Diplomarbeit, 2008
94 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Fundamentale Aspekte der Bilanzpolitik
2.1 Bilanzpolitik
2.2 Mathematisch-statistische Verfahren zur Identifikation von Bilanzpolitik
2.2.1 Überblick
2.2.2 Erreichung von Zielgrößen
2.2.2.1 Grundidee
2.2.2.2 Studien zur Analyse der Verteilung von Gewinngrößen
2.2.3 Gewinnglättung
2.2.3.1 Grundidee
2.2.3.2 Studien zur Gewinnglättung
2.2.4 Periodenabgrenzungsmodelle zur Identifikation von gewinnerhöhender und –mindernder Bilanzpolitik
2.2.4.1 Grundidee
2.2.4.2 Einfache Schätzmodelle
2.2.4.3 Regressionsmodelle
3 Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss und ihre Auswirkungen auf den bilanzpolitischen Spielraum
3.1 Entstehung, Zielsetzung und grundlegende Änderungen des BilMoG
3.2 Wesentliche Änderungen und ihre Auswirkungen auf den bilanzpolitischen Spielraum
3.2.1 Anlagevermögen
3.2.1.1 Geschäfts- und Firmenwert
3.2.1.2 Bilanzierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
3.2.2 Vorräte
3.2.2.1 Herstellungskosten
3.2.2.2 Zu Handelszwecken erworbene Finanzinstrumente
3.2.3 Sonstige Aktivposten
3.2.3.1 Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen
3.2.3.2 Aktive latente Steuern
3.2.3.3 Abgrenzungswahlrechte
3.2.4 Rückstellungen
3.2.5 Abschreibungs- und Zuschreibungswahlrechte
4 Konsequenzen für Periodenabgrenzungsmodelle aufgrund der bilanzrechtlichen Änderungen anhand des Beispiels der Volkswagen AG
4.1 Grundlegende Annahmen für das Beispiel Volkswagen AG
4.2 Wesentliche Änderungen und ihre Auswirkungen auf die Berechnung der Periodenabgrenzungsmodelle
4.2.1 Anlagevermögen
4.2.2 Vorräte
4.2.3 Sonstige Aktivposten
4.2.4 Rückstellungen und Aufwandsrückstellungen
4.2.5 Abschaffung von Abschreibungs- und Zuschreibungswahlrechte
4.3 Zusammenfassende Betrachtung der Periodenabgrenzungsmodelle
5 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse mathematisch-statistischer Verfahren zur Identifikation von Bilanzpolitik unter Berücksichtigung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) induzierten Veränderungen im handelsrechtlichen Einzelabschluss.
2.2.4.3 Regressionsmodelle
Im Jahr 1991 führte JONES das nach ihr benannte Jones-Modell als erstes regressionsbasiertes Verfahren ein. In diesem Jahr veröffentlichte sie einen Artikel, in dem die Frage untersucht wurde, ob US-amerikanische Unternehmen, die einen Antrag auf wettbewerbsbeschränkende Maßnahmen bei der United States International Trade Commission stellen, versuchen, die Empfehlung der Kommission durch Bilanzpolitik zu beeinflussen. Auf der Grundlage des Jones-Modells entwickelten in der Folge verschiedene Forscher zahlreiche Modifikationen hinsichtlich der Definition und Auswahl von der endogenen und den exogenen Variablen sowie der Schätzungsperiode und -methode.
JONES nimmt in ihrem Modell an, dass die normalen Periodenabgrenzungen über den Zeitverlauf nicht konstant bleiben, sondern sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens verändern. Die normale Periodenabgrenzung, die sich aus der normalen Periodenabgrenzung im Betriebskapital sowie der normalen Periodenabgrenzung im Anlagevermögen ergibt, wird durch die erklärenden Variablen Umsatzveränderung und Bruttoanlagevermögen geschätzt. Das Bruttoanlagevermögen dient der Annäherung an den normalen Abschreibungsumfang bezogen auf das Anlagevermögen, während die Umsatzveränderung den normalen Umfang an Periodenabgrenzung bezogen auf das Betriebskapital approximiert. Die Variablen werden jeweils mit der Bilanzsumme des Vorjahres skaliert. Hieraus resultiert der folgende Regressionsansatz.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass das BilMoG die bilanzpolitischen Spielräume verändert und es fraglich ist, ob mathematisch-statistische Verfahren zur Identifikation von Bilanzpolitik weiterhin geeignet sind.
