Bachelorarbeit, 2023
39 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Theoretischer Rahmen
Natur
Naturlyrik
Die Theorie des Dinggedichts
Natur und Naturlyrik um 1900
Naturbegriffe um 1900
Zu Rilkes Poetik
Zu Rilkes Naturverständnis
Blaue Hortensie
Persisches Heliotrop
Natur und Naturlyrik um 2000
Naturbegriffe um 2000
Zu Wagners Poetik
Zu Wagners Naturverständnis
giersch
melde
Abschluss
Fazit
Ausblick: Forschungsgegenstand Naturlyrik
Die Arbeit untersucht das sich wandelnde Naturverständnis von der Moderne um 1900 bis in die Gegenwart, indem sie ausgewählte Pflanzengedichte von Rainer Maria Rilke und Jan Wagner im Kontext der Gattung "Dinggedicht" vergleichend analysiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit diese Gedichte als Ausdruck eines spezifischen Naturverhältnisses ihrer jeweiligen Zeit gedeutet werden können und welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede sich in der poetischen Gestaltung zeigen.
Blaue Hortensie
Das Gedicht Blaue Hortensie erschien 1907 zu Rilkes Pariser Zeit im Band Neue Gedichte. Beschrieben wird der Anblick einer blauen Hortensie, deren Blüten verwelken und die blaue Farbe zu schwinden scheint. Jedoch beobachtet das lyrische Ich zum Ende ein Wiederkehren der Farbe und somit des Lebens der blauen Hortensie.
Die Gedichtstrophen entsprechen dem Aufbau eines klassischen Sonetts mit zwei Quartetten und zwei Terzetten, wobei die Verwendung dieser traditionellen Strophenform eher den Charakter einer neuen Definition dieser Form hat als die Intention der Erhaltung. Im Hinblick auf das Versmaß sind Unterbrechungen des fünfhebigen Jambus festzustellen, wodurch die Alternation gestört wird (V. 3, 8, 10)47, wobei der zehnte Vers sogar rein daktylisch ist. Auch das Reimschema weicht vom herkömmlichen Schema des Sonetts ab. Wo sich zu Beginn noch ein umarmender Reim in den beiden Quartetten zeigt, lässt sich feststellen, dass diese nicht dem Schema abba- abba entsprechen, sondern abba -bccb, was die Quartette auf Reimebene verbindet und innerhalb der Strophen eine jeweils umrandete Einheit bildet.
Einleitung: Definitorische Annäherung an das Naturverständnis und die Gattung Naturlyrik im Kontext der gewählten Dichter Rilke und Wagner.
Theoretischer Rahmen: Definition von Natur als kulturelles Konstrukt und Einführung in die Theorie des Dinggedichts als Analyseinstrument.
Natur und Naturlyrik um 1900: Beschreibung der geistesgeschichtlichen Hintergründe der Jahrhundertwende und Analyse von Rilkes Poetik sowie seiner Gedichte "Blaue Hortensie" und "Persisches Heliotrop".
Natur und Naturlyrik um 2000: Kontextualisierung des Naturverständnisses im 21. Jahrhundert und Analyse von Wagners Poetik sowie seiner Gedichte "giersch" und "melde".
Abschluss: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse im Hinblick auf die Leitfrage.
Fazit: Kritisches Resümee über die divergierenden Ansätze von Rilke und Wagner zur Naturdarstellung im Gedicht.
Ausblick: Forschungsgegenstand Naturlyrik: Mögliche weitere Forschungsfragen zur Naturlyrik im Kontext gegenwärtiger ökologischer Debatten.
Naturlyrik, Rilke, Wagner, Dinggedicht, Naturverständnis, Poetik, Blaue Hortensie, Persisches Heliotrop, giersch, melde, Naturethik, Objektlyrik, Moderne, Gegenwartslyrik, Naturverbundenheit
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Mensch und Natur durch den Vergleich ausgewählter Pflanzengedichte von Rainer Maria Rilke und Jan Wagner.
Im Fokus stehen die Gattung des Dinggedichts, die ästhetische Umsetzung von Naturphänomenen und der ideengeschichtliche Wandel vom Naturverständnis um 1900 bis zum 21. Jahrhundert.
Es soll geklärt werden, wie sich die Dinggedichte der beiden Autoren in das Naturverständnis ihrer Zeit einordnen lassen und worin sie sich in ihrer poetischen Naturdarstellung unterscheiden oder ähneln.
Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten im Vergleich zur Forschungsliteratur, unter besonderer Berücksichtigung poetologischer Grundlagen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die spezifische Analyse der Gedichte "Blaue Hortensie" und "Persisches Heliotrop" von Rilke sowie "giersch" und "melde" von Wagner.
Wichtige Begriffe sind Naturlyrik, Dinggedicht, Naturethik, Objektlyrik sowie die spezifischen Namen der analysierten Pflanzen aus den Gedichten.
Rilke nutzt Dinge eher als Mittel zur inneren Erfahrung und ästhetischen Geschlossenheit, während Wagner die Dinge in ihrem natürlichen Raum belässt und eine moralische oder naturethische Komponente integriert.
Dies ist Wagners Umschreibung für seine Poetik, die sich auf die präzise, faszinierte Betrachtung gewöhnlicher Dinge fokussiert, um verborgene poetische Potenziale freizulegen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

