materialien
2.1.1 Geräte
2.1.2 Verbrauchsmaterialien
2.1.3 Medien, Puffer und Lösungen
2.1.4 Western Blot Antikörper
2.1.5 Chemikalien und Reagenzien
2.1.6 siRNAs
2.2. Zellbiologische Methoden
2.2.1 Kultivierung humaner Leukämiezelllinie Jurkat
2.2.2 Quantifikation – Zellzahl und Vitalität
2.3. Molekularbiologische Methoden
2.3.1 Herstellung von Proteinlysaten
2.3.2 Proteinbestimmung nach Bradford
2.3.3 Western Blot
2.3.3.1 SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese
2.3.3.2 Semi-Dry Blot
2.3.3.3 Proteinfärbung mit Ponceau S
2.3.3.4 Blocken unspezifischer Bindungsstellen und Immunreaktion
2.3.3.5 Detektion mittels Meerrettichperoxidase
2.4. Transfektion mit siRNA (small interfering RNA)
2.4.1 Transfektion mittels Elektroporation
2.4.2 Verwendete siRNA Moleküle
2.5 Durchflusszytometrie
2.5.1 Bestimmung der Transfektionsrate
2.5.2 Apoptose-/ Nekrosemessung
2.5.3 Intrazelluläre Färbung
2.6. Statistik
3. Ergebnisse
3.1 Transfektionseffizienz
3.2 Transfektion mit Cell Death siRNA
3.3 Ergebnisse der Transfektion mit siRNA AKT1
3.4 Ergebnisse der Transfektion mit siRNA AKT2
3.5 Transfektion mit AKT siRNA in Kombination
3.6 Überblick der Ergebnisse der Western Blots
3.7 Transfektionen mit AKT siRNA bei gleichzeitiger Stimulation mit IGF
4. Diskussion
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die funktionelle Bedeutung des Proteins AKT innerhalb des PI3K/AKT-Signalweges in der humanen T-Zell-Leukämiezelllinie Jurkat. Ziel ist es, durch die spezifische Inaktivierung von AKT mittels RNA-Interferenz (siRNA) die Auswirkungen auf Proliferation, Apoptoseinduktion und Proteinexpression zu charakterisieren, um das therapeutische Potenzial dieses Signalwegs für die Behandlung akuter lymphatischer Leukämien zu evaluieren.
1.1 Signaltransduktion
Unter Signaltransduktion versteht man die Weiterleitung eines Primärsignals und die im Endeffekt daraus resultierenden Vorgänge innerhalb einer Zelle. Sie dient der Integration einer Zelle in ihre Umwelt und gibt ihr die Möglichkeit auf verschiedene interne oder externe Reize entsprechend zu reagieren. Die Signaltransduktion wird durch eine Vielzahl von Signalwegen vermittelt. An denen sind eine große Anzahl von Enzymen und sekundären Botenstoffen in einer oder mehreren nachgeschalteten Ebenen beteiligt. In der Literatur wird dabei auch oft von Signalkaskaden gesprochen [1]. Ein Signalweg steht und wirkt aber nie isoliert, sondern seine Signale werden zusammen mit denen anderer Signalkaskaden im Zytoplasma oder Zellkern integriert. Durch Signalkaskaden entsteht ein komplexes Signalnetzwerk, welches viele Feedback-Reaktionen und eine bessere Reaktionsfähigkeit bei auftretenden Störungen ermöglicht. Signaltransduktionsvorgänge sind für alle Organismen von essentieller Bedeutung. Da sie es zum einen ermöglichen auf Veränderungen ihrer Umwelt entsprechend zu reagieren und so ihr Überleben zu sichern und zum anderen, wie bereits erwähnt, um innere und äußere Reize zu verarbeiten. Durch Signaltransduktion werden wichtige biologische Prozesse reguliert wie z.B. die Immunreaktion, sämtliche Sinneswahrnehmungen, Zellproliferation und Gentranskription.