2 Fundamentale Aspekte der Bilanzpolitik: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Bilanzpolitik, erläutert die verschiedenen Instrumente und stellt mathematisch-statistische Verfahren zur Identifikation vor.
3 Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss und ihre Auswirkungen auf den bilanzpolitischen Spielraum: Hier werden die durch das BilMoG hervorgerufenen Änderungen im HGB-Einzelabschluss detailliert beschrieben und ihre Auswirkungen auf den Spielraum des Bilanzierenden untersucht.
4 Konsequenzen für Periodenabgrenzungsmodelle aufgrund der bilanzrechtlichen Änderungen anhand des Beispiels der Volkswagen AG: Anhand der Daten der Volkswagen AG wird simuliert, wie die BilMoG-Neuerungen die Variablen der Periodenabgrenzungsmodelle beeinflussen und somit die Identifikation von Bilanzpolitik erschweren oder verändern.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass mathematisch-statistische Verfahren aufgrund der komplexen Änderungen durch das BilMoG vor neuen Herausforderungen stehen und ihre Eignung zur zweifelsfreien Identifikation kritisch zu hinterfragen ist.
Bilanzpolitik, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, Periodenabgrenzungsmodelle, Jones-Modell, Bilanzanalyse, Jahresabschluss, Gewinnglättung, Gewinnmanipulation, Regressionsanalyse, HGB, Einzelabschluss, Anlagevermögen, Rückstellungen, latente Steuern
Die Arbeit untersucht, ob und wie mathematisch-statistische Verfahren, insbesondere Periodenabgrenzungsmodelle wie das Jones-Modell, nach den Reformen durch das BilMoG zur Identifikation von Bilanzpolitik in Einzelabschlüssen nach HGB geeignet sind.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Bilanzpolitik, die Analyse mathematischer Identifikationsmodelle sowie die detaillierte Darstellung der BilMoG-Änderungen und deren Konsequenzen für die Bilanzierung.
Ziel ist die kritische Analyse, inwieweit etablierte mathematisch-statistische Verfahren nach den Änderungen durch das BilMoG zuverlässig dazu in der Lage sind, bilanzpolitische Maßnahmen mit einem geringen Fehlerrisiko zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie ein praktisches Simulationsbeispiel, bei dem die Daten der Volkswagen AG mittels des Jones-Modells unter verschiedenen bilanzpolitischen Annahmen analysiert werden.
Im Hauptteil werden zunächst Bilanzpolitik und Identifikationsverfahren definiert. Danach folgen Analysen zu den Neuerungen durch das BilMoG im Bereich Anlagevermögen, Vorräte, sonstige Aktivposten, Rückstellungen sowie Abschreibungs- und Zuschreibungswahlrechten.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen unter anderem Bilanzpolitik, BilMoG, Periodenabgrenzungsmodelle, Jones-Modell, Jahresabschluss und Regressionsanalyse.
Das BilMoG führt neue Bewertungs- und Ansatzregeln ein, die sich auf die Variablen des Jones-Modells (wie Bruttoanlagevermögen oder Vorratsveränderungen) auswirken können. Das Modell interpretiert diese Änderungen oft als Bilanzpolitik, obwohl sie auf neuen gesetzlichen Vorschriften beruhen, was die Identifikation erschwert.
Die Volkswagen AG dient als praktisches Zahlenbeispiel, um die theoretischen Auswirkungen der BilMoG-Regelungen in einem konsistenten Datenumfeld zu simulieren und zu demonstrieren, wie sich verschiedene bilanzpolitische Entscheidungen rechnerisch im Jones-Modell niederschlagen.
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