Masterarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Aufgabenstellung und Zielsetzung
1.3 Ablauf der Untersuchung
2. Status Quo der Liberalisierung im Gasmarkt
2.1 Rechtliche Vorgaben der EU
2.2 Umsetzung in Deutschland
3. Netzzugang in der deutschen Gaswirtschaft
3.1 Netzzugangsmodelle
3.2 Marktgebiete
3.3 Vertragsstrukturen im Gasmarkt
3.4 Zugang zu Gasspeichern
4. Gasspeicherung
4.1 Grundlagen
4.2 Untertagespeicher
4.3 Übertagespeicher
4.4 Netzpuffer
4.5 Aufgabe und Wirkung von Speichern
5. Grundmodell der Ausgleichsleistungs- u. Bilanzierungsregeln Gas
5.1 Gründe der Neugestaltung des Marktes für Regel- und Ausgleichsenergie
5.2 Tagesbilanzierung
5.3 Stündliches Anreizsystem
5.4 Regel- und Ausgleichsenergieumlage
5.5 Beschaffung und Einsatz von Regelenergie
6. Anreizregulierung
6.1 Grundlagen
6.2 Berücksichtigung von Lastflusszusagen
6.3 Berücksichtigung von Netzpuffern
6.4 Berücksichtigung von Speichern
1. Ausgangssituation und Prämissen für die Analyse
1.1 Technische Ausgangssituation
1.2 Netzbetreiber des Stadtwerks
1.3 Vertrieb des Stadtwerks
1.4 Kosten des Speichers
1.5 Prämissen für die Analyse
2. Nutzen aus Sicht des Netzbetreibers
2.1 Lastflusszusage
2.2 Speicher als Netzpuffer
2.3 Zusammenfassung
3. Nutzen aus Sicht des Stadtwerkevertriebes
3.1 Bezugsoptimierung
3.2 Lastflusszusage
3.3 Eigenvermarktung am Regelenergiemarkt
3.4 Vermarktung am Regelenergiemarkt über Dienstleister
3.5 Ausgliederung eines Speicherbetreibers
3.6 Zusammenfassung
4. Bewertung aus Konzernsicht
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten kommunaler Erdgasspeicher vor dem Hintergrund des liberalisierten deutschen Gasmarktes. Das primäre Ziel besteht darin, unter Berücksichtigung regulatorischer Rahmenbedingungen wie der Anreizregulierung und der GABi Gas-Festlegung, ökonomisch sinnvolle Strategien für die Nutzung von Erdgaskugelspeichern aus Sicht von Netzbetreibern und Stadtwerkevertrieben zu entwickeln.
3.1.2 Optimierungansätze
Bei dem Optimierungsansatz der Kappung der Leistungspitzen wird der Speicher zur Reduzierung von Lastspitzen innerhalb eines Beschaffungszeitraumes (i.d.R. 12 Monate) eingesetzt. Ein preisbestimmender Faktor eines klassischen Stadtwerke-Vollversorgungsvertrages ist die maximale Stundenleistung gemäß Lastprognose. Diese gilt es durch die Kappung der relevanten Stundenleistungsspitzen zu reduzieren. Als relevant gilt hier der Zeitraum, in dem die Jahreshöchstlast auftritt, was im betrachteten Gaswirtschaftsjahr zwischen dem 18. und 22. Dezember der Fall war. Die maximale Leistungsspitze war die Morgenspitze (08:00 Uhr) des 18. Dezembers. Das theoretisch maximale Potenzial der Lastspitzenkappung ist durch die maximale Ausspeicherleistung des Speichers vorgegeben und beträgt im vorliegenden Fall 135.600 kWh/h.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation im liberalisierten Gasmarkt und definiert das Ziel, Einsatzmöglichkeiten für Erdgasspeicher bei Stadtwerken zu untersuchen.
2. Status Quo der Liberalisierung im Gasmarkt: Erläutert die rechtlichen Grundlagen durch EU-Richtlinien und deren Umsetzung in deutsches Recht mittels Energiewirtschaftsgesetz.
