Diplomarbeit, 2005
92 Seiten
1 Einleitung und Zielsetzung
1.1 Ausgangslage und Motivation
1.2 Problembeschrieb und Fragestellung
1.3 Vorgehensweise und Methodik
1.3.1 Grundkonzept des Systems Engineering (SE)
1.3.2 Einordnung der Problemstellung in die SE-Methodik
1.3.3 Vorgehensweise
2 Grundlegende Begriffe und Konzepte
2.1 Supply Chain (SC)
2.2 Supply Chain Management (SCM)
2.2.1 Abgrenzung des SCM von der Logistik
2.2.2 Definition des Begriffes Supply Chain Management
2.2.3 Ziele und Aufgaben des SCM
2.2.4 Planungsaufgaben des Supply Chain Managements
2.2.4.1 Supply Chain Configuration (SCC)
2.2.4.2 Supply Chain Planning (SCP)
2.2.4.3 Supply Chain Execution (SCE)
2.2.5 Koordination im Supply Chain Management
2.2.6 Software-Unterstützung Supply Chain Management
2.3 Controlling und Measurement in der Supply Chain
2.3.1 Abgrenzung zwischen Logistik-Controlling und Supply Chain Controlling
2.3.2 Supply Chain Controlling (SCCo)
2.3.3 Supply Chain Performance Measurement (SCPM) resp. Supply Chain Monitoring (SCMo)
2.3.3.1 Definition des Begriffs Supply Chain Performance Management
2.3.3.2 Supply Chain Monitoring
2.3.3.3 Abgrenzung der Begriffe Supply Chain Monitoring und Supply Chain Performance Measurement
2.4 Zusammenfassung der Ergebnisse "Grundlegende Begriffe und Konzepte"
3 Grundlagen des Supply Chain Event Management (SCEM) und Tracking&Tracing (T&T)
3.1 Supply Chain Event Management (SCEM)
3.1.1 Funktionen des Supply Chain Event Management
3.1.2 Einordnung des SCEM in das SCM Aufgabenmodell
3.2 Tracking&Tracing (T&T)
3.2.1 Definition T&T
3.3 Abgrenzung (proaktive) T&T-Systeme und SCEM
3.4 Vorgehen zur Realisierung eines SCEM-Systems
3.5 Zusammenfassung SCEM und T&T
4 Lösungsanbieter SCEM
4.1 Kurzportrait Anbieter und SCEM-Lösungen
4.1.1 AXIT AG
4.1.1.1 AX4 SCEM
4.1.2 ICON Ges. für Supply-Chain-Management mbH
4.1.2.1 ICON SCC
4.1.3 Microsoft Business Solutions Schweiz GmbH
4.1.3.1 Microsoft Navision
4.1.4 Oracle Schweiz GmbH
4.1.4.1 Oracle E-Business Suite
4.1.5 PIKOS GmbH
4.1.5.1 BONAPART
4.1.6 SAP (Schweiz) AG
4.1.6.1 SAP EM
4.2 Verwendung von SCEM als eigenständiges Modul / Anwendung
4.3 Erfüllung der SCEM Grundfunktionen
4.4 Erfolgsfaktoren und Trends am Markt aus Sicht der Anbieter
4.4.1 Vorteile für den Einsatz von SCEM (Frage 14)
4.4.2 Nachteile beim Einsatz von SCEM (Frage 15)
4.4.3 Entwicklung SCEM in den nächsten Jahren (Frage 16)
4.4.4 Branchen, wo SCEM-Systeme heute im Einsatz sind (Frage 17)
4.4.5 Branchen, wo SCEM-Systeme zukünftig eingesetzt werden (Frage 18)
4.4.6 Wesentliche Erfolgsfaktoren für den Einsatz von SCEM (Frage 19)
4.5 Zusammenfassung "Anbieter"
5 Bedeutung und Einsatz des SCEM für kleine und mittelständische Schweizer Unternehmen
5.1 Einordnung der Unternehmen als KMU
5.2 Verteilung und Abschätzung der Aufwendungen für die IT
5.3 Zusammenfassende Darstellung der Antworten
5.3.1 Aufteilung der Unternehmen nach Branchen
5.3.2 Bedeutung der Logistik innerhalb des Unternehmens (Frage 12)
5.3.3 Einsatz von Elementen des Supply Chain Managements (Frage 10)
5.3.4 Wichtigkeit der Beziehungen zu anderen Unternehmen (Frage 13)
