Bachelorarbeit, 2023
73 Seiten
1. Einleitung
1.1. Zur verwendeten Literatur
2. Geschichte des Pantheons
2.1. Nach der Fertigstellung
3. Pantheon I
3.1. Forschungsgeschichte
3.2. Der Pronaos
3.3. Der Innenhof
3.4. Das Dach?
3.5. Deutung und Funktion des Pantheon I
4. Pantheon des Domitian?
5. Pantheon II
5.1. Der Vorplatz
5.2. Pronaos
5.3. Die Rotundenkonstruktion
5.4. Die Kuppelkonstruktion
5.5. Dekorative Ausstattung
5.6. Komplikationen und Kompromisse
5.6.1. Die Buchstützen
5.6.2. Der Doppelgiebel und die Gesimse
5.7. Deutung und Funktion des Pantheon II
6. Conclusio
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die vergleichende Untersuchung des heute in Rom stehenden Pantheons mit dessen Vorläuferbau, um die architektonische und politische Genese des hadrianischen Baus durch die Analyse seines Vorgängers, des Pantheon I von Agrippa, umfassend zu erläutern und als Neuinterpretation zu deuten.
1. Einleitung
Das Pantheon ist ein Unikat. Es ist ein Konglomerat an Einzigartigkeiten und zieht seit jeher Laien und Experten gleichermaßen in seinen Bann. Es ist kaum möglich vor dem Pantheon zu stehen ohne sich zu wundern, wie es denn zu diesem besonderen Bauwerk und all seinen Eigenheiten gekommen sein könnte.
Unter den römischen Tempeln ist es der erste und einzige, der aus einer Kombination aus Pronaos und zylindrischem Kuppelbau besteht. Diese Form ist höchst fremdartig, da bis dahin Kuppeln nur in der profanen Architektur verbaut worden waren. Darüber hinaus ist dieser Kuppelbau eine architektonische Meisterleistung. Nicht nur ist er mathematisch unglaublich harmonisch konzipiert, er besitzt auch eine Monumentalität die den Rahmen des damals Möglichen bis zum Letzten ausreizt. 1300 Jahre lang wurde nichts Vergleichbares errichtet. In gewissen Aspekten ist es bis heute ein unübertroffenes Bauwerk. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass das Pantheon seiner Zeit voraus war.
1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die Einzigartigkeit des Pantheons als architektonische Meisterleistung, hinterfragt dessen Funktion sowie Erhaltungszustand und führt in die Problematik der "Besonderheiten" des Baus ein.
2. Geschichte des Pantheons: Der geschichtliche Abriss spannt den Bogen von Agrippas erstem Bau über die domitianische Phase bis zur Fertigstellung durch Hadrian und den weiteren Funktionswandel des Bauwerks durch die Jahrhunderte.
3. Pantheon I: Dieses Kapitel widmet sich dem archäologisch untersuchten Vorgängerbau, analysiert dessen Forschungsgeschichte, Pronaos, Innenhof sowie Dachkonstruktion und diskutiert seine Bedeutung als Prototyp.
4. Pantheon des Domitian?: Diese knappe Analyse beleuchtet die problematische Quellenlage zur domitianischen Phase und hinterfragt, ob der Bau zwischen 93 und 110 n. Chr. als eigenständige Iteration mit dem Titel "Pantheon III" zu führen ist.
5. Pantheon II: Der Hauptteil analysiert detailliert die Vorplatzgestaltung, die Pronaos- und Rotundenkonstruktion, die Kuppeltechnik sowie die dekorative Ausstattung und erörtert die technischen Komplikationen, die Hadrian und seinen Architekten zu Kompromissen zwangen.
6. Conclusio: Die Conclusio fasst zusammen, dass das Pantheon II eine architektonische Neuinterpretation des Vorpantheons darstellt, dessen Form und politisches Programm maßgeblich von den augusteischen Vorgaben geprägt wurden.
Pantheon, Agrippa, Hadrian, Apollodorus von Damaskus, römische Architektur, Kuppelbau, Vorpantheon, Pronaos, Bautechnik, Herrscherkult, Augustus, Architekturgeschichte, Rom, Betonkultur, Antike
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem heutigen Pantheon des Hadrian und seinem meist vergessenen Vorgängerbau unter Agrippa, um die Entstehung und Bedeutung des heutigen monumentalen Rundbaus besser zu verstehen.
Die zentralen Felder sind die architektonische Baugeschichte, die technische Konstruktion (insbesondere Kuppel und Beton) sowie die politische Ideologie hinter der Statuenausstattung und der Ausrichtung der Bauten.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass das hadrianische Pantheon ohne das Vorpantheon Agrippas nicht in dieser Form existieren könnte und als Neuinterpretation der architektonischen und propagandistischen Ideen des Vorgängers zu sehen ist.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literatur- und Quellenanalyse, die antike Berichte (z. B. Cassius Dio, Plinius) mit modernen bauforscherischen Erkenntnissen aus archäologischen Grabungen (insbesondere 1996/1997) vergleicht.
Der Hauptteil ist eine tiefgehende bautechnische Dekonstruktion: vom Vorplatz über die Pronaos-Konstruktion bis zur komplexen Statik der Rotunde, der Kuppel und der statischen Komplikationen (Risse), die zu den Stützkonstruktionen ("Buchstützen") führten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pantheon, Agrippa, Hadrian, Kuppelbau, römische Architektur, Herrscherkult, Bautechnik, Betonkultur und augusteische Politik charakterisiert.
Da der Tempel ein allen Göttern geweihtes Pantheon darstellt, was für die römische Religion äußerst unüblich ist, und zudem ein fester Altar fehlt, wird in der Forschung diskutiert, ob es sich primär um einen sakralen Ort oder einen profanen Repräsentationsbau (z. B. für den Kaiserkult) handelte.
Der Doppelgiebel und die nicht bündigen Gesimse gelten als ästhetische und statische Komplikationen, die durch den gescheiterten Versuch entstanden sind, 17 Meter hohe Granitsäulen zu verbauen, was zwangsläufig zu notgedrungenen, architektonischen Anpassungen führte.
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