Bachelorarbeit, 2006
56 Seiten, Note: 3,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
1.1 Untersuchungshintergrund
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Amerikanisierung
2.1 Charakteristika von Amerikanisierung
2.1.1 Professionalisierung
2.1.2 Negative Campaigning – Der Angriffswahlkampf
2.1.3 Personalisierung
2.1.4 Mediatisierung
2.1.5 Entideologisierung
2.2 Amerikanisierung oder Modernisierung?
3 Medien | Tageszeitungen
3.1 Die überregionale Qualitätszeitung
3.2 Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
3.3 Die Boulevardzeitung im Straßenverkauf
3.4 Die BILD Zeitung
4 Aufbau der Untersuchung
4.1 Inhaltsanalyse
4.2 Auswahl des Analysematerials und Untersuchungszeitraum / Medienstichprobe
4.3 Artikelstichprobe
4.4 Operationalisierung und Kategoriebildung
4.4.1 Formale Kategorien
4.4.2 Inhaltliche Kategorien
5 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Interpretation von Professionalisierung
5.2 Interpretation von Negative Campaigning
5.3 Interpretation von Personalisierung
5.4 Interpretation „Horse Race“ – der Kandidatenwettstreit
5.5 Auswertung der Themen der Wahlkampfberichterstattung
5.6 Auswertung der Anlässe für die Berichterstattung
6 Conclusio
Diese Bachelor-Abschlussarbeit untersucht, ob und in welcher Weise Anzeichen einer Amerikanisierung in der Berichterstattung deutscher Tageszeitungen über Bundestagswahlkämpfe in den Jahren 1976, 1987 und 2005 vorhanden sind. Die Forschungsarbeit analysiert dabei kontrastiv die überregionale Qualitätszeitung FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG (FAZ) und die Boulevardzeitung BILD, um Veränderungen in der Medienberichterstattung zu bewerten.
2.1.1 Professionalisierung
Obwohl sich für den Begriff der Amerikanisierung in der Literatur keine einheitliche Definition finden lässt – Patrick Donges bezeichnet Amerikanisierung gar als „amorphen“ Begriff, dem „eine klare Bedeutung fehlt“ (Donges 2000: 27) – scheint Einigkeit über eines der wesentlichen Hauptmerkmale zu herrschen: Professionalisierung von Wahlkämpfen (vgl. Holtz-Bacha 2000b, Donges 2000). Je nach Autor lassen sich verschiedene Ansatzpunkte für diese Entwicklung finden. So beobachtet Paolo Mancini etwa einen generellen Trend zur Professionalisierung der Politik (Mancini 1999: 213).
Die hier vorliegende Untersuchung beschäftigt sich allerdings mit der “Professionalisierung des Wahlkampfes” (Holtz-Bacha 2000a: 10). Christina Holtz-Bacha beschreibt diese als den zunehmend stärker werdenden Einfluss von professionellen Politikberatern und PR-Spezialisten, die von extern hinzu gezogen werden, d.h. von Experten die „außerhalb des politischen Systems stehen“ (Holtz-Bacha 2000a: 10) und nicht zwingend Mitglied der jeweiligen Partei sein müssen. War es früher noch die Parteizentrale, die mit Hilfe vieler Fußsoldaten der Parteibasis hauptsächlich und maßgeblich für die Organisation der Wahlkämpfe verantwortlich war, „so bestimmen inzwischen ‚Profis’ aus der Meinungsforschung, der Werbebranche und den elektronischen Medien sowie vor allem die sogenannten ‚Spin Doctors’ die Wahlkampfführung“ (Falter 1998). Dies hat zu Folge, dass Politik zum Produkt degradiert wird, der Wahlkampf und das Credo der zu vermarktenden Partei werden ähnlich wie ein Markenprodukt beworben und verkauft.
1 Einleitung: Vorstellung des Untersuchungshintergrunds, der Forschungsfragen und der methodischen Vorgehensweise bei der Analyse von Wahlkampfberichterstattung.
2 Amerikanisierung: Theoretische Herleitung des Begriffs der Amerikanisierung und Definition zentraler Merkmale wie Professionalisierung und Personalisierung.
3 Medien | Tageszeitungen: Erläuterung der Rolle von Printmedien in der Politikvermittlung und spezifische Vorstellung der untersuchten Medien FAZ und BILD.
4 Aufbau der Untersuchung: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, der Materialauswahl und der operationalisierten Kategorien für die Inhaltsanalyse.
5 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse: Detaillierte Analyse der gesammelten Daten hinsichtlich der Amerikanisierungskriterien in den gewählten Untersuchungszeiträumen.
6 Conclusio: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Ausgangsthesen.
Amerikanisierung, Wahlkampfberichterstattung, Professionalisierung, Negative Campaigning, Personalisierung, Mediatisierung, Entideologisierung, Politikvermittlung, Boulevardzeitung, Qualitätszeitung, Medienlogik, Bundestagswahl, Spin Doctor, Horse Race, Politische Kommunikation
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Amerikanisierung in der Berichterstattung deutscher Zeitungen über Bundestagswahlkämpfe über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten.
Zentrale Felder sind die Professionalisierung der Wahlkampfführung, der Einfluss von Spin Doctors, der Einsatz von Negative Campaigning und die zunehmende Personalisierung von Politik.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob sich eine schleichende Amerikanisierung in der Medienberichterstattung der FAZ und der BILD Zeitung nachweisen lässt und ob diese über die Jahre zugenommen hat.
Die Arbeit nutzt eine Medieninhaltsanalyse, bei der Artikel auf den Titelseiten der gewählten Zeitungen anhand eines Kriterienkatalogs formal und inhaltlich codiert wurden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, die Medienporträts der untersuchten Zeitungen erstellt und die empirischen Ergebnisse der Inhaltsanalyse im Detail interpretiert.
Amerikanisierung, Professionalisierung, Personalisierung, Negative Campaigning und Medienlogik sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Diese Jahre dienen als historische Stichproben, um Veränderungen in der politischen Kommunikation über drei verschiedene Zeitabschnitte hinweg vergleichen zu können.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die These einer generellen Amerikanisierung nur punktuell bestätigt werden kann; insbesondere bei der FAZ ist eine Zunahme der Personalisierung erkennbar, während die BILD Zeitung bereits von Beginn an personalisiert berichtete.
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