5.3.5 Wichtigkeit der Zusammenarbeit zu anderen Unternehmen (Frage 14)
5.3.6 Organisatorische Verankerung des SCEM (Frage 28)
5.3.7 Allgemeines Verständnis von SCEM (Frage 11)
5.3.8 SCEM im Einsatz
5.3.8.1 Vorteile von SCEM (Frage 23)
5.3.8.2 Nachteile von SCEM (Frage 24)
5.3.8.3 Anforderungen, welche erfüllt sein müssen (Frage 25)
5.3.8.4 Wesentliche Erfolgsfaktoren (Frage 26)
5.3.8.5 Hindernisse resp. Hinderungsgründe für SCEM (Frage 27)
5.3.9 Entwicklung Supply Chain Event Management
5.3.9.1 Entwicklung in den nächsten Jahren (Frage 29)
5.3.9.2 Branchen mit zukünftigem SCEM-Potential (Frage 30)
5.4 Zusammenfassung "Anwender"
6 Ist-Zustands- und Zukunftsanalyse "Einsatz SCEM"
6.1 Stärken – Schwächen des SCEM
6.2 Chancen – Risiken des SCEM
6.3 SWOT – Analyse
6.3.1 Grundlagen der SWOT – Analyse
6.3.2 Portfolio SWOT – Analyse
6.4 Zusammenfassende Darstellung des Handlungsbedarfs aufgrund der SWOT-Analyse und der Situationsanalyse
7 Grundsätzliche Erfordernisse und Randbedingungen für die Einführung von SCEM bei mittelständischen Unternehmen
7.1 Ableitung von Zielsetzungen aufgrund der Handlungsstrategien (SWOT-Analyse)
7.2 Randbedingungen einer Lösung für mittelständische Unternehmen
8 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und die Potenziale von Supply Chain Event Management (SCEM) für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im Schweizer Markt, mit dem Ziel, Barrieren zu identifizieren und Anforderungen an praxisgerechte Lösungen zu definieren.
3.1.1 Funktionen des Supply Chain Event Management
Nach Bittner und Bretzke muss Supply Chain Event Management in seiner Funktionalität die folgenden ereignisorientierten Geschäftsprozesse unterstützen:
Monitor (Überwachen)
Dies bedeutet die zeitnahe Überwachung aller SC-Prozesse. Es ergeben sich daraus die Statusmeldungen betreffend der Objekte - im Extremfall bis hinunter zum einzelnen, individuellen Artikel, d.h. "item level" - und Events. Diese Funktion wird nach wie vor durch traditionelle T&T-Systeme erbracht, so dass diese auch zukünftig wesentliche Bestandteile des SCEM-Konzepts bleiben werden.
Notify (Alerting, Melden)
Dieser Teil des SCEM behandelt das Exception Management im engeren Sinne. Auf der Basis erkannter Events resp. Planabweichungen werden die hinterlegten Aktionen zeitnah (optimal in Echtzeit) und wenn möglich proaktiv ausgelöst. Das SCEM-System wirkt dabei wie ein Filter, welcher ausschliesslich die relevanten Ereignisse und Informationen an die im Regelwerk bezeichneten (Prozess-)Verantwortlichen weiterleitet. Hier entlastet das System die Akteure beim Management der Supply Chain.
Simulate (Simulieren)
Nach dem Auftreten eines Events ist es im Rahmen des Exception Handlings notwendig, die weiteren Schritte und Aktionen festzulegen. Das SCEM-System kann die Akteure der SC bei diesem Schritt unterstützen und im Rahmen der im Kontext hinterlegten Informationen mögliche Folgewirkungen für höhere Prozessebenen simulieren und Handlungsoptionen sowie deren Konsequenzen (in finanzieller und logistischer Hinsicht) berechnen. SCEM dient hier als ein Instrument der Führungsunterstützung.
