Bachelorarbeit, 2023
40 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
2 Sterbehilfe
2.1 Begriffsdefinition und rechtliche Bewertung
2.1.1 Assistierter Suizid
2.1.2 Tötung auf Verlangen
2.1.3 Behandlungsabbruch oder Behandlungsbegrenzung
2.1.4 Symptomlinderung
2.2 Ländervergleich
2.2.1 Ländervergleich von Deutschland und der Schweiz
2.2.2 Der Sarco Pod
3 Die präklinische Notfallmedizin
4 Sterbehilfe in der präklinischen Notfallmedizin
4.1 Anwendungsbereich der Sterbehilfe im Rettungsdienst
4.2 Die Problematik der Sterbehilfe im Rettungsdienst
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung verschiedener Formen der Sterbehilfe innerhalb der präklinischen Notfallmedizin unter Berücksichtigung der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.
2.2.2 Der Sarco Pod
Wie zuvor festgestellt, ist die Suizidbeihilfe mit einem BTM in Deutschland prekär, weshalb der Sarco Pod eine Möglichkeit wäre, medikamentenfrei Suizidbeihilfe zu leisten. Aus diesem Grund wird die Funktion des Sarco Pods im weiteren Verlauf genauer beschrieben.
2021 erschien ein Bericht in dem es hieß, dass es nun in der Schweiz eine Kapsel geben soll, die auch seit letzem Jahr in Betrieb genommen werden sollte (vgl. Kramper 2021). Dieses wird betont, da nur Beiträge von 2021und Anfang 2022 gefunden wurden und keine Artikel zu finden sind, die definitiv aussagen, dass die Kapsel tatsächlich letztes oder dieses Jahr in Betrieb genommen wurde. Einige Artikel schreiben darüber, dass diese Kapsel keine Zulassung bekommen hat, aber genauere Informationen sind dazu nicht bekannt. Diese Kapsel nennt sich Sarco Pod, welche auf der folgenden Abbildung zu erkennen ist.
Mit dieser Kapsel ist es möglich, sich selber schmerz- und medikamentenfrei das Leben zu nehmen. Der Sarco Pod ist eine lilafarbene Kapsel mit einer Tür zum Ein- und Ausstieg. Darin befinden sich, wie auf der Abbildung gut zu erkennen ist, zwei große Knöpfe in rot und grün, mit denen die Inbetriebnahme dieses Gerätes ermöglicht wird.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen rechtlichen Kontext der Suizidbeihilfe in Deutschland und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Einsatzes von Sterbehilfe in der präklinischen Notfallmedizin.
2 Sterbehilfe: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert die verschiedenen Formen der Sterbehilfe, bewertet diese rechtlich und führt einen Ländervergleich durch, inklusive der Vorstellung des Sarco Pods.
3 Die präklinische Notfallmedizin: Es werden die Strukturen, Aufgaben und unterschiedlichen Qualifikationsniveaus innerhalb der präklinischen Notfallmedizin dargestellt, um die Basis für das Verständnis der weiteren Kapitel zu schaffen.
4 Sterbehilfe in der präklinischen Notfallmedizin: Das Kapitel analysiert anhand eines Fallbeispiels und Experteninterviews die Anwendungsbereiche und die damit verbundenen ethischen sowie praktischen Probleme der Sterbehilfe im Rettungsdienst.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass Suizidbeihilfe im Rettungsdienst aufgrund fehlender Kriterienüberprüfbarkeit nicht möglich ist, während Symptomlinderung und Behandlungsabbruch bereits stattfinden, und gibt einen Ausblick auf notwendige Verbesserungen.
Sterbehilfe, Präklinische Notfallmedizin, Assistierter Suizid, Tötung auf Verlangen, Symptomlinderung, Behandlungsabbruch, Rettungsdienst, Freiverantwortlichkeit, Patientenverfügung, Sarco Pod, Notfallsanitäter, Notarzt, Betäubungsmittelgesetz, Sterbeprozess, Selbstbestimmung
Die Arbeit untersucht die Integration und Anwendbarkeit verschiedener Sterbehilfeformen in der deutschen präklinischen Notfallmedizin.
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Definition von Sterbehilfe, dem Ländervergleich (insb. Schweiz), der Analyse neuer Technologien wie des Sarco Pods sowie der praktischen Erfahrung im Rettungsdienst.
Die Arbeit fragt danach, inwieweit Sterbehilfe in der präklinischen Notfallmedizin tatsächlich zum Einsatz kommt.
Neben einer umfangreichen Literaturanalyse wurde die Thematik durch Experteninterviews mit Notfallsanitätern und ein auf einem Gedächtnisprotokoll basierendes Fallbeispiel praxisnah analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, den Rechtsvergleich, die Beschreibung der Rettungsdienststrukturen sowie die konkrete Untersuchung der Anwendung und Problematik von Sterbehilfe im Notfallalltag.
Die zentralen Begriffe sind Sterbehilfe, präklinische Notfallmedizin, rettungsdienstliche Handlungskompetenz, Freiverantwortlichkeit und Patientenverfügung.
Aufgrund der im Rettungsdienst begrenzten Zeit und Möglichkeiten ist eine zweifelsfreie Prüfung der Freiverantwortlichkeit des Patienten sowie die Einhaltung betäubungsmittelrechtlicher Rahmenbedingungen kaum umsetzbar.
Der Sarco Pod wird als theoretisch medikamentenfreie Alternative diskutiert, wirft jedoch erhebliche Fragen hinsichtlich der Freiverantwortlichkeit und der praktischen Handhabung auf, weshalb er aktuell keine etablierte Lösung darstellt.
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