Bachelorarbeit, 2021
51 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Überblick
2.1 Jugendsprache
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Funktionen
2.1.3 Forschungsstand
2.1.4 Medien
2.2 Jugendsprachliche Merkmale
2.2.1 Jugendspezifische Lexik
2.2.2 Entlehnungen aus Fremdsprachen
2.2.3 Präfigierung und Suffigierung
3 Empirie
3.1 Methodik
3.1.1 Korpus
3.1.2 Untersuchungsmethode
3.2 Jugendsprachliche Merkmale in der Serie Élite
3.2.1 Jugendspezifische Lexik
3.2.2 Entlehnungen aus Fremdsprachen
3.2.3 Präfigierung und Suffigierung
4 Abschließende Betrachtung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorthesis verfolgt das Ziel, lexikalische und morphologische Charakteristika der spanischen Jugendsprache zu identifizieren und zu untersuchen, inwieweit diese in der aktuellen Netflix-Serie Élite abgebildet werden, um deren Authentizität oder Künstlichkeit zu bewerten.
Die Präfigierung
Unter Präfigierung wird die Anfügung eines Präfixes vor den Wortstamm verstanden, z.B. autor → co- autor, fiel → in- fiel (vgl. Schpak-Dolt 2012: 101). Demnach ergibt sich das folgende Schema:
Präfix + Derivationsbasis = Derivat
Die Präfigierung kann – im Gegensatz zur Suffigierung – keinen Wortartenwechsel hervorrufen (vgl. ebd.), d.h., Substantive bleiben Substantive, Adjektive bleiben Adjektive, usw. Wie anhand des Schemas erkennbar, wird ein Präfix immer an einen Stamm angehängt, welcher die für den Derivationsprozess benötigte Derivationsbasis bildet.
Jugendsprachliche Präfixe sind z.B. hiper-, mega- oder super-/súper-, die einen „qualitativen Wert“ (Marimón Llorca/Santamaría Pérez 2001: 35; Jørgensen 2013: 159) haben und dafür verwendet werden, um eine sprachliche Äußerung zu intensivieren. Weiter erklären die Autorinnen, dass zur sprachlichen Intensivierung auch die Konstruktion muy + Adjektiv verwendet wird. Die Jugendlichen (vor allem die weiblichen Jugendlichen) bevorzugen jedoch die Präfigierung mit super-/súper- zur Bildung neuer Substantive oder Adverbien (vgl. ebd.: 36).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Jugendsprache als Innovationskraft und definiert das Ziel der linguistischen Analyse der Serie Élite.
2 Theoretischer Überblick: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen der Jugendsprachforschung, ihrer Funktionen sowie morphologischer Besonderheiten wie Derivation und Entlehnung.
3 Empirie: Hier wird die Methodik der computergestützten Korpusanalyse mit RStudio beschrieben und die empirische Untersuchung der Élite-Dialoge auf lexikalischer und morphologischer Ebene durchgeführt.
4 Abschließende Betrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und diskutiert die Diskrepanz zwischen realer Jugendsprache und deren medialer Inszenierung.
Jugendsprache, Linguistische Analyse, Netflix Élite, Korpusanalyse, RStudio, Derivation, Wortbildung, Präfigierung, Suffigierung, Vulgarismen, Vokative, Anglizismen, Sprachwandel, Soziolekt, Mediale Darstellung
Die Arbeit untersucht die lexikalischen und morphologischen Merkmale der spanischen Jugendsprache innerhalb der Netflix-Serie Élite.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob die in der Serie verwendeten jugendsprachlichen Dialoge authentisch sind oder ein artifizielles, fiktives Sprachkonstrukt darstellen.
Es wird eine kombinierte quantitative und qualitative Datenanalyse mittels der Programmiersprache R bzw. RStudio angewendet, um große Korpora effizient zu untersuchen.
Der Fokus liegt auf der Lexik (insbesondere Vulgarismen und Vokative) sowie auf morphologischen Wortbildungsverfahren wie Präfigierung und Suffigierung.
Die Untersuchung umfasst die Definition und Funktionen von Jugendsprache, den Stand der Forschung sowie deren mediale Umsetzung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugendsprache, Korpusanalyse, Derivation, Sprachwandel und mediale Inszenierung.
Die Autorin stellt fest, dass die Dialoge zwar wesentliche Merkmale abbilden, jedoch die Vermarktung des Produktes oft Vorrang vor einer rein realistischen Darstellung hat, weshalb der jugendsprachliche Charakter in bestimmten Bereichen nur begrenzt abgebildet wird.
Das Korpus ist hochaktuell, zeitgenössisch und bietet als drama juvenil ein hohes Identifikationspotenzial für das Zielpublikum, was es zu einem wertvollen Objekt für die Analyse medialer Jugendsprache macht.
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