Bachelorarbeit, 2009
50 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Wer war Sara?
2 Sara als kinderlose Frau
2.1 Warten auf den verheißenen Nachkommen
2.2 Ein Sohn von der Magd (Gen 16)
2.2.1 Übersetzung
2.2.2 Auslegung
2.2.2.1 Saras Eingreifen in den Plan Gottes?
2.2.2.2 Der Konflikt der Frauen
2.2.2.3 Kritische Betrachtung Saras Verhaltens und Abrahams Reaktion
3 Sara als Mutter
3.1 Das Lachen Saras (Gen 18,1- 15)
3.1.1 Übersetzung
3.1.2 Auslegung
3.2 Die Verstoßung Hagars und Ismaels durch Sara ( Gen 21,8-10)
3.2.1 Übersetzung
3.2.2 Auslegung
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das biblische Bild von Sara, der Ehefrau Abrahams, mit dem Ziel, ihre Rolle als handelnde Person in den Genesis-Erzählungen kritisch zu beleuchten und ihr Handeln in den Kontext der patriarchalischen Gesellschaft des Alten Orients einzuordnen.
2.2.2.1 Saras Eingreifen in den Plan Gottes?
Im vorangegangenen Kapitel 15 hat Gott Abraham aufgrund seiner Nachfrage einen Sohn verheißen und ihm den Bund gewährt. Da sich Sara kurz nach dem Bundesschluss und der erneuten Verheißung von Nachkommen dazu entschließt, in den Plan Gottes „einzugreifen“, scheint es offensichtlich, dass sie von der Verheißung Gottes an Abraham nicht informiert gewesen sein dürfte. Die Tatsache, dass die Lebenswelten von Männern und Frauen in der Kultur des Alten Orients stark getrennt waren, scheint dies ebenfalls zu bestärken.
Es könnte sich um eine dramaturgische Erzählfeinheit handeln, dass Sara sich unmittelbar nach einer erneuten Verheißung dazu entschließt, „ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen“, um die Spannung zu erhöhen.
Außerdem ist, wie schon erwähnt, fragwürdig, ob der verheißene Sohn auch Saras leiblicher Abstammung sein wird. Insofern ist Saras Handeln nicht unbedingt als Eingreifen in Gottes Plan zu sehen, sondern entspricht vielmehr Gottes Plan.
Sara sieht sich aufgrund des Ausbleibens von Nachkommen gezwungen zu handeln. Ihr Entschluss durch ihre Magd Hagar zu einem Kind zu kommen, stellt eine Art „Notlösung“ dar. „Da Gott nicht zu handeln scheint, will die unfruchtbare Sara der Verheißung auf die Beine helfen.“
Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche die Rolle Saras in den Abrahamserzählungen (Gen 12-23) als eigenständige Handlungsträgerin untersucht und die androzentrische Forschungstradition hinterfragt.
1 Wer war Sara?: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die biblischen Erwähnungen Saras und klärt die Bedeutung ihres Namens sowie ihre familiäre Einordnung im Kontext der Genesis.
2 Sara als kinderlose Frau: Der Abschnitt analysiert die psychologische und gesellschaftliche Belastung Saras durch ihre Kinderlosigkeit im alten Israel und untersucht die Rolle der Unfruchtbarkeit als erzählerisches Motiv.
2.1 Warten auf den verheißenen Nachkommen: Hier wird der gesellschaftliche Kontext der Kinderlosigkeit beleuchtet, wobei die Abhängigkeit der Frau im patriarchalen System des Alten Orients im Vordergrund steht.
2.2 Ein Sohn von der Magd (Gen 16): Dieses Kapitel widmet sich der exegetischen Analyse der Leihmutterschaft und dem darauf folgenden Konflikt zwischen Sara und ihrer Magd Hagar.
3 Sara als Mutter: Dieser Teil behandelt den Wandel von Saras Rolle nach der Verheißung und Geburt Isaaks sowie ihr problematisches Verhältnis zu Ismael und Hagar.
3.1 Das Lachen Saras (Gen 18,1- 15): Untersucht wird Saras Reaktion auf die Ankündigung der Geburt – ihr Lachen – und die Frage, ob dies als Ausdruck von Unglauben oder als menschlich nachvollziehbare Skepsis zu bewerten ist.
3.2 Die Verstoßung Hagars und Ismaels durch Sara ( Gen 21,8-10): Analysiert wird Saras Forderung zur Vertreibung Ismaels, wobei das Handeln kritisch auf seine ethischen und rechtlichen Implikationen hin geprüft wird.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt, dass Sara sowohl als eine dem Ehemann treu ergebene Frau als auch als eine durch soziale Zwänge geprägte, in ihrem Handeln aber stark selbstbestimmte Persönlichkeit gezeichnet wird.
Sara, Abraham, Hagar, Genesis, Unfruchtbarkeit, Sohnesverheißung, Leihmutterschaft, Ismael, Isaak, Altes Testament, Patriarchat, Frauengeschichte, Exegese, biblische Erzählungen, Glaube und Zweifel.
Die Arbeit analysiert die biblische Figur der Sara in den Abrahamserzählungen der Genesis, um ihre Rolle als aktive und komplexe Protagonistin jenseits ihrer bloßen Identität als Ehefrau Abrahams aufzuzeigen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Thematik der Kinderlosigkeit im alten Israel, den patriarchalen Gesellschaftsstrukturen, der Erzählung der Leihmutterschaft sowie den theologischen Aspekten von Verheißung und Zweifel.
Ziel ist es, das facettenreiche Bild Saras zu entwerfen, das sowohl ihre Stärken als treue Begleiterin als auch ihre menschlichen Schwächen und den gesellschaftlichen Druck, unter dem sie stand, widerspiegelt.
Die Autorin nutzt eine exegetische Analyse der entsprechenden Genesis-Texte unter Einbeziehung von Kommentaren und weiterführender theologischer Literatur, um Saras Handeln kontextuell einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sara als kinderlose Frau (insb. die Hagar-Erzählung in Gen 16) und Sara als Mutter (insb. das Lachen in Gen 18 und die Vertreibung in Gen 21).
Wichtige Begriffe sind Frauengeschichte, patriarchale Strukturen, exegetische Analyse, Unfruchtbarkeit, Sohnesverheißung und die Charakterisierung biblischer Identitäten.
Die Arbeit argumentiert, dass Saras Lachen nicht zwingend als hämische Verhöhnung Gottes zu verstehen ist, sondern als eine zutiefst menschliche Reaktion auf eine biologisch unmöglich erscheinende Verheißung in hohem Alter.
Die Forderung entspringt aus einer Sichtweise, in der Sara Ismael als Bedrohung für den Status und die Zukunft ihres eigenen Sohnes Isaak innerhalb der Familie und der Erbfolge wahrnahm.
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