Bachelorarbeit, 2009
65 Seiten
1. Einleitung
2. Medienökonomischer Kontext zum werbefinanziertem Fernsehen
2.1. Ziele werbefinanzierter Fernsehsender
2.2. Stellenwert der Zuschauerbindung
2.3. Marktanteil als Indikator des Erfolges
3. Das Programmschema
3.1. Definition des Programmschemas
3.2. Ziel eines Programmschemas
3.2.1. Förderung der Rezeptionsgewohnheiten
3.2.2. Maximierung des Audience-Flow
3.3. Zeitliche Dimensionen
3.3.1. Das Programmjahr
3.3.2. Die Programmwoche
3.3.3. Der Programmtag
3.4. Dayparting
3.4.1. Daytime (09:00 – 18:00 Uhr)
3.4.2. Pre-Primetime (18:00 – 20:00 Uhr)
3.4.3. Primetime (20:00 – 23:00 Uhr)
4. Die Programmschemastrategien
4.1. Strategien zur Förderung der Rezeptionsgewohnheiten
4.1.1. Stripping
4.1.2. Labeling
4.2. Strategien zur Maximierung des Audience-Flow
4.2.1. Lead-in
4.2.2. Lead-out
4.2.3. Hammocking
4.2.4. Sandwiching
4.2.5. Blocking
4.2.6. Theming
4.2.7. Bridging
4.2.8. Seamlessness
4.3. Konkurrenzorientierte Strategien
4.3.1. Counterprogramming
4.3.2. Blunting
4.3.3. Stunting
5. Beispielhafte Untersuchung an RTL
5.1. RTL Television
5.1.1. RTL Positionierung
5.1.2. RTL – der Branchenkönig
5.2. Strategien im Programmschema von RTL
5.2.1. Daytime
5.2.2. Pre-Primetime
5.2.3. Primetime
5.2.3.1. Dienstag
5.2.3.2. Freitag
6. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie das Programmschema eines werbefinanzierten Privatsenders strukturiert sein muss, um im fragmentierten Fernsehmarkt maximale Marktanteile zu generieren und die Zuschauerbindung durch den Aufbau von Rezeptionsgewohnheiten langfristig zu sichern.
4.2.5. Blocking
Beim Blocking werden mehrere Sendungen des gleichen Genres hintereinander platziert. Ein solcher Block soll die Zuschauerabwanderung verhindern und ein größeres, homogenes Publikum möglichst lange an das Programm binden. Blocking lässt sich in alle Zeitzonen im Tagesverlauf einzelner Sender widerfinden.56 Der durchgestrippte Nachmittag von Pro7 gilt als solches Beispiel. Dort werden ab 14 Uhr die Reality-Dokus „We are family“, „U20“ und „Deine Chance“ hintereinander ausgestrahlt.
In der Primetime wird diese Strategie unter anderem am Donnerstag auf RTL angewandt, der unter dem Motto „RTL Fiction“ steht. Der Abend beginnt mit „Alarm für Cobra 11“, gefolgt von „C.S.I“, „Bones“ und „Prison Break“. RTL hat hier einen Krimiblock mit Serien programmiert, die vom gleichen Look sind und der bis auf „Alarm für Cobra 11“ von amerikanischen Formaten dominiert wird.
In der Access-Primetime kann VOX als Beispiel aufgeführt werden. Um 18 Uhr läuft das Magazin „Wissenshunger“, gefolgt von den Kochshows „Kochchampion“, „Das perfekte Dinner“ und „Unter Volldampf“. Bei der Show „Kochchampion“ handelt es sich im Übrigen um ein neues Format von VOX, welches gezielt, in Kombination mit der Hammocking-Methode (siehe Kapitel 4.2.3), zwischen anderen Sendungen des gleichen Genres platziert wurde. Diese Methode bringt die beste Voraussetzung mit, um für das neue Programm hohe Einschaltquoten zu erzielen.
Ein Problem dieser Strategie wird in dem möglichen Sättigungseffekt gesehen, der auftreten kann, wenn ein Block zu lang wird und das Interesse der Zuschauer abnimmt. Am besten funktioniert das Blocking während der ersten zwei Sendungen und verliert dann zunehmend an Wirksamkeit. Um diesen Verlust zu vermeiden wird der Block meistens mit einem starken Lead-in eröffnet und schwächere Programme in die Mitte platziert.57
1. Einleitung: Darstellung der Marktsituation privater Fernsehsender und der zentralen Fragestellung nach einer erfolgsorientierten Programmstruktur.
2. Medienökonomischer Kontext zum werbefinanziertem Fernsehen: Analyse der ökonomischen Ziele von Privatsendern und der Bedeutung von Zuschauerbindung sowie Marktanteilen als Erfolgsindikatoren.
3. Das Programmschema: Definition und Zielsetzung von Programmschemata sowie Untersuchung zeitlicher Dimensionen und des Dayparting.
4. Die Programmschemastrategien: Detaillierte Vorstellung verschiedener Strategien zur Förderung von Rezeptionsgewohnheiten, zur Maximierung des Audience-Flow und zum Umgang mit Wettbewerbern.
5. Beispielhafte Untersuchung an RTL: Praktische Anwendung der theoretischen Strategien am Beispiel der Programmgestaltung des Marktführers RTL inklusive Experteninterviews.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, wie eine optimale Kombination aus Beständigkeit und Vielfalt ein wettbewerbsfähiges Programmschema bildet.
Programmschema, Privatsender, Zuschauerbindung, Marktanteil, Audience-Flow, Stripping, Blocking, RTL, Fernsehmarkt, Programmplanung, Rezeptionsgewohnheiten, Counterprogramming, Blunting, Stunting, Daytime
Die Arbeit untersucht die strategischen Mechanismen der Programmplanung bei privaten Fernsehsendern, um in einem hart umkämpften, fragmentierten Markt langfristig erfolgreich zu sein.
Die Schwerpunkte liegen auf der Zuschauerbindung, dem Management von Sendeplätzen, dem Audience-Flow und dem kompetitiven Verhalten gegenüber anderen Sendern.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie ein Fernsehprogramm strukturiert sein muss, um durch gezielte Platzierungsstrategien stabile Marktanteile zu erreichen.
Es handelt sich um eine medienökonomische Analyse, die auf Fachliteratur, AGF-Daten und Experteninterviews mit Programmplanern von RTL basiert.
Im Hauptteil werden theoretische Strategien wie Stripping, Blocking oder Bridging erläutert und deren praktische Umsetzung bei RTL in verschiedenen Zeitzonen (Daytime, Pre-Primetime, Primetime) analysiert.
Begriffe wie Audience-Flow, Rezeptionsgewohnheiten, Dayparting, Counterprogramming und die gezielte Analyse des Senders RTL sind zentral.
Da sich die Bedürfnisse und die Erreichbarkeit der Zuschauer über den Tag hinweg drastisch ändern, muss RTL das Programm in Zonen unterteilen, um jeweils die richtige Zielgruppe mit dem passenden Format anzusprechen.
RTL ist durch eine konstante, auf "gelernte Programmierung" ausgerichtete Strategie und den gezielten Einsatz von Genre-Blöcken (Blocking) marktführend, muss jedoch auf Konkurrenzevents flexibel reagieren.
Es fördert bei den Zuschauern die Gewohnheit, eine Sendung zu einer festen Zeit auf einem festen Kanal zu suchen, was die Zuschauerbindung massiv stärkt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