Am Anfang einer jeden Signaltransduktionskette steht ein extrazellulärer oder intrazellulärer Reiz. Dies können Hormone, Wachstumsfaktoren oder Neurotransmitter aber auch elektromagnetische Wellen (Licht), Duftstoffe oder mechanische Reize sein. Die extrazellulären Signale werden von einem Rezeptormolekül empfangen, welches gewöhnlich nur von einem bestimmten Signaltyp aktiviert werden kann. Daraufhin wird ein intrazelluläres Signal erzeugt, was in der Folge zu einer Signalkaskade führt bis eine endgültige Antwort der Zelle wie z.B. Aktivierung eines Stoffwechselenzyms oder Anschalten der Expression eines Gens ausgelöst wird [1].
Im Folgenden soll näher auf die Auslösung von Signalwegen durch Wachstumsfaktoren eingegangen werden. Diese spielen bei dem in dieser Arbeit untersuchten PI3K/AKT Signalweg eine entscheidende Rolle.
1. Einleitung: Vermittelt die theoretischen Grundlagen zur Signaltransduktion, zum PI3K/AKT-Signalweg, dessen pathologischen Veränderungen bei Krebserkrankungen sowie zur Methode der RNA-Interferenz und der Zielstellung der Arbeit.
2. Material und Methoden: Beschreibt detailliert die verwendeten Geräte, Chemikalien, Puffer sowie die zell- und molekularbiologischen Methoden, insbesondere die Transfektion mittels Elektroporation, Durchflusszytometrie und Western Blot.
3. Ergebnisse: Präsentiert die experimentellen Daten zur Transfektionseffizienz, zum Effekt der AKT-Inaktivierung auf Zellzahl, Vitalität und Apoptoserate sowie die Proteinexpression unter verschiedenen Versuchsbedingungen.
4. Diskussion: Interpretiert die erzielten Ergebnisse im Kontext der aktuellen Forschung zu PI3K/AKT-Inhibitoren und diskutiert die Bedeutung von AKT für das Zellüberleben und die Proliferation in der Jurkat-Zelllinie.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert zukünftige Ansätze zur weiteren Erforschung von PI3K/AKT-Signalwegen und deren Rolle bei Leukämien.
AKT, PI3K/AKT-Signalweg, siRNA, RNA-Interferenz, Jurkat-Zellen, akute lymphatische Leukämie, Elektroporation, Apoptose, Proliferation, Western Blot, Durchflusszytometrie, Signaltransduktion, Tumorentwicklung, Geninaktivierung, Caspase.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Funktion des Proteins AKT innerhalb des PI3K/AKT-Signalweges in Jurkat-Leukämiezellen und der Möglichkeiten, dieses Protein mittels siRNA gezielt auszuschalten.
Die zentralen Themen sind Signaltransduktion, molekulare Mechanismen der Apoptose, Proliferation von Krebszellen sowie moderne molekularbiologische Methoden der Geninaktivierung.
Das primäre Ziel ist es, die Rolle von AKT in Leukämiezellen durch spezifisches Ausschalten zu untersuchen und zu bewerten, ob dies einen therapeutischen Ansatz zur Behandlung akuter lymphatischer Leukämien darstellen könnte.
Hauptmethoden sind die transiente Transfektion mittels Elektroporation, die Durchflusszytometrie zur Analyse von Apoptose und Zellvitalität sowie die Proteinanalytik durch den Western Blot.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die experimentelle Durchführung der Transfektionen mit unterschiedlichen siRNA-Konzentrationen sowie die systematische Analyse der gewonnenen Ergebnisse zu Proliferation und Proteinsignatur.
Die wichtigsten Schlagworte sind AKT, siRNA, PI3K/AKT-Signalweg, Apoptose, Proliferation, Jurkat-Zellen und Elektroporation.
Jurkat-Zellen wurden als Modell für eine humane T-Zell-Leukämie gewählt, da sie kein PTEN exprimieren und ein hohes Level an aktiviertem AKT aufweisen.
Da die Transfektion mit einzelnen siRNAs nur geringfügige Effekte zeigte, wurden beide siRNAs kombiniert, um eventuell stärkere Hemmeffekte bei der Proliferation oder Apoptoseinduktion zu erzielen.
Die Wirksamkeit wurde mittels Western Blot überprüft, wobei durch Antikörper gegen AKT und Caspasen die verringerte Expression des Proteins sowie die Spaltung von Caspase-Substraten nachgewiesen wurde.
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