Bachelorarbeit, 2009
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Poetry Slam
2.1. Begriffserklärung
2.2. Regelwerk und Bewertung
2.3. Geschichte
2.4. Situierung
2.5. Struktur
2.6. Die Beteiligten
2.6.1. Slam Master
2.6.2. Master of Ceremony
2.6.3. Slammer
2.6.4. Publikum
3. Merkmale des Poetry Slam
3.1. Das Besondere am Poetry Slam – Abgrenzung zu anderen Begriffen
3.2. Slam Poetry
3.2.1. Theoretisches zur Slam Poetry
3.2.2.Beispieltext: Philipp ‚Scharri’ Scharrenberg – ZapRap
3.3. Performance
3.4. Interaktivität
3.4.1. Interaktion während der Veranstaltung
3.4.2. Interaktion auf Textebene
3.4.3. Mobilisierung von Öffentlichkeit
3.4.4. Netzwerk
3.5. Medialisierung der Poetry Slams
3.5.1. Printmedien
3.5.2. Neue Medien
3.5.2.1. Poetry Clips, CD und DVD
3.5.2.2. TV und Film
3.5.2.3. Internet
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Poetry Slam als ein zeitgenössisches, demokratisch-interaktives Performance-Format in Deutschland. Ziel ist es, den Charakter, die Strukturen und die Funktionen dieser literarischen Bewegung im kulturwissenschaftlichen Kontext zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf der Interaktivität zwischen Akteuren und dem Publikum sowie der Medialisierung des Genres liegt.
3.3. Performance
Der Begriff Performance kommt aus dem Englischen und steht für Durchführung, Aufführung, Darstellung oder Leistung. In der Kunst steht der Begriff für eine situationsbezogene, handlungsbetonte und ephemere künstlerische Darbietung eines Performers oder einer Performancegruppe. Die Performance „gehört zu den freiesten und spontansten Ausdrucksformen“ und stellt einen Gegenpol zum kommerziell gewordenen Marktartikel Kunst dar: „antimuseal, vergänglich und authentisch nur im kurzen Moment der Aufführung selbst.“ Authentisch bedeutet, dass die perfomenden Personen ausschließlich sie selbst sind und ihren eignen Körper einsetzen. Zeit und Raum sind grundsätzlich real. Diese Kunstform hinterfragt die Trennbarkeit von Künstler und Werk, in diesem Fall dem Text.
Die Performance und der Poetry Slam haben sehr ähnliche Merkmale in ihrer Gesamtstruktur. Sie sind als öffentliche Veranstaltungen definiert, sind geplant und organisiert, zeitlich begrenzt mit deutlich definiertem Anfang und Ende, sind an einen Raum gebunden, der symbolisch als Veranstaltungsraum ausgewiesen ist und folgen einem Programm „der Struktur eines Szenarios von Aktivitäten, in dem sich ihre Funktion für die Gemeinschaft beweist“.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Phänomen Poetry Slam als Kommunikationsplattform ein und skizziert die wissenschaftliche Ausgangslage in Deutschland.
2. Poetry Slam: Dieses Kapitel erläutert die semantische Herkunft, das Regelwerk, die historische Entwicklung sowie die Akteursrollen von der Organisation bis zum Publikum.
3. Merkmale des Poetry Slam: Der Hauptteil analysiert die Abgrenzung zu anderen Formaten, das Genre Slam Poetry, die Performance, die interaktiven Mechanismen sowie die Medialisierung.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Bedeutung des Poetry Slams als gemeinschaftsbildendes Instrument und dessen zukünftige Rolle für Literatur und Forschung zusammen.
Poetry Slam, Slam Poetry, Performance, Interaktivität, Literatur, Oralität, Kommunikation, Netzwerk, Öffentlichkeit, Kulturwissenschaft, Wettbewerb, Live-Literatur, Medien, Autorschaft, Demokratisierung
Die Arbeit befasst sich mit dem Poetry Slam als zeitgenössisches, demokratisch-interaktives Format, das Literatur aus ihrer schriftlichen Passivität löst und als lebendiges Phänomen auf die Bühne bringt.
Zentrale Themen sind die Struktur von Poetry-Slam-Veranstaltungen, die spezifische Ästhetik der Slam Poetry, die Interaktion zwischen den Akteuren und die Rolle der Medien bei der Verbreitung dieser Kultur.
Ziel ist es, den Poetry Slam aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive zu betrachten und aufzuzeigen, wie das Format zur Demokratisierung des Literaturbetriebs beiträgt.
Die Arbeit basiert auf einer kulturwissenschaftlichen Analyse, die durch Fachliteratur, aktuelle Medienberichte sowie Experteninterviews (u.a. mit Leif Greinus und Thomas Jurisch) gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Abgrenzung zu klassischen Formaten, die Untersuchung der Performance, das Kommunikationsspiel während der Veranstaltung und die Rolle der Medialisierung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Interaktivität, Performance, Oralität, Öffentlichkeit und Vernetzung im Kontext der sogenannten "Slamily".
Im Gegensatz zur "steifen" klassischen Lesung zeichnet sich der Poetry Slam durch ein interaktives Wettbewerbssystem, unmittelbare Rückmeldung durch das Publikum und eine informelle Atmosphäre aus.
Die Improvisation wird als gruppendynamischer Prozess verstanden, bei dem Texte vor wechselndem Publikum wachsen können und die spontane Interaktion im Vordergrund steht.
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