Magisterarbeit, 2008
148 Seiten, Note: 1,8
I. Einleitung
I.1. Themenfindung
I.2. Vorgehen
I.2.1. Parteien
I.2.2. Parteien und Staat
I.3. Begriffsdefinition
I.3.1. Das politische System
I.3.2. Politische Klasse und politische Elite
I.3.3. Macht und politische Herrschaft
II. Parteien
II.1. Die politische Partei zwischen Monarchie und Demokratie
II.2. Die Partei als Organisation
II.3. Robert Michels „Ehernes Gesetz der Oligarchie“
II.3.1. Das „Eherne Gesetz der Oligarchie“ in der Kritik
II.3.2. Das „Eherne Gesetz der Oligarchie“
a) Technisch-Administrative Gründe
b) Intellektuelle Gründe
c) Psychologische Gründe
d) Charisma und Autorität
e) Bürokratie
II.4. Die demokratische Elitentheorien
II.5. Die Partei Bündnis90/Die Grünen im Spiegel von Michels Oligarchiethese
II.6. Zusammenfassung von Kapitel II
III. Parteien und Staat
III.1. Der Zugriff der Parteien auf das Staatswesen
III.1.1. Parteien und die Legislative
III.1.2. Parteien und die Exekutive
III.1.3. Parteien und die Verwaltung
III.1.4. Parteien und die Medien
III.2. Parteienstaat vs. Parteiendemokratie
III.3. Wettbewerbsdemokratie?
III.3.1. Schumpeters Anforderungen für den politischen Wettbewerb auf dem Prüfstand
III.3.2. Transparenz und Konkurrenz
III.4. Parteien, Wahlen und Demoskopen
III.4.1. Demoskopiekritik im Spiegel der Wettbewerbsdemokratie
III.5. Zusammenfassung von Kapitel III
IV. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Ursachen für die Parteien- und Politikverdrossenheit in der Bundesrepublik Deutschland aus einer soziologischen Perspektive, wobei Parteien als Organisationen im Zentrum stehen. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie politische Eliten ihre Herrschaft über Parteien und staatliche Institutionen etablieren und aufrechterhalten.
I.3.2. Politische Klasse und politische Elite
Es erscheint wichtig zu erörtern, wer denn überhaupt zur oft erwähnten politischen Elite gehört. Über die Zugehörigkeit entscheidet natürlich erst einmal die Stellung, die eine bestimmte Person innerhalb von Staat und Partei einnimmt. An dieser Stelle kann gleich vorweggenommen werden, dass Partei- und Staatseliten nahezu immer identisch sind. Sollte ein hoher Staatsdiener einmal kein Parteiamt innehaben, so ist es beinahe sicher, dass er wenigstens bevor er entsprechendes Amt bekleidete auch in der Partei eine wichtige Rolle gespielt hat. Ist also im Folgenden die Rede von politischen Eliten, wird damit primär auf die Parteielite verwiesen.
Natürlich könnte die Zugehörigkeit zur politischen Elite am Gehalt festgemacht werden. Ab einer bestimmten Position, die mit einem bestimmten Gehalt dotiert ist, dürfte sich der Inhaber dann zur politischen Elite zählen. Diese rein ökonomische Definition deutet jedoch eher auf einen anderen Begriff hin, den der Klasse, der von Weber nach rein ökonomischen Rahmenbedingungen definiert wird. Diese Unterscheidung trifft auch der Parteienforscher Klaus von Beyme, wobei er in der Abgrenzung zur politischen Klasse gleich die politische Elite genauer definiert:
»Die Spezifikation „politische Elite“ ist andererseits enger als der Begriff der politischen Klasse. Zu dieser gehören alle Politiker, soweit sie an der Privilegiertenstruktur teilhaben, selbst wenn sie in der Entscheidungshierarchie der Elite keine große Bedeutung erlangen.«
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Politikverdrossenheit und Abgrenzung des soziologischen Ansatzes von klassischen politikwissenschaftlichen Methoden.
II. Parteien: Untersuchung der internen Machtstrukturen von Parteien, insbesondere unter Anwendung von Robert Michels' „Ehernes Gesetz der Oligarchie“.
III. Parteien und Staat: Analyse der Machtübertragung von parteiinternen Eliten auf das staatliche System und die Instrumente wie Bürokratie und Medien.
IV. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über das demokratische System in Bezug auf die Machtverteilung zwischen Elite und Bevölkerung.
Parteienverdrossenheit, Politikverdrossenheit, Oligarchiebildung, politische Elite, Parteienstaat, Wettbewerbsdemokratie, Macht, Herrschaft, bürokratische Verwaltung, Organisation, Elitentheorie, Parteien, Partizipation, Korrelation, Funktionswandel.
Die Arbeit analysiert die Ursachen für die zunehmende Parteien- und Politikverdrossenheit in der Bundesrepublik Deutschland.
Die zentralen Themen sind die Machtstrukturen innerhalb von Parteien, die Entstehung einer politischen Elite und deren Einfluss auf den Staat.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der politische Verdruss auf die Existenz einer politischen Elite zurückzuführen ist, die das System beherrscht.
Es wird ein soziologischer Zugang gewählt, um Parteien primär als Organisationen und weniger als rein politische Gebilde zu betrachten.
Der Hauptteil befasst sich mit der innerparteilichen Oligarchiebildung, der Kolonisierung staatlicher Institutionen und dem Einfluss von Parteien auf Medien und Verwaltung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Oligarchiebildung, politische Elite, Wettbewerbsdemokratie und Parteienstaat.
Seine These vom „Ehernen Gesetz der Oligarchie“ dient als zentrale theoretische Grundlage, um die Machtkonzentration in Parteien zu erklären.
Der Autor kritisiert dieses Konzept und argumentiert, dass die notwendigen Voraussetzungen für einen fairen politischen Wettbewerb in Deutschland nicht gegeben sind.
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