Control (Steuern)
Über Bedeutung und Aufgaben dieses "Moduls" des SCEM sind sich die Autoren nicht einig. Bretzke vertritt die Ansicht, dass - im Anschluss an die Entscheidung einen Prozessablauf zu verändern - "die Control-Funktion die Steuerung des neuen Prozessablaufs durch die Anpassung verschiedener Parameter (z.B. Prozesszeiten, Liefer- oder Produktionsmengen, Transportmodi)" sicherstellt.
1 Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Problematik der Supply Chain Steuerung und Darstellung der Forschungsfragen sowie der angewandten Systems-Engineering-Methodik.
2 Grundlegende Begriffe und Konzepte: Theoretische Klärung und Abgrenzung der zentralen Begriffe wie Supply Chain, SCM, Controlling und Performance Measurement.
3 Grundlagen des Supply Chain Event Management (SCEM) und Tracking&Tracing (T&T): Definition von SCEM und T&T sowie deren Einbettung in das operative SCM-Aufgabenmodell.
4 Lösungsanbieter SCEM: Vorstellung der am Schweizer Markt verfügbaren SCEM-Lösungen sowie deren Funktionalitäten im Vergleich.
5 Bedeutung und Einsatz des SCEM für kleine und mittelständische Schweizer Unternehmen: Analyse der Marktsituation für KMU basierend auf der durchgeführten Befragung zur aktuellen Verbreitung und Akzeptanz von SCEM.
6 Ist-Zustands- und Zukunftsanalyse "Einsatz SCEM": Durchführung einer systematischen SWOT-Analyse zur Bewertung des Handlungsbedarfs für SCEM-Systeme.
7 Grundsätzliche Erfordernisse und Randbedingungen für die Einführung von SCEM bei mittelständischen Unternehmen: Ableitung konkreter Empfehlungen und notwendiger Rahmenbedingungen für die erfolgreiche SCEM-Implementierung in KMU.
8 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Identifikation potenzieller Themen für weiterführende Studien.
Supply Chain Management, SCM, Supply Chain Event Management, SCEM, Tracking & Tracing, T&T, KMU, Schweizer Markt, Management by Exception, Prozessorientierung, IT-Infrastruktur, Logistik, Prozessmodellierung, Kollaboration, Unternehmensführung
Die Arbeit analysiert den Markt für Supply Chain Event Management (SCEM) mit besonderem Fokus auf die Anforderungen und Herausforderungen kleiner und mittelständischer Schweizer Unternehmen.
Im Zentrum stehen die theoretische Fundierung von SCM und SCEM, eine Marktübersicht führender Lösungsanbieter sowie die empirische Untersuchung zur Nutzung und zum Verständnis dieser Konzepte in der KMU-Praxis.
Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den theoretischen Potenzialen von SCEM und der tatsächlichen Umsetzung in der KMU-Realität zu identifizieren und Empfehlungen für eine praxisgerechte Markteinführung zu geben.
Die Arbeit orientiert sich methodisch am Systems Engineering (SE), wobei das Lebensphasenmodell und der Problemlösungszyklus zur Strukturierung der Markt- und Situationsanalyse genutzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung, eine Anbieterübersicht mit funktionaler Bewertung, eine Anwenderbefragung und eine darauf aufbauende SWOT-Analyse zur Bestimmung des Handlungsbedarfs.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Supply Chain Management, SCEM, KMU, Management by Exception, Prozessorientierung und Tracking & Tracing.
Die Arbeit verdeutlicht, dass T&T zwar als technischer Enabler für die Datenerfassung dient, SCEM jedoch durch die ereignisgesteuerte proaktive Auswertung über diese reine Zustandsverfolgung hinausgeht.
Als Haupthindernisse werden der hohe Initialaufwand, ein fehlendes prozessorientiertes Verständnis, mangelnde Standards sowie eine verbreitete Skepsis gegenüber der unternehmensübergreifenden Datentransparenz genannt.
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