Masterarbeit, 2023
147 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Master-Thesis zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis für das psychologische Konstrukt Networking zu schaffen, indem sie die potenziellen Zusammenhänge zwischen den Dimensionen der emotionalen Intelligenz und den Networking Verhaltensweisen im beruflichen Kontext untersucht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem moderierenden Einfluss der beruflichen Selbstwirksamkeitserwartung auf diese Zusammenhänge.
1.3 Emotionale Intelligenz, die Grundlage für Glück und Erfolg?
Über lange Zeit hinweg gab es in der Wissenschaft lediglich die Auffassung, dass Intelligenz einzig und allein über den Intelligenzquotienten, also den bekannten IQ, definiert wird. Der Stanford-Binet-Test von Terman (1916) war der erste IQ-Test als Paper-Pencil Version und wird bis heute zur Messung der Intelligenz verwendet. Diese Auffassung der IQ-Intelligenz, in der schlaue Menschen mit einem hohen IQ geboren werden, oder weniger schlaue Personen mit einem niedrigen IQ und sie daran im Laufe des Lebens wenig ändern können, hielt sich bis in die achtziger Jahre (Goleman, 1995).
Zwar definierte Thorndike bereits 1920 den Begriff der sozialen Intelligenz, die er neben der klassischen kognitiven Intelligenz als Grundlage für den beruflichen Erfolg und für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung identifizierte. Jedoch widerlegte Gardner erst 1983 die klassische Auffassung der monolithischen Intelligenz in der Wissenschaft, indem er eine neue multidimensionale Perspektive auf das Verständnis der Intelligenz eröffnete. Nach Gardner (1983) gibt es dabei die nachfolgenden unterschiedlichen Arten von Intelligenz, die jeweils unabhängig voneinander existieren:
Die sprachliche und die logisch-mathematische Intelligenz lassen sich dabei am ehesten dem Verständnis der klassischen IQ-Intelligenz zuordnen. Das Modell der interpersonellen Intelligenz hingegen beschreibt die vier Fähigkeiten der Führung, der Pflege und Aufrechterhaltung von Beziehungen, der Konfliktlösung und der Analyse und Erfassung sozialer Gegebenheiten. Die intrapersonale Intelligenz wiederum beschreibt die Fähigkeit die eigenen Gedanken und Gefühle zu verstehen und diese auch regulieren zu können (Gardner, 1983). Doch welche Arten sind ausschlaggebende Faktoren für den persönlichen Erfolg und Glücksempfindungen?
Vaillant zeigte 1977 durch seine Langzeitstudie über mehr als 30 Jahren an 95 Harvard Studenten auf, dass diejenigen mit den besten akademischen Ergebnissen im Vergleich zu Kommilitonen mit schlechteren Noten, nicht erfolgreicher oder glücklicher sind in Bezug auf Einkommen, Status oder zwischenmenschliche Beziehungen. Um ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu führen sind der reine Intellekt und die Bildung im klassischen Sinne, weniger entscheidend als emotionale oder soziale Faktoren (Vaillant, 1977). Diese Faktoren entsprechen den genannten Fähigkeiten der in ter- und intrapersonalen Intelligenz, die heutzutage dem eigenständigen Forschungsbereich der emotionalen Intelligenz zugeordnet werden.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Arbeit ein, beleuchtet die Relevanz von Networking für den Karriereerfolg und diskutiert die Konzepte der emotionalen Intelligenz sowie der Selbstwirksamkeit als wichtige Einflussfaktoren im beruflichen Kontext, bevor es die spezifischen Forschungsfragen und -hypothesen formuliert.
2 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das quantitative Untersuchungsdesign, die detaillierte Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen, die Datenerhebungsmethode und Stichprobenziehung sowie die angewandten statistischen Analyseverfahren.
3 Ergebnisse: In diesem Abschnitt werden die deskriptiven Statistiken der Stichprobe sowie die Lage- und Streuungsparameter der Konstrukte vorgestellt. Anschließend werden die inferenzstatistischen Analysen präsentiert, die die Zusammenhänge und Moderationseffekte gemäß der Hypothesen prüfen.
4 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die ermittelten Ergebnisse im Hinblick auf die formulierten Hypothesen und ordnet sie in den bestehenden Forschungsstand ein. Zudem werden Limitationen der Studie erörtert und ein Ausblick für zukünftige Forschung gegeben.
Networking, Emotionale Intelligenz, Selbstwirksamkeitserwartung, Karrieremanagement, VUCA-Arbeitswelt, psychologisches Konstrukt, empirische Forschung, Moderationseffekt, Forschungsfrage, quantitative Studie, Regressionsanalyse, soziale Interaktion, Karriereerfolg, Arbeitswelt
Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen emotionaler Intelligenz und Networking-Verhalten im beruflichen Kontext, sowie den moderierenden Einfluss der Selbstwirksamkeitserwartung auf diese Beziehung.
Die zentralen Themenfelder sind Networking, Emotionale Intelligenz und Selbstwirksamkeitserwartung, die im Kontext von Karriere und der modernen VUCA-Arbeitswelt analysiert werden.
Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das psychologische Konstrukt Networking zu schaffen. Die übergeordnete Forschungsfrage lautet, welche potenziellen Zusammenhänge zwischen der Ausprägung emotionaler Intelligenz einer Person und dessen Networking-Verhalten im beruflichen Kontext bestehen und welchen moderierenden Einfluss die berufliche Selbstwirksamkeitserwartung dabei hat.
Die Arbeit verwendet eine quantitative Querschnittsstudie, bei der Daten mittels eines Online-Fragebogens erhoben und mithilfe von multiplen linearen Regressionsanalysen ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden die Problemstellung und die daraus abgeleiteten Forschungshypothesen, das detaillierte methodische Vorgehen einschließlich Untersuchungsdesign und Operationalisierung der Variablen, sowie die deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse der Studie ausführlich behandelt.
Schlüsselwörter, die die Arbeit charakterisieren, sind Networking, Emotionale Intelligenz, Selbstwirksamkeitserwartung, Karriere, Arbeitswelt, psychologisches Konstrukt, Moderation, quantitative Studie, soziale Interaktion.
Emotionale Intelligenz wird auf Grundlage des Modells von Salovey und Mayer (1990) als die Fähigkeit definiert, Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen und sie effektiv zur Problemlösung und Zielerreichung zu nutzen, bestehend aus den Dimensionen Wahrnehmung, Regulierung, Verarbeitung und Anwendung von Emotionen.
Die "Short Networking Behavior Scale (SNBS)" nach Wolff und Spurk (2019) ist ein validiertes Instrument zur Erfassung des Networking-Verhaltens. Es wird verwendet, um die verschiedenen Facetten des Networking-Verhaltens, insbesondere im Hinblick auf interne und externe Kontakte sowie deren Aufbau, Pflege und Nutzung, zu messen.
Die Selbstwirksamkeitserwartung wird als eine wichtige Ressource und ein intrinsischer Motivationsfaktor betrachtet. Sie beeinflusst, wie Individuen Herausforderungen angehen und Anstrengungen unternehmen, was sich wiederum positiv auf das Networking-Verhalten auswirken kann und als Moderator zwischen emotionaler Intelligenz und Networking dient.
Die Arbeit untersucht einen moderierenden Einfluss der Selbstwirksamkeitserwartung auf den Zusammenhang zwischen emotionaler Intelligenz und Networking-Verhalten. Dies bedeutet, dass die Stärke des Zusammenhangs je nach Ausprägung der Selbstwirksamkeitserwartung variieren kann.
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