Bachelorarbeit, 2022
87 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik und Aufbau
2. Verflechtung zwischen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.2.1 Soziale Aspekte
2.2.2 Ökologische Aspekte
2.2.3 Ökonomische Aspekte
2.3 Vom linearen System zu Kreisläufen
2.4 Konzept der Circular Economy
3. Bedeutung der Circular Economy in einer nachhaltigen Immobilienwirtschaft
3.1 Entwicklung und aktueller Stand
3.2 Integration in immobilienwirtschaftliche Geschäftsprozesse
3.3 Möglichkeiten der Umsetzung
3.3.1 Cradle to Cradle
3.3.2 Building Information Modeling
3.4 Beschleunigung der Umsetzung der Circular Economy
3.4.1 Extern politische Treiber
3.4.2 Unternehmensinterne wirtschaftliche Treiber
3.4.3 Unternehmensinterne intrinsische Treiber
4. Herausforderungen der Circular Economy in der Immobilienwirtschaft
4.1 Umbau- und Rückbaufreundliche Planung
4.1.1 Wiederverwendung
4.1.2 Verwertung
4.2 Mehrfachnutzung von Flächen
5. Fünf neue Geschäftsmodelle für das Kreislaufwachstum am Fallbeispiel des Unternehmens Otto Wulff
5.1 Circular Supply-Chain
5.2 Wiederverwertung und Recycling
5.3 Lebenszyklusveränderung
5.4 Kollaborationsplattform
5.5 Product as a service
6. Abschließende Betrachtung und Ausblick
6.1 Handlungsempfehlungen
6.2 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Circular Economy (CE) zur Steigerung der Nachhaltigkeit in die Immobilienwirtschaft integriert werden kann, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und wie sich diese Erkenntnisse auf das Geschäftsmodell eines konkreten Immobilienunternehmens anwenden lassen.
3.2 Integration in immobilienwirtschaftliche Geschäftsprozesse
„Wird in der Planung nicht auf eine kreislauffähige Verwendung von Ressourcen geachtet, kann dies später – wenn die Immobilie bereits steht – nicht nachgeholt werden. Daher ist die Ressourceneffizienz, oder wie wir sagen das kreislauffähige Bauen beziehungsweise die Circular Economy, ganz klar eine Design-Frage.“ antwortet Dr. Peter Mösle, Partner der Drees & Sommer SE, in einem Interview mit dem Immobilienmanager Verlag auf die Frage, wie es gelingt, Klimaschutz und Ressourceneffizienz wirtschaftlich in die Planung von Immobilien zu integrieren (Mösle, 2019). Um den Zwiespalt zwischen Transformation und Optimierung zu managen und den Aufbau einer neuen CE-Geschäftsoption strategisch und strukturiert anzugehen, bedarf es zunächst einer Identifikation der unternehmerischen Geschäftschancen. Aus Sicht der Kunden entsteht eine neu gedachte Wertschöpfung der Leistungen. Dafür ist es von entscheidender Bedeutung, die CE-Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft strategisch zu verstehen und eine klare Positionierung in der Branche zu treffen. Der Einsatz unternehmerischer Fähigkeiten ist gezielt zu definieren. Im Anschluss erfolgt der Aufbau von benötigten Kernfähigkeiten und Investitionen in relevante Technologien. Bei der zeitlichen Planung dieser sind kurzfristige Umsatzziele des Unternehmens auszubalancieren (accenture strategy, 2015).
Um in der CE als Immobilienunternehmen erfolgreich zu sein, gilt es zunächst, strategische Circular-Networks mit unterstützenden Partnern aufzubauen. Bspw. bietet eine Kooperation zwischen einer Bauunternehmung und einem nachhaltigen Holzproduzenten langfristiges Potenzial. Wie durch Dr. Peter Mösle geäußert, stehen die Produktentwicklung entlang des Immobilienlebenszyklus und die Ausrichtung auf viele Nutzer im Vordergrund für das Unternehmen. Dadurch wird der Wert der erstellten Produkte gesteigert und diese sind profitabler instand zu halten, zu reparieren, aufzubereiten, weiter zu veräußern und zu recyceln.
1. Einleitung: Führt in die Problematik einer linearen Immobilienwirtschaft ein und definiert die Forschungsfrage sowie methodische Vorgehensweise.
2. Verflechtung zwischen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft: Erläutert theoretische Grundlagen zu Nachhaltigkeitsdimensionen und dem Konzept der Circular Economy.
3. Bedeutung der Circular Economy in einer nachhaltigen Immobilienwirtschaft: Analysiert den Status quo und Strategien sowie Geschäftsprozesse für eine Kreislaufwirtschaft im Bausektor.
4. Herausforderungen der Circular Economy in der Immobilienwirtschaft: Identifiziert spezifische Barrieren wie rückbaufreundliche Planung und die Komplexität der Wiederverwertung.
5. Fünf neue Geschäftsmodelle für das Kreislaufwachstum am Fallbeispiel des Unternehmens Otto Wulff: Wendet konkrete zirkuläre Strategien wie Supply-Chain-Optimierung oder neue Service-Modelle praktisch an.
6. Abschließende Betrachtung und Ausblick: Fasst Erkenntnisse zusammen und leitet Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft ab.
Circular Economy, Immobilienwirtschaft, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Geschäftsmodelle, Otto Wulff, Ressourceneffizienz, Lebenszyklus, Rückbau, Recycling, Wiederverwendung, BIM, Nachhaltiges Bauen, Strategische Transformation, Klimaschutz.
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Immobilienwirtschaft von einem linearen Wirtschaftsmodell hin zu einer zirkulären Wirtschaftsweise (Circular Economy).
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, die Integration zirkulärer Prozesse in Bau- und Immobilienunternehmen sowie die spezifischen Chancen und Risiken dieser Transformation.
Ziel ist es zu klären, ob das Konzept der Circular Economy als Beitrag zur Nachhaltigkeit in bestehende Geschäftsprozesse implementiert werden kann, ohne die strategische Ausrichtung der Unternehmen zu gefährden.
Es basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer deduktiven Argumentation, ergänzt durch explorative Interviews mit Experten des Fallbeispielunternehmens.
Der Hauptteil behandelt die Integration in Geschäftsprozesse, Möglichkeiten der praktischen Umsetzung, identifizierte Barrieren sowie fünf konkrete zirkuläre Geschäftsmodelle anhand des Fallbeispiels Otto Wulff.
Circular Economy, Immobilienwirtschaft, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Lebenszyklusmanagement und zirkuläre Geschäftsmodelle.
Cradle to Cradle dient als grundlegendes Designprinzip, um Gebäude als zukünftige "Materialdepots" zu begreifen und eine kreislauffähige Planung von Beginn an zu integrieren.
Der Umbau erfordert bereits in der Entwurfsphase die Berücksichtigung der Trennbarkeit und Wiederverwertbarkeit der Baustoffe, was im aktuellen linearen System oft durch Kosten- und Zeitdruck sowie fehlende Dokumentation vernachlässigt wird.
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