3. Netzzugang in der deutschen Gaswirtschaft: Analysiert die Entry-Exit-Modelle, Marktgebietsstrukturen und die spezifischen Bedingungen für den Zugang zu Gasspeichern.
4. Gasspeicherung: Klassifiziert verschiedene Speichertypen wie Untertage- und Übertagespeicher und beschreibt deren technische Aufgabe im Gasnetz.
5. Grundmodell der Ausgleichsleistungs- u. Bilanzierungsregeln Gas: Behandelt die GABi Gas-Festlegung, insbesondere die Umstellung auf Tagesbilanzierung und das stündliche Anreizsystem.
6. Anreizregulierung: Diskutiert die Auswirkungen der Anreizregulierung auf Netzbetreiber und die Anerkennung von Kosten für Lastflusszusagen oder Speicher.
1. Ausgangssituation und Prämissen für die Analyse: Definiert die technischen Parameter eines beispielhaften Erdgaskugelspeichers und legt die wirtschaftlichen Annahmen fest.
2. Nutzen aus Sicht des Netzbetreibers: Untersucht das Potenzial von Lastflusszusagen und dem Speicherbetrieb als Netzpuffer zur Reduzierung interner Netzkosten.
3. Nutzen aus Sicht des Stadtwerkevertriebes: Bewertet Strategien zur Bezugsoptimierung, Eigenvermarktung am Regelenergiemarkt sowie Kooperationsmodelle durch Speicherpooling.
4. Bewertung aus Konzernsicht: Führt die Perspektiven von Netzbetreiber und Vertrieb zusammen, um eine optimale Konzernstrategie zu identifizieren.
5. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur Zukunft kommunaler Speicher unter sich wandelnden regulatorischen Bedingungen.
Gasmarkt, Erdgasspeicher, Anreizregulierung, Netzbetreiber, Stadtwerkevertrieb, Regelenergie, Bilanzierung, Tagesbilanzierung, GABi Gas, Kugelspeicher, Netzzugang, Lastflusszusage, Leistungsspitzenkappung, Speicherpooling, Unbundling
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Einsatzmöglichkeiten von kommunalen Erdgasspeichern, insbesondere Kugelspeichern, in einem durch regulatorische Vorgaben liberalisierten Gasmarkt.
Zentrale Themen sind der Netzzugang, die Bilanzierungsregeln (GABi Gas), die Anreizregulierung sowie die operative und strategische Nutzung von Speichern zur Kostenoptimierung in Stadtwerken.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Erdgaskugelspeichern bei Stadtwerken, um deren wirtschaftlichen Nutzen in den Rollen als Netzbetreiber und Vertrieb zu maximieren.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus regulatorischer Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen und einer ökonomischen Bewertung basierend auf technischen Fallbeispielen und Simulationsrechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Netzregulierung und eine betriebswirtschaftliche Bewertung des Speichereinsatzes unter verschiedenen Marktrollen.
Die zentralen Begriffe umfassen Anreizregulierung, GABi Gas, Speicherpooling, Lastflusszusage und Regelenergievermarktung.
Die Anreizregulierung beeinflusst die Anreize für Netzbetreiber, Kosten für Speicherlösungen als "Netzpuffer" oder "Lastflusszusagen" anzuerkennen, was entscheidend für deren Wirtschaftlichkeit ist.
Während der Netzbetreiber primär an Netzentgelteinsparungen und Stabilität interessiert ist, fokussiert sich der Vertrieb auf die Beschaffungsoptimierung und die Erlösgenerierung am Regelenergiemarkt.
Aufgrund ihrer moderaten Größe und Kapazität lassen sie sich gut in lokale Verteilnetze integrieren, um Lastspitzen abzufedern oder als Dienstleister am Regelenergiemarkt aufzutreten.
Speicherpooling ermöglicht es kleineren Stadtwerken, ihre lokalen Speicher zu bündeln, um die hohen Markteintrittsbarrieren bei Regelenergieausschreibungen zu überwinden und Synergieeffekte zu nutzen.
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